Ein kurzer Klick, eine scheinbar harmlose E-Mail oder ein attraktives Online-Angebot – und schon kann man ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Genau das passiert in der Schweiz tausendfach jedes Jahr.
Besonders häufig trifft es den Online-Handel und alltägliche Transaktionen: 39’754 Cyberbetrugsfälle wurden erfasst, darunter 9’105 Fälle, in denen bezahlte Waren nie geliefert wurden. Auch 2025 blieb Cyberkriminalität allgegenwärtig: Trotz eines leichten Rückgangs von rund 2% wurden über 57’761 Fälle registriert, ein deutliches Zeichen dafür, wie stark digitale Risiken mittlerweile zum Alltag gehören. Besonders häufig geht es dabei um Geld. Ob Phishing, gehackte Accounts oder betrügerische Online-Shops (Fake Shops) – der überwiegende Teil der Angriffe zielt direkt auf das Portemonnaie.
- Ein zentrales Einfallstor bleibt Phishing mit einem erneuten Anstieg um 25%. Hier wurden im Jahr 2025 7’409 Fälle registriert.
- Gleichzeitig nehmen neue Formen digitaler Kriminalität zu: +71% mehr Kryptodiebstähle (von 95 auf 162 Fälle) bei einer sehr niedrigen Aufklärungsquote von nur 2,5%.
Andere Delikte kommen seltener vor, zeigen aber die Vielfalt der Bedrohungen:
- 55 Online-Drohungen (–24%)
- 88 Fälle von Cybersquatting, bei denen täuschend echte Domainnamen genutzt werden
Die aktuellen Cyberstatistiken zeigen klar:
Digitale Risiken befinden sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und betreffen immer mehr Lebensbereiche. Schutzmassnahmen wie starke Passwörter, Vorsicht bei E-Mails und sichere Online-Transaktionen sind heute unerlässlich.