Schulrucksack auswählen

Auf was sollte man beim Kauf eines Schulrucksacks achten, um die Sichtbarkeit des Kindes auf der Strasse und den Tragekomfort zu verbessern.


Der Schulweg und das Überqueren von Strassen bergen einige Gefahren. Besonders bei schlechten Sichtverhältnissen ist Vorsicht geboten. Wie die Sichtbarkeit auf dem Schulweg aussieht, hat die TCS-Mobilitätsberatung in einem Vergleich untersucht. 

Dabei wurden zwei Kinderpuppen mit jeweils heller und dunkler Kleidung ausgerüstet und mit verschiedenen Schultheken und Schulrucksäcken auf die Strasse gestellt. Dabei hat sich ganz deutlich gezeigt, dass dunkle Kleidung bei schlechten Lichtverhältnissen kaum erkannt wird. Besser werden von den Verkehrsteilnehmern helle und auffällige Farben gesehen. Diese schaffen einen Kontrast zur Umgebung und erhöhen die Sicherheit im Strassenverkehr. 

Zusätzlicher Schutz bieten reflektierende Elemente. Diese erhöhen die Sichtbarkeit im Dunkeln deutlich. Die Reflektoren strahlen das auftreffende Licht zurück, so sehen die Autofahrer die Kinder früher und können ihr Tempo anpassen und verringern. Dies reduziert bei einer Gefahrensituation den Bremsweg und verkleinert das Unfallrisiko.

Reflektierende Elemente machen Kinder im Strassenverkehr sichtbar

Sei es im Laden oder online, reflektierende Kleidung und Accessoires gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten und Möglichkeiten. Von Schuhen über Hosen bis zu Mützen gibt es zahlreiche Produkte, die die Sichtbarkeit und Sicherheit der Kleinen verbessern. Beim Kauf von Kindersachen lohnt es sich, auf reflektierende Details zu achten. Denn im Scheinwerferlicht sind diese schon aus einer Entfernung von 150 Metern zu sehen. Das Produkt im Laden mit dem Handyblitz fotografiert, und schon zeigt sich, ob die reflektierenden Elemente etwas taugen. Sollte das Lieblingsteil noch keine reflektierenden Details aufweisen, lässt sich dies ohne viel Aufwand selbst ändern.

Auf der Website der Kampagne «Made Visible» der TCS-Verkehrssicherheit finden sich zahlreiche inspirierende DIY-Ideen, mit denen sich Jacken, Hosen, Velos, Scooter und auch Schulrucksäcke sichtbar machen lassen. 

Bei der Platzierung der reflektierenden Elemente gilt es drei Dinge zu beachten: 

  1. Der Verkehr findet rund um die Kinder herum statt. Sie sollten also 360° sichtbar sein. 
  2. Die reflektierenden Elemente werden  mit Vorteil an beweglichen Körperteilen wie Armen und Beinen platziert. Dies erweckt bei den anderen Verkehrsteilnehmern zusätzliche Aufmerksamkeit.  
  3. Ein Autoscheinwerfer strahlt zuerst die Beine an. Reflektierende Schuhe sind daher am frühesten sichtbar.

Schulrucksack in hellen Farben und der Norm DIN 58124 entsprechend

Eine helle, reflektierende Kleidung kann teilweise von der Schultheke oder vom Schulrucksack überdeckt werden. Aus diesem Grund sollte der Schulrucksack auch in hellen, leuchtenden Farben mit Reflexflächen gewählt werden. Beim Kauf sollte beachtet werden, dass die Schultheke die Norm DIN 58124 erfüllt. Diese gibt vor, wie komfortabel, wasserdicht und sicher dieser sein sollte. Zusätzliche reflektierende Details am Schulsack sollten mindestens zwei Zentimeter gross sein. Dann sind sie auch nützlich. 

Ausschlaggebend ist auch die Farbe der Reflektoren. Weiss und Gelb leuchten in der Dunkelheit besser als andere Farben. Zusätzlich sorgen auch kleine LED-Blinklichter für mehr Helligkeit. Diese Lichter dienen allerdings nur als Ergänzung und erzeugen allein keinen ausreichenden Schutz.

Rucksack auswählen und einstellen für den guten Tragekomfort

Der richtige Schulrucksack sollte nicht nur gut sichtbar, sondern auch angenehm zu tragen sein. Wie wird ein Schul- oder Rucksack richtig eingestellt? «Idealerweise hat ein Rucksack einen Beckengurt, der es ermöglicht, die Schultergurte zu entlasten», sagt Sebastian Bigdon, stellvertretender Oberarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Inselspital Bern. Denn zu viel Gewicht auf den Schultern führe zu einer sich oft wiederholenden Stauchung der Wirbelsäule und zu Schwingungen, die durch die Muskulatur ausgeglichen werden müssen. «Für längere Wanderungen und bei grösseren Gewichten bietet es sich an, wenn man den Rucksack nach jedem Absetzen neu ausrichtet und einstellt», ergänzt Sebastian Bigdon. 

Bei kürzeren Belastungen und bei eher kleineren Gewichten, sei es hingegen ausreichend, den Hüftgurt nach dem Anschnallen auf einen guten Sitz zu kontrollieren. Beim Bepacken des Rucksacks gilt die Faustregel, dass schwere Gegenstände möglichst weit unten und möglichst nah am Rückenteil gepackt werden sollten. Je näher das Gesamtgewicht des Rucksacks am Körper ist, desto besser.

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