Türkei

Reich an archäologischen Überresten und prächtigen Monumenten, die vom Reichtum seiner Geschichte erzählen.

Türkei
Die Türkei bildet den Übergang von Europa nach Asien und wird vom Schwarzen Meer, vom Marmarameer, der Ägäis und dem Mittelmeer umschlossen.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Im Norden gemässigtes, im Landesinneren kontinentales, in der Ägäis und an der Südküste Mittelmeerklima. 

Beste Reisezeit: Ende April - Ende Oktober.

Währung

Landeswährung: Neue Türkische Lira - TRY

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung
Am 16. April 2017 fand in der Türkei ein landesweites Referendum über Verfassungsänderungen statt. Auch nach der Abstimmung ist in allen Teilen des Landes mit politischen Spannungen und Manifestationen durch Teile der Bevölkerung zu rechnen. Es kann zu Demonstrationen und Ausschreitungen kommen. Aufgrund der teils kritischen Berichterstattung im Ausland können Proteste gegen Ausländerinnen und Ausländer nicht ausgeschlossen werden. Lassen Sie erhöhte Wachsamkeit walten, und meiden Sie Kundgebungen jeder Art.

Am Abend des 15. Juli 2016 ist in Ankara und Istanbul ein Putschversuch verübt worden, der zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert hat. Es kam zu Gefechten zwischen Putschisten und regierungstreuen Polizei- und Armee-Einheiten. Am 20. Juli 2016 hat der türkische Präsident den Notstand ausgerufen. Dieser berechtigt die Regierung, verschiedene Einschränkungen gegen Grundrechte wie Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Ausgangssperren etc. zu verfügen. Ausserdem können während des Notstands Verhaftungen ohne gerichtliche Anordnung vorgenommen sowie Ein- oder Ausreisesperren verfügt werden.

Die innenpolitischen Spannungen und die bewaffneten Konflikte in den Nachbarländern Syrien und Irak haben Auswirkungen auf die Sicherheitslage. In den grösseren Städten und in den Grenzregionen zu Syrien kann es zu Demonstrationen und Ausschreitungen kommen. Im Südosten des Landes sind die Spannungen besonders gross und es kommt immer wieder zu Ausschreitungen und bewaffneten Zusammenstössen.

Trotz erhöhter Sicherheitsmassnahmen besteht das Risiko von Terroranschlägen jederzeit im ganzen Land. Seit dem Sommer 2015 hat die Zahl der Anschläge zugenommen. Im Südosten und Osten des Landes, aber auch in Ankara und Istanbul haben die Attentate zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert, darunter Sicherheitskräfte, Bus-Passagiere, Demonstranten und Touristen.


Spezifische regionale Risiken

  • Grenze zu Griechenland: Vereinzelte Abschnitte der Grenze zu Griechenland sind noch vermint. In der Regel sind die Minenfelder gekennzeichnet.
  • Generelle Empfehlung für den Südosten, Osten: Nach zweieinhalb Jahren Waffenstillstand, ist im Sommer 2015 der Konflikt zwischen der Regierung und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) wieder aufgeflammt. Bestehende Spannungen werden durch die Lage-Entwicklung in Syrien und Irak verstärkt. Es kommt immer wieder zu bewaffneten Zusammenstössen zwischen PKK-Kämpfern und den Sicherheitskräften. In der Regel erklärt die Regierung die Gebiete, wo bewaffnete Auseinandersetzungen stattfinden, zu Sperrzonen. Die zahlreichen Anschläge der PKK richten sich hauptsächlich gegen die Sicherheitskräfte, treffen jedoch auch Zivilpersonen. Die Sicherheitskräfte ihrerseits führen gross angelegte Operationen durch, in deren Verlauf es auch zu Risiken für anwesende Zivilpersonen kommen kann. Auch bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften kann es zu Todesopfern und Verletzten kommen. Es besteht teilweise die Gefahr von Landminen.
  • Grenzgebiete zu Syrien und Irak: Von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen in folgende Provinzen wird abgeraten: Hatay, Kilis, Gaziantep, Sanliurfa, Diyarbakir, Bingöl, Mardin, Batman, Bitlis, Siirt, Sirnak, Hakkari, Van, Agri und Igdir. Von Reisen jeder Art in die Grenzgebiete zu Syrien und Irak wird abgeraten.
  • In den übrigen Gebieten des Südostens und Ostens ist weiterhin grosse Vorsicht geboten, vor allem in den Grenzgebieten zu Iran. Von Wanderungen in diesen Gebieten wird abgeraten.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus und Hepatitis B.


Gesundheitslage
Schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Minimales Malariarisiko im Südosten Anatoliens, ausserhalb der touristischen Gebiete. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Beachten Sie die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Kleinkriminalität. In Istanbul ist bei Zufallsbekanntschaften in Bars Vorsicht geboten. Es kommt vor, dass mit Betäubungsmitteln versetzte Getränke angeboten werden, um das Opfer zu berauben. Allein reisenden Frauen wird empfohlen, auf nächtliche Reisen zu verzichten.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Das Land liegt in einer Erdbebenzone.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist eine für die Dauer des Aufenthalts gültige Schweizer Identitätskarte erforderlich. Ein seit weniger als 5 Jahren abgelaufener Schweizerpass wird ebenfalls anerkannt.
  • Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen ist ein Visum nicht erforderlich.

Am Flughafen wird bei der Abreise eine Flughafengebühr erhoben: TRY 15.-.

Versicherungen

Führerausweis und Autovermietung
Der Schweizerische Führerausweis ist anerkannt.

Mietwagen können nur von Fahrern gebucht werden, die ihren Führerschein bereits seit mindestens einem oder zwei Jahren besitzen. Das Mindestalter des Fahrers liegt - je nach Mietwagenunternehmen und Wagentyp - zwischen 21 und 25 Jahren.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ohne Zolldokumente darf ein in der Schweiz immatrikuliertes Fahrzeug höchstens für 6 Monate pro Jahr (nur ein Motorfahrzeug pro Person) vorübergehend eingeführt werden. Sie müssen jedoch ein Formular («Vehicle Entry-Exit Form») ausfüllen und es bis zum Verlassen des Landes aufbewahren.

Der Schweizerische Fahrzeugausweis ist anerkannt.

Die Haftpflichtversicherung ist für sämtliche Motorfahrzeuge (Motorräder eingeschlossen) obligatorisch. Überprüfen Sie die Geltungsdauer Ihrer Versicherungspolice für dieses Land.

Die Grüne Karte ist notwendig. Diese können Sie bei Ihrer Haftpflichtversicherung beziehen. Die Grüne Karte bescheinigt das Vorhandensein einer ausreichenden Versicherungsdeckung für das entsprechende Reiseziel.

Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land nicht erforderlich.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Tempolimiten

Km/hInnerortsAusserortsAutobahnen
Auto5090120
Auto mit Anhänger4080110
Motorrad507080
Wohnmobil508090

 

Blutalkoholgrenze

0.5‰ für private Fahrzeuge ohne Anhänger

0‰ für alle anderen Fahrzeuge

Kindersicherung

Kinder dürfen nicht auf dem Vordersitz befördert werden.

KinderVorschrift
< 3 Jahren

Angemessene Rückhaltevorrichtung

Wenn das Kind auf dem Beifahrersitz in einem rückwärtsgerichteten Schutzsystem befördert wird, muss der Beifahrerairbag deaktiviert werden.

< 1.50 m und < 36 kgAngemessene Rückhaltevorrichtung

 

Kindersitze - Babyschalen und Sitzerhöher - gelten als Rückhaltevorrichtungen. Weitere Infos: Kindersitze

Im Notfall

Notfallnummern

Bei reinem Sachschaden sollte man die Polizei benachrichtigen. Sie erstellt einen Unfallbericht, der vom türkischen Versicherungsbüro annerkannt wird. Bei sichtbaren Karrosserieschäden muss der Fahrer im Besitz eines Polizeiprotokolls sein, um das Fahrzeug ohne Probleme wieder ausführen zu können.

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen und - für Inhaber des ETI-Schutzbriefs - die Notfall Einsatzzentrale ETI in Genf.

 

Touristenpolizei 
 
Istanbul0212-527 45 03
Ankara0312-384 06 06
Izmir0232-489 05 00
Antalya0242-247 03 36
Notrufnummern
Polizei155
Ambulanz112
Feuerwehr110
Pannen0212-278 62 14
Einsatzzentrale ETI+41 58 827 22 20
Apotheke118 (Mo-Sa 8:00-19:00)

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220 V
Vorwahl: +90
Polizei: 155
Ambulanz: 112
Feuerwehr: 110
Pannen: 0212-278 62 14
Blutalkoholgrenze: 0.5‰ / 0‰
 

Mehr zum Thema

Share Funktionen:

Angebote des TCS

Social Media
Newsletter
Apps
Touring Magazin
 
Routenplaner
Verkehrsinfo
Meine Sektion