Peru



Sicherheitshinweis

Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,1 hat sich am Freitag 24.08.2018 im Südosten Perus, nur unweit von der Grenze zu Brasilien, ereignet.

Mehr Informationen
Peru
Südlich des Äquators am Pazifik gelegen, teilt sich Peru in drei geographische Zonen: In ein schmales Wüstenband mit der Hauptstadt, in das Andenhochland mit Sehenswürdigkeiten wie dem Titicacasee und Machu Pichu sowie in das Amazonasgebiet mit dem Regenwald.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropisches Klima im Osten, Wüstenklima am Küstenstreifen im Westen, gemässigtes bis kaltes Klima in den Anden. 

Beste Reisezeit: Mai - September In den Anden (peruanischer Winter), Juli - August im Amazonasgebiet; Dezember - März in Lima und der übrigen Küstenregion.

Währung

Landeswährung: Nuevo sol - PEN

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung
Bei Reisen nach Peru ist der persönlichen Sicherheit jedoch grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Im ganzen Land muss jederzeit mit Streiks, Demonstrationen und Verkehrsblockaden gerechnet werden. Dabei kann es zu Gewaltanwendung kommen. Versuchen Sie nicht, Strassenblockaden zu passieren, da dies zu gewaltsamen Reaktionen führen kann.

Die Kriminalitätsrate ist hoch. Besonders gross ist die Gefahr in Gebieten, wo Drogen angebaut werden, und die häufig von der Mafia des Narco-Terrorismus kontrolliert werden.


Spezifische regionale Risiken

  • Amazonas-Gebiet: Unternehmen Sie Reisen ins Amazonas-Gebiet in Begleitung eines ortskundigen Reiseführers, und vergewissern Sie sich, dass er die aktuelle Sicherheitslage abgeklärt hat.

  • Cusco und Umgebung: In Cusco und Umgebung kommt es ziemlich häufig zu Demonstrationen und Blockaden der Eisenbahn- und Strassenverbindungen. Die Demonstranten sind manchmal auch Ausländern gegenüber aggressiv.

  • Puno und Umgebung: In Puno und Umgebung sind Streiks häufig.

  • Region Cajamarca: In den Provinzen Cajamarca, Hualgayoc und Celendín gibt es regelmässig soziale Unruhen und Demonstrationen im Zusammenhang mit der Umsetzung grosser Bergbauprojekte.

  • Täler des Rio Ene, Apurimac und Mantaro (in den Regionen Ayacucho, Junín und Huancavelica):  Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten.

  • Nordosten der Stadt Huánuco: Es wird abgeraten von Reisen in die Gebiete, die nördlich und nordöstlich der Stadt Huánaco liegen. In den übrigen Gebieten der Region ist grosse Vorsicht geboten.

  • Grenzgebiet zu Ecuador: Teile des Grenzgebiets sind noch vermint, besonders in der Nähe militärischer Einrichtungen.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung unzureichend. Krankenhäuser verlangen in der Regel eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (schriftlich garantierte Kostenübernahme, Kreditkarte oder Vorschusszahlung).


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus. Die Impfung gegen Gelbfieber wird empfohlen für alle Reisende bei einem Aufenthalt im Dschungel unterhalb von 2’300m. Diese Impfung ist jedoch nicht notwendig für Reisende, die sich nur nach Cuzco, Lima, zum Machu Picchu, auf den Inka-Pfad (Inca trail) sowie in den Westen der Anden begeben.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B und Tollwut.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Das Malariarisiko besteht in den ländlichen Regionen unterhalb von 2’300m.  Die am meisten betroffenen Departemente sind : Loreto, Madre de Dios (Iquitos, Puerto Maldonado), La Libertad und Lambayeque. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Vorsorge gegen Höhenkrankheit in den Hochlagen wird dringend empfohlen, besonders für Herzkranke. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Die Kriminalität, besonders die Gewaltkriminalität, hat in den letzten Jahren stark zugenommen, vor allem in den grossen Städten.

Taschen-, Entreissdiebstähle usw. sind häufig und werden teilweise von gut organisierten Banden ausgeführt, die sich auch Ausländer als Opfer aussuchen.

Fahrzeugentführungen und bewaffnete Raubüberfälle (z. B. auch auf Überlandbusse) sind keine Seltenheit.

Auch Überfälle auf Taxipassagiere kommen vor; dabei werden die Opfer oft vorübergehend festgehalten, ausgeraubt und zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte gezwungen.

Vermehrt werden Geschäftsleute zur Erpressung von Lösegeldern entführt.

In Lima und anderen Touristendestinationen hat die Polizei spezielle Anlaufstellen für ausländische Besucher eingerichtet (Policía de Turismo).


Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • Spezielle Vorsicht ist in den grösseren Städten, den Flughäfen, Busterminals und Bahnhöfen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln geboten.

  • Seien Sie in den Stadtzentren von Lima, Cusco, Arequipa und Puno nach Einbruch der Dunkelheit wegen erhöhter Überfallgefahr besonders vorsichtig und halten Sie sich an die beleuchteten und belebten Strassen.

  • Reisen Sie vorzugsweise in Gruppen und nur tagsüber. Besonders Frauen wird davon abgeraten, alleine unterwegs zu sein, da Sexualdelikte relativ häufig sind, vor allem in Cusco.

  • Von Camping wird abgeraten. Es kommen auch nächtliche Raubüberfälle auf billige Hotels und Pensionen vor.
  • Steigen Sie nie in ein unmarkiertes "Polizeiauto", verlangen Sie den Polizeiausweis und die sofortige Kontaktnahme mit der schweizerischen Botschaft in Lima.
  • Es ist nicht ratsam, allein in ein Taxi zu steigen. Benutzen Sie v.a. in Lima, Cusco und Arequipa nur offizielle (gelbe) oder Hotel-Taxis. Im Flughafen Jorge Chávez in Lima sollten Taxis unbedingt an einem Taxi-Schalter (z.B. «taxis verdes») in der Halle der internationalen Ankünfte gebucht werden.
  • Schliessen Sie sich für Wanderungen und Exkursionen einer Gruppe an, die von einem anerkannten Reisebüro organisiert und von einem ortskundigen Führer begleitet wird. Dies gilt auch für den Inka-Trail von Cusco nach Machu Picchu.
  • Lehnen Sie die Angebote von selbsternannten "Reiseführern" ab. Informieren Sie sich bei der Touristenpolizei über zugelassene Reiseagenturen und Unterkünfte.
  • Seien Sie vorsichtig mit Kontakten über das Internet. Es kommt vor, dass Kriminelle versuchen Personen ins Land zu locken, um sie dann als Drogenkuriere zu missbrauchen.


In den peruanischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Peru liegt in einem Erdbebengebiet.

Das Land ist geprägt von verschiedenen Zonen mit teils extremen geologischen und klimatischen Bedingungen: Wüste, Urwald, Hochgebirge, Vulkane (im Süden).

Lassen Sie sich auf Wanderungen, Bergtouren und bei der Ausübung von Risikosportarten von ortskundigen, qualifizierten Führern begleiten.

Von November bis April muss mit regionalen, starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden. Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Für Aufenthalte bis zu 183 Tagen ist ein Visum nicht erforderlich.

Vorzuweisen sind das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise, die gültigen Papiere zur Reisefortsetzung ins nächste Land sowie ein Beleg für ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts. Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Es werden keine Flughafengebühren erhoben.

Versicherungen

Führerausweis und Autovermietung
Der Schweizerische Führerausweis wird während 6 Monaten anerkannt. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich noch vor der Abfahrt einen internationalen Führerausweis zu besorgen. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen liegt das Mindestalter des Fahrers - je nach Mietwagenunternehmen und Wagentyp - zwischen 23 und 25 Jahren.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land empfohlen.

Fahrzeug & Ausstattung

Rund ums Auto

Obligatorische Ausrüstung

  • CH-Kleber
  • Pannendreieck


Sicherheitsgurte
Auf allen Sitzen obligatorisch.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Tempolimiten

  • Innerorts: 30-60 km/h
  • Ausserorts: 60-100 km/h

Blutalkoholgrenze

0.5‰

Kindersicherung

Keine Vorschriften bezüglich Kindersicherung.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen und - für Inhaber des ETI-Schutzbriefs - die Notfall Einsatzzentrale ETI in Genf.

 

Notrufnummern  
Polizei 105
Feuerwehr - Ambulanz 116 oder 222 02 22
Notfall Einsatzzentrale ETI +41 58 827 22 20
Touristenpolizei Lima-Nord +51 1 423 35 00
Touristenpolizei Lima-Süd +51 1 460 08 44
Telefonzentrale - Touristenassistenz +51 574 80 00

 

Notrufnummern
Polizei105
Ambulanz116 oder 222 02 22
Feuerwehr116 oder 222 02 22
Pannen211 99 99

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220 V
Vorwahl: +51
Polizei: 105
Ambulanz: 116 oder 222 02 22
Feuerwehr: 116 oder 222 02 22
Pannen: 211 99 99
Blutalkoholgrenze: 0.5‰
 

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