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Reisen mit dem Elektroauto

Von der Vorbereitung über die Fahrt, dem Laden bis hin zum Verhalten bei Panne.

Wenn Sie zum ersten Mal mit dem Elektroauto im Ausland unterwegs sind, können Überraschungen auf Sie warten. Bereiten Sie sich auf Ihre ersten Reisen gut vor. Überlegen Sie auch, wen Sie alles auf das Abenteuer mitnehmen möchten.

Was nie fehlen darf

  • Die wichtigste Person: der Beifahrer.
  • Das wichtigste Kabel: USB-Kabel fürs Smartphone. Mit leerem Handyakku ist das Elektroautoladen schwierig.
  • Das wichtigste Ladenetz: mobile Daten und Roaming im Ausland aktivieren, um die Stationen zu finden und die Bezahlung abzuwickeln.
  • Die wichtigste Karte: «TCS E-Charge»-Ladekarte sowie TCS MasterCard für die Registration bei lokalen Ladenetzanbietern. Mitglieder mit der TCS Member MasterCard profitieren dauerhaft von 5% Laderabatt.
 
 
 
 

Die Reise mit dem E-Auto planen: die sechs wichtigsten Tipps

 
 

1. Die Übung macht den Meister.

So lernen Sie Ihr Elektroauto und den Umgang mit öffentlicher Ladeinfrastruktur gut kennen, bevor Sie sich in die Auslandferien wagen:

1. Probieren Sie in ihrer näheren Umgebung verschiedene Apps für die Planung und die Freischaltung der Ladestationen aus. Machen Sie sich mit der Navigation, mit der Suche der Ladestationen im Auto sowie mit den unterschiedlichen Ladenetzen vertraut.
2. Verbinden Sie die Ladestation-Apps und die Navigation Ihres Handys mit dem Infotainment Ihres Autos mittels Apple Car Play, Android Auto oder anderen Möglichkeiten.
3. Planen Sie Ihre Reise mit der App, die Ihnen am besten passt und die sich in Ihrem Auto bisher am besten bewährt hat.

Falls Sie einen Tesla fahren, geben Sie Ihren Zielort und die Routenpräferenzen ein, und geniessen Sie die Reise.

2. Wählen Sie die richtige Route aus.

Vermeiden Sie bei Ihrer ersten Reise ein sportliches Programm mit knappen Ankunftszeiten, nervösen Gastgebern und Passagieren sowie kurzen Aufenthalten und überstürzter Rückreise. Sie können bei der Routenplanung die Ladehalte so legen, dass diese auch touristisch etwas hergeben. 

Planen Sie grosszügige Zeitreserven ein!

3. Wer soll fahren?

Zu zweit reist man entspannter, wenn der Elektroautospezialist nicht hinter dem Steuer sitzt, sondern auf dem Beifahrersitz für die Navigation zuständig ist. 

Wechseln Sie sich ab beim (Bei-)Fahren!

4. Laden: wann und wo?

Im Gegensatz zu den konventionellen Autos macht man mit dem E-Auto auf langen Strecken doppelt so viele und doppelt so lange Stopps: etwa eine halbe Stunde Ladepause pro 350 Kilometer Fahrt.

Beim Laden gilt die folgende Faustregel: Halten Sie Ausschau nach einer Ladestation, wenn die Energiereserven noch 45 Minuten Weiterfahrt gewährleisten. Halten Sie auch einen oder zwei Reservestandorte bereit, wo Sie laden können, falls der erste Standort besetzt oder ausser Betrieb ist. 

Das Motto fürs Laden: lieber zu früh als zu spät.

5. Standardkabel und lokale Adapter

Unterwegs an der öffentlichen Ladeinfrastruktur ist man mit dem Typ-2-Kabel gut bedient. Die Gleichstrom-Ladestationen (DC) sind alle mit Kabel ausgerüstet, sodass hier kein zusätzliches Material benötigt wird. Quasi als Versicherung empfiehlt sich der Juice Booster mit den jeweiligen nationalen Adaptern für Notladungen an Haushalts- und Industriesteckdosen.

6. Ist Ihr Elektroauto langstreckentauglich?

Das Reisen kann auch mit einer kleinen Batterie Spass machen, wenn man auf Strassen mit kleineren Tempovorgaben ausweicht und sich mehr Zeit für Entdeckungen gibt. Je grösser die Reichweite, desto tiefer die Entspannung. Insbesondere bei Fahrten auf der Autobahn ist der Unterschied zwischen kleinen und grossen Reichweiten deutlich spürbar. Ausserdem nützlich für die Langstrecke:

  • Die Gleichstromladung (CCS oder ChaDeMo) ist für unterwegs ein grosser Vorteil. Die Schnellladestationen entlang der Transitachsen sind entsprechend ausgerüstet und erlauben in der Regel, mit 50 bis 350 Kilowatt aufzuladen. Mit einem Auto, das über 100 Kilowatt lädt, ist man bei den schnellen Ladern dabei.
  • Die Wechselstromladung mit 11 Kilowatt sollte vom Auto unterstützt werden, damit in einer Nacht die Batterie wieder vollgeladen werden kann. Falls das Auto nur einphasig mit 3,7 Kilowatt geladen werden kann, muss man sich stärker an den Gleichstrom-Ladestationen (DC) orientieren.
  • Aerodynamik und Stirnfläche sind bei Geschwindigkeiten über 100 km/h entscheidend für den Verbrauch. Bullige SUV verbrauchen auch auf der Autobahn wesentlich mehr Energie als auf der Hauptstrasse, windschlüpfrige Autos in der Regel jedoch nicht. Dies zahlt sich aus, wenn man lange Strecken in kurzer Zeit zurücklegen will.
 
 

Was ist auf der Strasse und an der Ladestation zu beachten?

Unterwegs auf der Strasse: die Tipps vom Profi

  • Wenn der Beifahrer die Navigation im Griff hat, kann sich der Lenker besser auf das Fahren konzentrieren.
  • Eine Temporeduktion von 120 auf 100 km/h spart fast 30% Energie.
  • Die Umluftfunktion der Klimaanlage spart Energie beim Heizen oder Kühlen.
  • Die geeignete Ladestation in der App lokalisieren und die Route ins Navi übernehmen.
  • Vorberechnete Route mit Apple CarPlay oder Android Auto im Display des Fahrzeugs anzeigen lassen.
  • Filterfunktionen in der App helfen, die schnellsten oder günstigsten Ladestationen zu finden.
  • In den Kommentaren der Chargemap-App findet man wichtige Zusatzinfos zu den Ladestationen.
  • Wer entspannt fährt, kommt auch entspannt an!
Unterwegs laden: die Tipps vom Profi
  • Nicht erwarten, dass die Ladestationen bereits auf der Autobahn signalisiert sind.
  • Vorklimatisierung an der Ladestation spart Energie unterwegs.
  • Bei nasser Witterung das Display der Ladestation mit einem Tüchlein abtrocknen, damit die Identifikation mit der Ladekarte sicher klappt.
  • Wenn man den Ladestecker trotz Beenden des Ladevorgangs nicht herausziehen kann, die Betriebsanleitung lesen. Es gibt immer eine Notentriegelung.
  • Nicht zu früh weiterfahren – genügend Ladezeit einplanen schont die Nerven.
 
 
Reisen Elektroauto
 
 

E-Autos: Welche Lade-Apps sind für das Ausland zu empfehlen?

Die Apps sind Bestandteil der Ausrüstung. Im Ausland sind sie besonders wichtig, weil sie die zusätzlichen Infos zu den Ladestationen sehr hilfreich sind. Wenn die Basisinformationen mit Kommentaren und Check-ins der Benutzenden angereichert sind, erfährt man das Aktuellste über die jeweiligen Ladepunkte, so zum Beispiel, ob eine Station wiederholt Funktionsprobleme hat oder gar noch nicht in Betrieb ist. Hinterlassen Sie ebenfalls ein Check-in, wenn alles geklappt hat, oder einen Kommentar, falls nicht. So werden auch Sie immer weniger Überraschungen erleben.
Denken sie immer dran, dass bei der Verwendung von Apps eine Internetverbindung mit dem Handy bestehen muss. Gerade bei Grenzübertritt kann es eine Weile dauern, bis der jeweilige Anbieter/Partner Ihres Mobilfunkanbieters für Sie verfügbar ist. 

  • Tipp: Sie können in den Einstellungen des Handys verschiedene Netze ausprobieren. Google Maps und Apple Maps zeigen in Echtzeit Stau, Baustellen und andere Hindernisse an.
Beratungsgespräch Elektromobilität

Überall Ladestationen finden und bezahlen mit der TCS eCharge App

  • Über 203'000 Ladepunkte in der Schweiz und Europa
  • Ohne Abo- oder Grundgebühr
  • 5% Laderabatt mit der TCS Member Mastercard
 
 

Die wichtigste App in Kürze

«TCS eCharge»-App

Mit der TCS eCharge App und Ladekarte dazu lässt sich in Italien, Deutschland, Österreich, den Benelux und skandinavischen Ländern fast überall die Ladung freischalten und bezahlen. In Frankreich und Spanien wird sich im Laufe des Jahres 2022 die Abdeckung ebenfalls verbessern.

Zusätzlich zum Netz, auf welches der TCS zugreift, gibt es länderspezifische sowie internationale Platzhirsche, deren Apps das Leben erleichtern.

Chargemap

Chargemap ist derzeit unserer Meinung nach das vollständigste, kostenlose Verzeichnis von öffentlichen Ladestationen. Besonders wertvoll sind die Filterfunktionen sowie die Bilder und Kommentare der Benutzer. Ausserdem bietet die Mobile-App einen Routenplaner, der mit dem eigenen Fahrzeug konfigurierbar ist. Die berechnete Route inklusive Ladestopps kann für die Verwendung in Apple CarPlay einfach nach Google Maps exportiert werden. 

A Better Routeplanner

A Better Routeplanner ist spezialisiert auf die Routenplanung mit Ladestopps. Auch hier wird für die Routenberechnung das konkrete Elektroauto und Umgebungsparameter wie Wetter und Gewicht konfiguriert. Filter und Präferenzen beinhalten z.B. auch die Ladenetze, in welchen man laden möchte/kann. Die Anwendung läuft sowohl auf dem Webbrowser wie in der Mobile-App und eignet sich so sehr gut für die Vorbereitung der Reise. Die Routen werden mit Apple CarPlay im Fahrzeugdisplay dargestellt.

Navigation

Apple Maps und Google Maps sind zuverlässige und vorinstallierte Begleiter. Sie bieten auch immer mehr Informationen zu Ladestationen an, wenn man nach «Ladestationen» sucht.
Maps.me empfehlen wir, um Karten herunterzuladen und offline zu benutzen.

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  •   Tipp: Navi-Apps und Ladestation-Apps zeigen die Distanz zur Ladestation oft unterschiedlich an. Seien Sie vorsichtig!
 
 
 
 

Panne im Ausland mit dem E-Auto: Was tun?

Rufen Sie den TCS lieber an, bevor es zu spät ist. Unsere Fallannahme ist geschult und kann Ihnen möglicherweise den Weg zu einer Lademöglichkeit zeigen, solange Sie noch selbst fahren können. Wenn alle Stricke reissen, sind mit dem TCS ETI Schutzbrief auch Energiepannen mit dem Elektroauto gedeckt, und ein Partner des TCS wird Sie und Ihr Fahrzeug zu einer öffentlichen Lademöglichkeit transportieren.

Wenn es mit dem Akku richtig knapp wird.

Energie sparen

Geschwindigkeit auf 80 km/h reduzieren, rechts einspuren.
Warnblinker einschalten.
Heizung und Klimaanlage ausschalten.
Starke Brems- und Beschleunigungsvorgänge meiden.

Abschnitte ohne Pannenstreifen vermeiden
Lange Tunnel und Brücken nicht mit einem leeren Akku befahren, sondern vorher auf dem Pannenstreifen anhalten.

Sicheren Ort zum Anhalten aufsuchen
Bei der nächsten Ausfahrt die Autobahn verlassen und einen sicheren Ort zum Anhalten aufsuchen.

Ist die Panne unvermeidbar
Das Fahrzeug auf dem Pannenstreifen abstellen, bevor der Akku vollkommen leer ist.
Fahrzeug aus- und Warnblinker einschalten.
Pannendienst anrufen.

Den Mitgliedern steht die TCS Pannen- & Unfallhilfe zur Verfügung:
0800 140 140 (aus der Schweiz)
+41 58 827 22 20 (aus dem Ausland)

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