Kolumbien

Die Anden, das Amazonasbecken und die Kolonialstädte sind touristische Anziehungspunkte.

Kolumbien
Kolumbien, das südamerikanische Land an der Grenze zu Mittelamerika, liegt zwischen dem Pazifik und dem Karibischen Meer.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropisches Klima entlang der Küste, gemässigt in den Gebirgsregionen. Die Jahreszeiten sind denjenigen in Europa entgegengesetzt 

Beste Reisezeit: Dezember - März.

Währung

Landeswährung: Kolumbianischer Peso - COP

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung

Reisende sind gehalten, ihrer persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Kriminalitätsrate und die Gewaltbereitschaft sind hoch. Das Land sieht sich mit organisierter und anderen Formen der Kriminalität konfrontiert.

Die politische Lage kann als relativ stabil bezeichnet werden. Aufgrund der sozialen und politischen Spannungen sind spontane Streiks, Demonstrationen, Unruhen und Strassenblockaden jederzeit möglich. Das Gewaltpotenzial ist hoch.

Blockaden und Streiks können Behinderungen und Verspätungen im Reiseverkehr verursachen. Im Falle von Strassensperren und Streiks bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizer Botschaft in Bogota hat bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.

Politisch motivierte und terroristische Anschläge sowie andere Übergriffe kommen im ganzen Land vor. Die Anschläge richten sich vor allem gegen Sicherheitskräfte, doch auch unbeteiligte Zivilisten können Opfer von Gewalttaten werden.

Politisch motivierte Entführungen und Entführungen mit Lösegeldforderungen kommen vor. Die Entführungsopfer sind primär ortsansässige Personen, doch sind auch ausländische Staatsangehörige entführt worden.

Schenken Sie Ihrer persönlichen Sicherheit die gebührende Aufmerksamkeit, und halten Sie sich vorzugsweise an folgenden Orten auf:

  • grössere Städte, Hauptorte der Departemente und deren Umgebung.
  • generell Destinationen mit einer entwickelten, touristischen Infrastruktur, die von anerkannten Reiseveranstaltern angeboten werden.

Berücksichtigen Sie diese Faktoren bei der Reiseplanung. Schliessen Sie sich vorzugsweise einer geführten Gruppenreise an. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrem Reiseveranstalter über die aktuelle Lage in Ihrem Zielgebiet. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (Ausgangssperren etc.) und bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter. Meiden Sie Demonstrationen jeder Art, denn Ausschreitungen sind möglich.


Spezifische regionale Risiken

  • Nordwesten und Grenzgebiete zu Venezuela und Ecuador: Es besteht eine erhöhte Gefahr, Opfer eines Gewaltverbrechens oder einer Entführung zu werden. Das Risiko, unversehens in eine gewaltsame Auseinandersetzung zu geraten, ist hoch. Siehe Kapitel Grundsätzliche Einschätzung. Von Reisen in das gesamte Gebiet der folgenden Departemente wird deshalb abgeraten: Chocó, Nariño, Putumayo, Guainía, Vichada, Arauca, Norte de Santander und Cesar. Eine Ausnahme bilden die Departementshauptstädte Pasto, Mocoa und Valledupar unter der Bedingung, dass die Reise per Flugzeug erfolgt.
    In den Departementen La Guajira und Boyacà wird von Reisen in die Grenzregionen zu Venezuela abgeraten.
  • Departemente Cauca, einschliesslich Isla Gorgona: Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Drogen- und anderen kriminellen Banden sowie Anschläge von Guerilla- und andere bewaffnete Gruppierungen sind häufig. Auch unbeteiligte Personen sind einem hohen Risiko ausgesetzt. Anfang August 2018 wurden bei mehreren Bombenanschlägen im Departemente Cauca ein Polizist getötet und mehrere Personen verletzt.
    Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in das Departement Cauca, einschliesslich der Insel Gorgona wird abgeraten. Eine Ausnahme bildet die Departementshauptstadt Popayan unter der Bedingung, dass die Reise per Flugzeug erfolgt.
  • Südlicher Teil des Departements Valle del Cauca: Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in diese Region wird abgeraten
  • Ländliche Gebiete: In einigen ländlichen Gebieten sind Guerillas, andere illegale bewaffnete Gruppierungen und Kriminelle aktiv, wie z.B. in den Departementen Antioquia, Bolivar, Casanare oder Risaralda. Gelegentlich kommt es zu bewaffneten Zusammenstössen. Die Gruppierungen agieren sehr mobil, so dass sich die Gefahrenzonen laufend ändern. Zudem stellen Blindgänger und Minen eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Die gefährdeten Gebiete sind nur selten markiert. Generell gilt: In abgelegenen, wenig erschlossenen Gebieten sind diese Risiken höher (einschliesslich das Entführungsrisiko).

Lassen Sie bei Reisen in die übrigen, oben nicht erwähnten Gebiete grösste Vorsicht walten. Schliessen Sie sich vorzugsweise einer geführten Gruppenreise an, besonders um abgelegene touristische Sehenswürdigkeiten zu besuchen wie zum Beispiel die Ciudad perdida in der Sierra Nevada (im Norden des Landes) und San Agustín (Huila). Vergewissern Sie sich, dass der Reiseführer die Sicherheitslage kurzfristig abgeklärt hat, denn sie ändert sich oft.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Ausserhalb der grossen Städte ist die medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet. In jedem Fall verlangen Ärzte und Krankenhäuser eine Vorschusszahlung.


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B und Tollwut.

Die Impfung gegen Gelbfieber ist obligatorisch bei Aufenthalten in Arauca (AUC) für den Flughafen Santiago Pérez Quiroz. Die Impfung ist empfohlen für Reisende älter als 9 Monate, bei Aufenthalten in der Region westlich der Anden unterhalb von 2’300m.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Ein geringes Malariarisiko besteht in den ländlichen Gebieten (oder im Dschungel) unterhalb von 1’600m.  Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Vorsorge gegen Höhenkrankheit in den Hochlagen wird dringend empfohlen, besonders für Herzkranke. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Die Kriminalitätsrate und die Gewaltbereitschaft sind hoch. Diebstähle und Raubüberfälle mit Waffengewalt sind im ganzen Land häufig.

Bei den sogenannten Express-Entführungen wird das Opfer zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte gezwungen. Express-Entführungen gibt es im ganzen Land zu jeder Uhrzeit und auch in den besser gestellten Quartieren.


Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • In folgenden Orten ist wegen der sehr hohen Kriminalitätsrate besondere Vorsicht geboten: in bestimmten Stadtteilen von Bogotà, Cali und Medellin.
    Die

  • Kriminalitätsrate kann je nach Ortschaft und Stadtteil erheblich variieren. Erkundigen Sie sich an Ihren jeweiligen Aufenthaltsorten bei Bekannten oder Geschäftspartnern über die lokalen Gegebenheiten und welche Quartiere als sicher gelten.
    Schenken Sie dem Sicherheitsaspekt bei der Wahl der Unterkunft grosse Aufmerksamkeit; zu grosse Sparsamkeit kann Ihre Sicherheit beeinträchtigen.
    Verzichten Sie auf Besuche der armen Stadtquartiere.

  • Benutzen Sie Geldautomaten nur tagsüber und im Innern von Banken

 

Reisen Sie vorzugsweise mit dem Flugzeug. Andernfalls benutzen Sie ausschliesslich die Hauptstrassen, die überwacht und in gutem Zustand sind. Wegen des hohen Unfall- und Überfallrisikos wird von nächtlichen Überlandfahrten abgeraten.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Es besteht ein latentes Erdbeben-Risiko. Die meisten Vulkane des Landes liegen in der Cordillera Central, einige davon sind aktiv.

Nach schweren Regenfällen muss mit regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden.

Servicio geológico colombiano

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Für Aufenthalte bis zu 180 Tagen ist ein Visum nicht erforderlich.

Vorzuweisen sind das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise, die gültigen Papiere zur Reisefortsetzung ins nächste Land sowie ein Beleg für ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts. Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Ebenfalls müssen Reisenende zur Insel San Andres ein Billet/Ticket für die Rück- oder Weiterreise vorweisen. Darüber hinaus bedarf es einer Touristenkarte, die gegen eine Gebühr in Höhe von COP 47'700.- erhältlich ist.

Bei der Abreise wird am Flughafen eine Flughafengebühr erhoben, falls diese nicht bereits im Flugbillet inbegriffen ist. Bei tagsüber reisenden Transitpassagieren werden keine Flughafengebühren erhoben. Eine Abreisegebühr wird ebenfalls erhoben: USD 19.-. Diese kann bei der Abreise am Flughafen ausschliesslich in Bargeld bezahlt werden.  Eine Abreisegebühr wird nur bei Personen erhoben, die sich länger als 2 Monate im Land aufgehalten haben.

Tayrona Nationalpark für einen Monat geschlossen
Der Tayrona Nationalpark an der Karibikküste Kolumbiens ist vom 28. Januar bis 28. Februar 2019 für einen Monat geschlossen. Die Schließung wurde angekündigt, um die Regeneration des Parks zu ermöglichen und den indigenen Völkern die Möglichkeit zu geben, ihre traditionellen Rituale ungestört anzuwenden.

Alle gebuchten Ausflüge zwischen dem 28. Januar und 28. Februar 2019 müssen nun umgebucht oder annulliert werden.


Grenzübergänge
Grenzübergänge zwischen Kolumbien und Panama dürfen ausschliesslich von Fussgängern überquert werden. Grenzübertritte mit Fahrzeugen jeglicher Art auf dem Landweg sind verboten.

Alle venezolanischen Grenzübergänge bleiben nachts geschlossen.

Erkundigen Sie sich bei dem Grenzposten über die aktuell gültigen Bestimmungen und Öffnungszeiten. (Auszug aus: Reisehinweise EDA)

Fahrzeugdokumente

Führerausweis und Autovermietung
Der Schweizerische Führerausweis ist anerkannt. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich noch vor der Abfahrt einen internationalen Führerausweis zu besorgen. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen liegt das Mindestalter des Fahrers - je nach Mietwagenunternehmen und Wagentyp - zwischen 21 und 25 Jahren.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land empfohlen.

Fahrzeug & Ausstattung

Rund ums Auto

Obligatorische Ausrüstung

  • CH-Kleber
  • Pannendreieck

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Kindersicherung

KinderVorschrift
< 2 Jahre

Angemessene Rückhaltevorrichtung

< 10 Jahre

Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz befördert werden.

 

Kindersitze - Babyschalen und Sitzerhöher - gelten als Rückhaltevorrichtungen. Weitere Infos: Kindersitze

Im Notfall

Notfallnummern

Notrufnummern 
Polizei123
Feuerwehr123
Ambulanz123
Notfall Einsatzzentrale ETI *+41 58 827 22 20

 

* Vorwahl für die Schweiz: 005 41, 007 41, 009 41, 00414 41, 00468 41, 00456 41, 00444 41 (je nach Telekommunikationsgesellschaft)

Notrufnummern
Polizei123
Ambulanz123
Feuerwehr123

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 110/150 V
Vorwahl: +57
Polizei: 123
Ambulanz: 123
Feuerwehr: 123
 

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