Teilautomatisiertes Fahren-Vergleichstest

Unser Vergleichstest zeigt, dass es noch eine Weile dauern wird bis zum komplett selbstfahrenden Auto. Die Fahrassistenten jedoch machen echte Fortschritte.


Über das Auto der Zukunft zu diskutieren, bedeutet immer vom autonomen Fahren zu sprechen. Auch wenn die Gesetzgebung noch in den Kinderschuhen steckt, kümmern sich gewisse Oberklasse-Modelle bereits darum, das Leben des Fahrers zu vereinfachen.

Die Fahrassistenten verzeichnen echte Fortschritte

Die Fahrassistenzsysteme aller 3 getesteten Modelle zeigten positive wie auch negative Aspekte. Bei allen drei Fahrzeugen haben Abstandsregeltempomat und die Verkehrszeichenerkennung unter Testbedingungen überzeugt. Aber, die elektronischen Helfer wie z. B. der aktive Spurhaltassistent und der autonome Notbremsassistent arbeiteten nicht immer zuverlässig.

Bei allen 3 Modellen negativ aufgefallen sind zudem die z. T. schlecht wahrnehmbaren Warnhinweise, welche den Fahrer auf eine Situation aufmerksam machen sollen.

Mercedes-Benz E-Klasse

Mercedes-Benz E-Klasse

Abstandsregeltempomat: ★★★★✩
Aktiver Spurhalteassistent: ★★✩✩✩
Aufmerksamkeitsassistent: ★★★✩✩
Verkehrszeichenerkennung: ★★★✩✩
Abstandswarnung: ★★✩✩✩
Aut. Notbremsung bei 50 km/h: ★★★★✩

Tesla Model S

Tesla Model S

Abstandsregeltempomat: ★★★★✩
Aktiver Spurhalteassistent: ★★★★✩
Aufmerksamkeitsassistent: ★★★✩✩
Verkehrszeichenerkennung: ★★★★✩
Abstandswarnung: ★✩✩✩✩
Aut. Notbremsung bei 50 km/h: ★★★✩✩

Volvo S90

Volvo S90

Abstandsregeltempomat: ★★★★✩
Aktiver Spurhalteassistent: ★★✩✩✩
Aufmerksamkeitsassistent: ★★✩✩✩
Verkehrszeichenerkennung: ★★★★✩
Abstandswarnung: ★★★✩✩
Aut. Notbremsung bei 50 km/h: ★★★✩✩

Bagatellunfall mit grossen Folgen

Fahrerassistenzsysteme haben sich in der Mittelklasse etabliert und finden zunehmend auch in der Kompaktklasse Verbreitung. Solche Systeme verbessern zwar die aktive Sicherheit, können aber bereits bei einem kleineren Unfall hohe Kosten verursachen. Der TCS schlägt Massnahmen vor, um Schäden an diesen teuren Komponenten zu verringern.

  • Die Sensoren müssen so verbaut werden, dass sie bei einem Bagatellunfall nicht getroffen werden und bei der Reparatur nicht ersetzt oder neu justiert werden müssen.
  • Muss ein teures Bauteil aus technischen Gründen im Beschädigungsbereich montiert werden, so darf es bei einem Bagatellunfall nicht zerstört werden. Entsprechenden Schutz bieten beispielsweise Halterungen mit Soll-Bruchstellen.
  • Reparaturbetriebe brauchen geeignete Vorgaben zur raschen und effizienten Funktionsprüfung der Sensoren. So kann verhindert werden, dass teure Bauteile vorsorglich ersetzt werden.

Letztlich gilt es festzuhalten, dass sich die Schadenskosten bei Fahrassistenzsystemen durch eine Senkung der Ersatzteilpreise verringern würden. Die teilweise markanten Preisunterschiede bei den Radarsensoren stellen die Verbreitung und schliesslich auch den Nutzen solcher Systeme in Frage. Eine verbreitete Anwendung von ACC-Systemen auch in der Kompaktklasse dürfte langfristig zu günstigeren Preisen führen und damit die zu erwartenden Schadenskosten verringern.

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