Bolivien

Ein Drittel des Staatsgebiets liegt in den Anden, die gegen Osten kontinuierlich tiefer werden.

Bolivien
Bolivien liegt südwestlich von Brasilien in Südamerika.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropen- bis Halbwüstenklima. Das Klima reicht, je nach Region, von kühl und regnerisch bis heiss und trocken. Auf den Hochebenen sind starke Temperaturschwankungen im Laufe des Tages üblich. 

Beste Reisezeit: April - Oktober. Regenzeit mit Überschwemmungen und Erdrutschen von Ende Oktober bis März.

Währung

Landeswährung: Boliviano - BOB

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung
Bei Reisen nach Bolivien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Aufgrund sozialer und politischer Spannungen sind spontane Streiks, Demonstrationen, Unruhen und Strassenblockaden jederzeit im ganzen Land möglich. Das Gewaltpotenzial ist hoch.

Blockaden und Streiks können Behinderungen und Verspätungen verursachen und vermögen mitunter das ganze Land lahmzulegen (auch die Zufahrt zum internationalen Flughafen von La Paz ist ab und zu davon betroffen). Bei längerer Dauer kann es auch zu Versorgungsengpässen kommen.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Bolivien nicht ausgeschlossen werden.

 

Spezifische regionale Risiken

  • Chapare: In Chapare ist besondere Vorsicht geboten, weil es dort wegen der Vernichtung von Kokaplantagen sporadisch zu Zusammenstössen zwischen den Ordnungskräften und der lokalen Bevölkerung kommt.

  • Grenzgebiete zu den Nachbarstaaten: In den Grenzgebieten sind verschiedene, gewaltbereite Schmuggel- und Drogenbanden aktiv. Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht gewährleistet. Krankenhäuser verlangen in der Regel eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (schriftlich garantierte Kostenübernahme, Kreditkarte oder Vorschusszahlung).


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus. Die Impfung gegen Gelbfieber ist obligatorisch für Reisende älter als 9 Monate, bei Aufenthalten in den Departementen Beni, Cochacomba, Cuquisaca, La Paz, Pando, Santa Cruz und Tarija. Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B und Tollwut.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Das Malariarisko besteht im ganzen Land unterhalb von 2’500m und hauptsächlich in den Regionen Beni, Pando und Santa Cruz. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Vorsorge gegen Höhenkrankheit in den Hochlagen (z. B. La Paz) wird dringend empfohlen, besonders für Herzkranke. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Die Kriminalität nimmt zu, ist immer häufiger mit Gewalt verbunden und richtet sich auch gegen Reisende: Taschen-, Entreiss- und Trickdiebstähle, Raubüberfälle. Auch Sexual- und andere Gewaltdelikte sind zu verzeichnen, teilweise mit Todesfolge.
Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen ebenfalls vor. Sie können wenige Stunden bis mehrere Tage dauern. Die Opfer werden zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte oder zur Überweisung von Geld aus der Heimat gezwungen. Das Risiko von Diebstählen, Überfällen und Entführungen besteht unter anderem in Minibussen und inoffiziellen Taxis.
Eine besondere Gefährdung besteht in La Paz (vor allem im und um den Busbahnhof), El Alto, Copacabana und Santa Cruz sowie in abgelegenen Gebieten (z.B. im Tal der Yungas zwischen La Paz und Coroico, auf dem Circuit nach Rurrenabaque, im Urwaldgebiet von Chapare und in der Provinz Ayopaya).


Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • Frauen wird generell davon abgeraten, alleine zu reisen bzw. Ausflüge und Spaziergänge zu unternehmen
  • Teilen Sie Ihr Taxi nicht mit Unbekannten.
  • Nehmen Sie keine Minibusse, sondern wählen Sie die regulären Linienbusunternehmen
  • Es kommt vor, dass Diebe Polizeiuniformen tragen und sich als Drogenfahnder ausgeben. Bei Identitätskontrollen durch die Polizei wird deshalb folgendes Verhalten empfohlen: Weisen Sie Ihren Pass oder eine Fotokopie davon vor, weigern Sie sich aber, mit den Polizisten in einen zivilen Wagen zu steigen. Bestehen Sie auf ein gekennzeichnetes Polizeiauto, und zögern Sie nicht, bei Schwierigkeiten die Notruf-Nummer der Polizei anzurufen.


Es besteht eine gewisse Rechtsunsicherheit.

Für Reisende, die selbst Auto fahren, könnten Unfälle mit Personenschaden eine Gefahrenquelle darstellen.

Die bolivianischen Behörden haben in den grösseren Touristenzentren für Hilfe suchende Reisende Touristenpolizei-Büros eingerichtet (Unterstützung bei Passverlust, Diebstahl, Überfall etc.). Das Netz ist noch im Ausbau begriffen.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Das Land verfügt über verschiedene Zonen mit teils extremen geologischen und klimatischen Bedingungen (Hochgebirge, Urwald, Salzwüste, usw.).

Lassen Sie sich auch aus diesem Grund auf Wanderungen, Bergtouren sowie beim Überqueren des Salzsees von ortskundigen Führern begleiten.

In den Anden sollten die Symptome der Höhenkrankheit nicht unterschätzt werden.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen ist ein Visum nicht erforderlich.

Vorzuweisen sind das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise, die gültigen Papiere zur Reisefortsetzung ins nächste Land sowie ein Beleg für ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts. Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Am Flughafen wird bei der Abreise eine Flughafengebühr erhoben: BOB 14.- für innerbolivianische Flüge, USD 24.-  für internationale Flüge. Die Flugverbindung nach Ilo in Peru wird als innerbolivianischer Flug gewertet. Bei direkt weiterreisenden Transitpassagieren sowie bei Kindern unter 2 Jahren werden keine Flughafengebühren erhoben.


Minderjährige
Minderjährige Kinder (inklusiv Doppelbürger) benötigen zur Ausreise aus Bolivien eine Ausreisebewilligung/Reiseermächtigung („Autorización de viaje“) der bolivianischen Migrationsbehörde, wenn sie ohne Eltern oder mit nur einem Elternteil reisen. Erkundigen Sie sich frühzeitig beim bolivianischen Generalkonsulat in Genf oder beim bolivianischen Migrationsamt.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Versicherungen

Führerausweis und Autovermietung
Der internationale Führerausweis ist obligatorisch. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen liegt das Mindestalter des Fahrers - je nach Mietwagenunternehmen und Wagentyp - zwischen 21 und 25 Jahren.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land nicht erforderlich.

Fahrzeug & Ausstattung

Rund ums Auto

Obligatorische Ausrüstung

  • CH-Kleber
  • Pannendreieck

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Tempolimiten

km/hInnerortsAusserorts
Auto40*80
Motorrad40*80

 

* In der Nähe von Schulen: 10 km/h.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen und - für Inhaber des ETI-Schutzbriefs - die Notfall Einsatzzentrale ETI in Genf.

 

Notrufnummern 
Polizei110
Feuerwehr119
Ambulanz118 (in La Paz)
Touristenpolizei222 50 16
Notfall Einsatzzentrale ETI+41 58 827 22 20
Notrufnummern
Polizei110
Ambulanz118 (in La Paz)
Feuerwehr119

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 110/220 V
Vorwahl: +591
Polizei: 110
Ambulanz: 118 (in La Paz)
Feuerwehr: 119
 

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