Ecuador

Das Land ist nach der Äquatorlinie benannt, die durch das Staatsgebiet verläuft Ein Großteil befindet sich in der südlichen Hemisphäre.

Ecuador

Ecuador, am Ufer des Pazifischen Ozeans, ist umgeben von Kolumbien und Peru. Die Galapagos-Inseln (ca. 900 km vor dem Kontinent) sind ebenfalls Teil des Landes, das wegen seiner Hauptstadt Quito, der Andenregion, den Vulkanen, dem Amazonasbecken sowie wegen des Nationalparks der Galapagos-Inseln bereist wird.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropisches bzw. subtropisches Klima mit grossen Unterschieden zwischen der Andenregion und der Küste. 

Beste Reisezeit: Mai - November, Januar - Mai auf den Galápagos-Inseln.

Währung

Landeswährung: US-Dollar - USD

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung
Die wirtschaftliche und soziale Lage ist angespannt. Im ganzen Land muss immer wieder mit Streiks, Demonstrationen und Verkehrsblockaden gerechnet werden. Dabei kann es zu Gewaltanwendung kommen. Dies kann im Extremfall die Bewegungsfreiheit vorübergehend beeinträchtigen oder verunmöglichen. 

Versorgungsengpässe können nicht ausgeschlossen werden.

Anfang Oktober 2019 kam es zu landesweiten teils gewaltsamen Demonstrationen, Streiks und Strassenblockaden. Die Ausschreitungen und Zusammenstösse zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften haben Todesopfer und Verletzte gefordert. Die Regierung hat daraufhin über das ganze Land den Ausnahmezustand verhängt; er ist am 3. November 2019 wieder aufgehoben worden.

Im Falle von Verkehrsbehinderungen durch Demonstrationen, Strassenblockaden oder Streiks bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizer Botschaft in Quito hat bei Verkehrsbehinderungen keine Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Aus- oder Weiterreise.

Die Kriminalitätsrate ist hoch.

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrem Reiseveranstalter über die aktuelle Lage und meiden Sie grosse Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Ecuador nicht ausgeschlossen werden.

 

Spezifische regionale Risiken

  • Grenzgebiet zu Peru: Teile des Grenzgebiets zu Peru (besonders in der Nähe militärischer Einrichtungen) sind noch vermint. Halten Sie sich strikt an die asphaltierten und häufig benutzten Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.
  • Grenzgebiet zu Kolumbien: Von Reisen in das gesamte Grenzgebiet wird abgeraten.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Ausserhalb der grösseren Städte ist die medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet. Auch in Notfällen verlangen Krankenhäuser manchmal eine finanzielle Garantie, bevor sie Ausländer behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B und Tollwut.

Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Kinder unter 1 Jahr sind von dieser Verpflichtung befreit. Die Impfung gegen Gelbfieber wird empfohlen für alle Personen älter als 9 Monate, bei einem Aufenthalt in Regionen östlich der Anden unterhalb von 2’300m: Morona-Santiago, Napo, Orellana,  Pastaza, Sucumbios und Zamora-Chinchipe.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Ein Malariarisiko besteht in Gebieten unterhalb von 1’500m und in gewissen Küstenzonen. Guayaquil und Quito sind malariafarei. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Vorsorge gegen Höhenkrankheit in den Hochlagen wird dringend empfohlen, besonders für Herzkranke. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung

Die wirtschaftliche und soziale Lage ist angespannt. Im ganzen Land muss immer wieder mit Streiks, Demonstrationen und Verkehrsblockaden gerechnet werden. Dabei kann es zu Gewaltanwendung kommen. Dies kann im Extremfall die Bewegungsfreiheit vorübergehend beeinträchtigen oder verunmöglichen.

Anfang Oktober 2019 kam es zu landesweiten, teils gewaltsamen, Demonstrationen, Streiks und Strassenblockaden.

Die Kriminalitätsrate ist hoch und nimmt weiter zu: Diebstähle, bewaffnete Überfälle, Morde, Diebstähle von Autos unter Androhung oder Anwendung von Gewalt sowie Vergewaltigungen und andere Sexualdelikte. Besonders betroffen sind Quito, Guayaquil, Cuenca und auch die ganze Küstenregion. 

In billigen, unbewachten Touristenunterkünften sind Gäste wiederholt ausgeraubt worden. Auch in Bussen sind sehr oft Diebe am Werk.

Bei sogenannten Express-Entführungen wird das Opfer zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte gezwungen. Die Zahl der Express-Entführungen nimmt zu (vor allem in Quito und Guayaquil), oft unter Komplizenschaft von Fahrern nicht registrierter Taxis; es waren aber auch schon offizielle Taxis involviert.

Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • Informieren Sie sich bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, und erkundigen Sie sich, welche Quartiere gemieden werden sollten.
  • Schenken Sie dem Sicherheitsaspekt bei der Wahl der Unterkunft grosse Aufmerksamkeit; zu viel Sparsamkeit kann Ihre Sicherheit beeinträchtigen.
  • Verzichten Sie auf nächtliche Spaziergänge, und meiden Sie auch tagsüber wenig besuchte Ortschaften und Grossstadtquartiere.
  • Unternehmen Sie wegen der Gefahr von Überfällen keine nächtlichen Überlandfahrten, auch nicht per Bus.
  • Fahren Sie wenn immer möglich mit Taxis, die Sie selbst telefonisch reserviert haben. Andernfalls nehmen Sie ein offizielles Taxi (gelb mit weinroter Registrierungsnummer auf den Vordertüren und der Windschutzscheibe) an einem Taxistand.
  • Nehmen Sie von Unbekannten keine Getränke oder Esswaren an - weder offen noch in verschlossenen Flaschen oder Packungen. Es kommt vor, dass diese mit Betäubungsmitteln versetzt werden, um das Opfer nachher zu berauben oder zu vergewaltigen.
  • Machen Sie weder Autostopp noch nehmen Sie Anhalter mit.
  • Von Radtouren und wildem Camping wird abgeraten.
  • Leisten Sie bei einem Raubüberfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch!
  • Frauen wird geraten, nachts nicht alleine unterwegs zu sein und einsame Gegenden zu meiden. Sie werden weniger belästigt, wenn sie von einem Mann begleitet werden.
  • Lassen Sie sich auf Wanderungen und generell bei Ausflügen ins Landesinnere, inkl. ins nördliche Amazonasgebiet, von einem Reiseführer oder einer anderen ortskundigen Vertrauensperson begleiten.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Ecuador liegt in einer Erdbebenzone und hat zahlreiche aktive Vulkane. Erdbeben unterschiedlicher Stärke kommen in den Anden und in den Küstenregionen häufig vor. Erdbeben und Vulkanausbrüche können neben Verwüstungen auf dem Land auch Tsunami auslösen.
Bei Vulkanausbrüchen kann Ascheregen im Flugverkehr zu Verspätungen oder kurzfristigen Annullierungen führen. Besteigen Sie keine Vulkane während der Eruptionsphase. Generell ist bei Exkursionen auf Vulkanen Vorsicht geboten und es wird empfohlen, sich von einem kundigen Führer begleiten zu lassen.
Das geophysische Institut Quito (Instituto Geofísico) informiert über die aktiven Vulkane und über Erdbeben.
Instituto Geofísico Quito

Nach schweren Regenfällen kann es zu Verkehrsbehinderungen durch Erdrutsche und Überschwemmungen kommen.
Instituto Nacional de Meteorología e Hidrología

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein bis mindestens 6 Monate nach Einreisedatum gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen ist ein Visum nicht erforderlich.

Vorzuweisen ist das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise. Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Die Flughafengebühr ist bereits im Flugticket inbegriffen.

Verschärfte Einreisebestimmungen für die Galapagosinseln
Ab dem 1. November 2018 werden die Galapagosinseln die Einreisebestimmungen für Besucher verschärfen. Touristen müssen einen Reiseplan vorlegen, welcher den Rückflug und die Unterbringung in vom Nationalpark zertifizierten Hotels belegt. Besucher, die eine Privatunterkunft gebucht haben, müssen ein Einladungsschreiben des Gastgebers vorlegen.

 

Fahrzeugdokumente

Führerausweis und Autovermietung
Der Schweizerische Führerausweis wird während 30 Tagen anerkannt. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich noch vor der Abfahrt einen internationalen Führerausweis zu besorgen. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen liegt das Mindestalter des Fahrers - je nach Mietwagenunternehmen und Wagentyp - zwischen 21 und 25 Jahren. Der Fahrer muss den Führerschein bereits seit mindestens 2 Jahren besitzen.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land empfohlen.

Fahrzeug & Ausstattung

Rund ums Auto

Obligatorische Ausrüstung

  • CH-Kleber
  • Pannendreieck

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Tempolimiten

  • Innerorts: 60 km/h
  • Ausserorts: 80-90 km/h

Kindersicherung

Keine Vorschriften bezüglich Kindersicherung.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen und - für Inhaber des ETI-Schutzbriefs - die Notfall Einsatzzentrale ETI in Genf.

 

Notrufnummern 
Polizei101
Feuerwehr102
Ambulanz

131 (in Quito)

56 06 74 (in Guayaquil)

Notfall Einsatzzentrale ETI+41 58 827 22 20

 

Notrufnummern
Polizei101
Ambulanz131 (Quito)
Feuerwehr102
Pannen1800 55 66 77

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 110/120 V
Vorwahl: +593
Polizei: 101
Ambulanz: 131 (Quito)
Feuerwehr: 102
Pannen: 1800 55 66 77
 

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