Sudan

Das Landschaftsbild ist geprägt von der Tieflandebene mit der nubischen Wüste und der Sahara im Norden.

Sudan
Der Sudan, das riesige Land, in dem der Nil entspringt, liegt am Roten Meer und grenzt an Ägypten, Libyen, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, den Südsudan, Äthiopien und Eritrea.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropisches Klima im Süden, Wüstenklima im Norden.

Beste Reisezeit: November - Januar.

Währung

Landeswährung: Sudanesischer Pfund - SDG

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Aktuelles
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Sudan wird abgeraten. Von Reisen in gewisse Landesteile wird generell abgeraten.

Am 11. April 2019 ist ein Militärputsch verübt worden. Seither haben täglich Demonstrationen stattgefunden. Am 3. und 4. Juni 2019 haben Sicherheitskräfte die Demonstrationen gewaltsam aufgelöst. Zahlreiche Personen sind dabei getötet oder verletzt worden. Das Risiko, unversehens in eine gewaltsame Auseinandersetzung zu geraten, ist hoch.

Eine weitere Verschlechterung der Lage ist möglich.

Der Zugang zum Internet sowie zu den sozialen Medien ist zeitweise unterbrochen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch die Telefonverbindungen eingeschränkt werden.

Falls Sie aus zwingenden Gründen nach Sudan reisen müssen, informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und über Ihren Reiseveranstalter über die aktuelle Lage. Meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (zum Beispiel Ausgangssperren). Beschränken Sie Reisen innerhalb des Landes auf das notwendige Minimum und klären Sie vorgängig die Sicherheitslage ab.

Im Falle von Unruhen, Strassensperren und Streiks ist die Bewegungsfreiheit des Personals der Schweizer Botschaft eingeschränkt. Die Schweiz hat folglich unter Umständen nur begrenzte oder gar keine Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen oder zur Unterstützung der Ausreise.

Mehrere Fluggesellschaften haben ihre Flüge nach Sudan eingestellt. Auskunft über die internationalen und nationalen Flugverbindungen erteilen die Fluggesellschaften.

Grundsätzliche Einschätzung
Reisen in den Sudan sind mit Risiken verbunden. Die Lage ist in vielen Teilen des Landes angespannt. 

Am 22. Februar 2019 hat der sudanesische Präsident die Regierung aufgelöst und den landesweiten Ausnahmezustand ausgerufen. Der Ausnahmezustand berechtigt die Behörden unter anderem, Hausdurchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl vorzunehmen, die Versammlungs- oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken und Ausgangssperren zu verhängen.

Es muss vermehrt mit Demonstrationen und Ausschreitungen gerechnet werden.

Wegen Engpässen bei der Versorgung mit Treibstoffen und Lebensmitteln kommt es seit Dezember 2018 in verschiedenen Städten immer wieder zu Unruhen und Streiks. Ausschreitungen und Zusammenstösse zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften, bei denen auch Schusswaffen eingesetzt werden, fordern immer wieder Todesopfer und Verletzte. Mit weiteren Ereignissen dieser Art muss gerechnet werden.

In einigen Landesteilen finden bewaffnete Konflikte statt. In mehreren Landesteilen besteht die Gefahr von Landminen und Blindgängern.

Nach einem mehr als 21 Jahre dauernden Bürgerkrieg wurde das Land getrennt. Am 9. Juli 2011 ist im Süden ein neuer Staat entstanden.

Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und über Ihre Reiseagentur über die aktuelle Lage. Meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art, und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.


Spezifische regionale Risiken

  • Süden: Von Reisen in die Provinzen Südkordofan, Blue Nile und in die Region Abyei (Abyei Administrative Area) wird abgeraten. Meiden Sie auch das gesamte Grenzgebiet zwischen Sudan- und Südsudan grossräumig.
  • Darfur und Nordkordofan: Von Reisen nach Nord-, West- und Süd-Darfur sowie nach Nordkordofan wird abgeraten.
  • Osten (Gedaref, Kassala, Red Sea): Lassen Sie in dieser Region weiterhin Vorsicht walten. Ausserdem besteht die Gefahr von Landminen. Halten Sie sich deshalb strikt an die häufig befahrenen Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.
  • Grenzgebiet zu Eritrea: Im Grenzgebiet zu Eritrea sind Schmuggler aktiv (Menschen- und Warenschmuggel). Die Situation ist gespannt. Von Reisen ins Grenzgebiet zu Eritrea wird abgeraten. 
  • Grenzgebiete zu Ägypten und Libyen: In den Grenzgebieten zu Ägypten und Libyen sind Banditen und Schmuggler aktiv. Das Entführungsrisiko ist hoch. Von Touren ins Dreiländereck Ägypten-Libyen-Sudan, einschliesslich Gabal Uwainat, wird abgeraten. Meiden Sie das gesamte Grenzgebiet zu Ägypten und Libyen grossräumig.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Ausserhalb von Khartoum und Port-Sudan ist die medizinische Grundversorgung nicht immer gewährleistet. Krankenhäuser verlangen eine Vorschusszahlung in bar, bevor sie Patienten behandeln. Ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen müssen im Ausland (Europa) behandelt werden.


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B, Meningokokken-Erkrankungen und Tollwut.

Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben, ausser für  Reisen, die sich auf die  Sahara begrenzen.


Gesundheitslage
Es existiert, je nach Gebiet, ein Malariarisiko. Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Beachten Sie die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Kleinkriminalität.

Lassen Sie besonders auf Flughäfen, Busstationen und Märkten Vorsicht walten.

Seien Sie nachts möglichst nicht unterwegs.

Erkundigen Sie sich in den Städten bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, besonders ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.

 

Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • Entführungen mit Lösegeldforderungen können im ganzen Land nicht ausgeschlossen werden.

 

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Heftige Regenfälle zwischen Juni und September sowie sporadische Sandstürme im Mai und Juni können zu kurzfristigen Problemen und Behinderungen des (Flug-)Verkehrs führen.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Ein Visum ist ebenfalls erforderlich.

Es werden keine Flughafengebühren erhoben.

Fahrzeugdokumente

Führerausweis und Autovermietung
Der internationale Führerausweis ist obligatorisch. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land obligatorisch.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen

 

Notrufnummern
Polizei744 61 oder 999

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220/240 V
Vorwahl: +249
Polizei: 744 61 oder 999
 

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