15.05.2018

Dauerhafte Reisewarnungen für den Gazastreifen



15. Mai 2018

Vor der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ist es beim Gazastreifen am Montag zu gewaltsamen Protesten gekommen. Palästinenser sprechen von zahlreichen Toten und über 1200 Verletzten. 

Tausende Palästinenser protestierten im Gazastreifen an mehreren Orten an der Grenze zu Israel, einige Gruppen näherten sich Steine werfend dem Grenzzaun. Israelische Soldaten mit Schusswaffen bezogen auf der anderen Seite Position.

Wichtige Nummern im Notfall

  • Notruf Polizei: 100
  • Notruf Sanität: 101
  • Informationen über die aktuelle Sicherheitslage: 1207
  • Einsatzzentrale ETI – dringende Assistance-Anfragen im Ausland: +41 58 827 22 20
  • Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (eda) Helpline: Tel. +41 800 24 7 365 oder +41 58 465 33 33

Reisewarnung
Grundsätzlich bestehen dauerhafte Reisewarnungen für den Gazastreifen, das Westjordanland und Ostjerusalem sowie für die Grenzgebiete zu Syrien und dem Libanon. Falls Sie sich derzeit dennoch im Gebiet befinden, Informieren Sie sich über Ihren Reiseveranstalter über die Entwicklung der Lage und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Laut der aktuellen Einschätzung des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), sind Reisen nach Israel mit Risiken verbunden – es wird im ganzen Land zu erhöhter Vorsicht geraten. «Im ganzen Land besteht die Gefahr von Gewaltakten wie Anschlägen und Einzelangriffen mit Fahrzeugen oder Waffen», heisst es.

Das Auswärtige Amt Berlin warnt zudem vor einem Besuch der Altstadt Jerusalems, der Altstadttore, der umliegenden Viertel und des Tempelbergs. Es werde empfohlen, ab sofort bis einschliesslich Dienstag 15. Mai 2018 «nach Möglichkeit (davon) abzusehen», in die Altstadt zu gehen, heisst es in einem Sicherheitshinweis. Tel Aviv, die bei Touristen beliebte israelische Stadt an der Mittelmeerküste, liegt lediglich 48 Kilometer von Jerusalem entfernt.

Medizinische Versorgung ist gewährleistet
Die medizinische Versorgung in Israel ist gewährleistet. Die meisten Krankenhäuser verlangen in der Regel jedoch Vorschusszahlungen, bevor sie Patienten behandeln, die nicht in Israel wohnhaft sind. Notruf Sanität (Magen David Adom): 101

Experten-Einschätzung
Nahost-Experte Marc Frings sieht trotz der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem und der Massenproteste der Palästinenser kein extremes Eskalationspotenzial. «Ich sehe nicht das Potenzial dafür, dass ein gewalttätiger Flächenbrand entsteht», sagte Frings, Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah, am Montag gegenüber ARD. Der Fokus der Proteste werde auf dem Gazastreifen liegen. «Aber das passiert nicht wegen der Botschaft, sondern weil die Menschen das Gefühl haben, ihr Schicksal selber in die Hand nehmen zu müssen.»

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