Liebesbetrug im Internet – «Romance Scam»

Lassen Sie sich nicht täuschen! Wie Sie Liebesbetrug im Internet erkennen und sich vor dem digitalen Heiratsschwindel schützen können.


Da wir ständig online unterwegs sind, lauern im Internet diverse Gefahren, welchen es zu begegnen gilt. Der TCS möchte aktiv mithelfen diese Gefahren und Risiken zu bekämpfen und ist darum Mitglied der SISA Swiss Internet Security Alliance geworden.

Einfach zum Verlieben

Wer sich heutzutage verlieben will, sucht oft in den sozialen Netzwerken nach geeigneten Partnern. 

Betrüger und Betrügerinnen nutzen dies gezielt aus, um sich zu bereichern. Mit gefälschten Profilen kontaktieren sie Bindungswillige auf Facebook oder anderen Social Media Plattformen. Häufig erscheint so ein kanadischer Top-Manager oder amerikanischer Soldat im Auslandseinsatz als Lockvogel. 

Bereits nach kurzer Zeit wird von Liebe gesprochen und der oder die Auserwählte wird gekonnt mit Liebesschwüren verzaubert.

Die Masche der Liebesbetrüger

Vertrauen aufbauen - Verhalten manipulieren
Über Wochen und Monate hinweg wird die vornehmliche Liebesbeziehung über Skype, WhatsApp etc. aufgebaut und das Verhalten der Auserwählten gezielt manipuliert. Mit psychologischem Geschick bringen die Betrüger diese dazu, ihnen ihr Vertrauen zu schenken. Erst dann wird ein erstes Treffen ausserhalb des Internets aufgesetzt.  

(K)ein Treffen - immer kommt etwas dazwischen
Kurz vor (je)dem abgemachten Termin geben die Betrüger vor, einen Unfall erlitten zu haben, erkrankt oder am Flughafen überfallen worden zu sein. Der oder die Auserwählte wird z.B. gebeten die Behandlungs-, Reise- oder sonstigen Kosten zu übernehmen und den benötigten Betrag per Geldtransfer oder auf ein Konto ins Ausland zu überweisen. Achtung: Wer einmal Geld überwiesen hat, wird mit den verschiedensten Tricks noch lange weiter bedrängt.

Drohen und tricksen
Für den Fall, dass der oder die Auserwählten nicht zahlen möchten, haben die Betrüger weitere Szenarien entwickelt. Sie drohen z.B. mit Liebesentzug oder geben sich als «Behörde» oder «Anwalt» aus dem Ausland aus und behaupten, den Betrüger oder die Betrügerin samt seiner Beute geschnappt zu haben, die nun gegen eine «Verwaltungsgebühr» zurückgezahlt werden könne.

Präventionstipps

Wie finden Sie heraus, ob es sich um einen Liebesbetrüger oder –betrügerin handelt: 

Noch nie gesehen?
Nehmen Sie auf Facebook oder anderen Social Media Plattformen keine Freundschaftsanfragen von Personen an, die Sie nicht aus dem realen Leben kennen.

Pilot, ledig, auf Reisen
Fragen Sie sich, wie realistisch es ist, dass ein gut situierter, attraktiver Mensch aus einem fernen Land ohne irgendeinen Bezug zu Ihrem Leben plötzlich eine Fernbeziehung mit Ihnen beginnen möchte.

Plötzlich Liebe?
Werden Sie misstrauisch, wenn das Gegenüber noch vor einem ersten Treffen von der grossen Liebe spricht. 

Stopp!
Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn Geld oder andere Güter von Ihnen gefordert werden.

Sie sind auf einen Liebesbetrug hereingefallen?

Keine Panik – Das kann jeder/m passieren.

  • Schicken Sie kein Geld oder andere Güter mehr.
  • Brechen Sie den Kontakt sofort und vollständig ab und blockieren Sie den Betrüger oder die Betrügerin auf allen Kanälen.
  • Reagieren Sie nicht, wenn Sie von weiteren vermeintlichen Unterstützern (z.B. Interpol, einer ausländischen Polizeibehörde, Opferanwälten etc.) kontaktiert werden.
  • Nehmen Sie alle Informationen zum Betrug (Kontodaten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Profilnamen) auf den nächsten Polizeiposten mit und erstatten Sie Anzeige.
  • Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson über den Vorfall und suchen Sie sich psychologische Hilfe, um den Vorfall zu verarbeiten.
  • Bei finanziellen Problemen wenden Sie sich an die Schuldenberatungsstelle in Ihrem Kanton.

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