Aethiopien

Vielseitige Landschaften: Von hohen Gebirgen, über Seen bis zu Wüsten.

Aethiopien
Äthiopien, das sich zusammen mit Somalia am Horn von Afrika befindet, ist umgeben von Eritrea, Dschibuti, Sudan, Süd-Sudan, Kenia und Somalia.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropisches Klima mit zwei Regenzeiten. Angenehmes Klima dank Höhenlage.

Beste Reisezeit: Mitte September bis Mai.

Währung

Landeswährung: Birr - ETB

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Aktuelles
Vom 23. bis 24. Oktober 2019 sind in Addis Abeba sowie in den Regionen Oromia, Harar und Dire Dawa Unruhen ausgebrochen. Zusammenstösse zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften haben mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert. Auf verschiedenen Hauptstrassen haben Demonstranten Strassenblockaden errichtet. Weitere Ereignissen dieser Art sind nicht ausgeschlossen.

Lassen Sie grösste Vorsicht walten, meiden Sie Demonstrationen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Im Zusammenhang mit Unabhängigkeitsbestrebungen im Sidama-Distrikt (Region Southern Nations, Nationalities and Peoples SNNPR) ist es im Sommer 2019 zu Unruhen, Brandstiftung und Plünderungen gekommen. Besonders betroffen waren die regionale Hauptstadt Hawassa und die umliegenden Gegenden. Weitere Ereignissen dieser Art sind nicht ausgeschlossen.
Bei Reisen in die Region SNNPR ist eine besonders umsichtige Vorbereitung und erhöhte Vorsicht geboten.

Grundsätzliche Einschätzung
Bei Reisen nach Äthiopien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Bei Reisen nach Äthiopien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Planen Sie Ihre Reise durch einen lokal gut vernetzten Reiseveranstalter oder eine andere lokale Vertrauensperson und lassen Sie sich durch einen lokalen Reiseführer oder Ihre lokale Vertrauensperson begleiten. Vergewissern Sie sich, dass diese die Sicherheitslage kurzfristig abgeklärt hat.

Äthiopien befindet sich in einer politischen Übergangsphase mit grossen Herausforderungen. Im ganzen Land bestehen politische, ethnische und soziale Spannungen. Sie können sich teilweise ohne grosse Vorwarnung in lokalen, gewaltsamen Zusammenstössen entladen. Die Sicherheitslage kann sich deshalb in einzelnen Regionen rasch verändern.

Bei Demonstrationen und gelegentlichen Streiks besteht das Risiko von Strassenblockaden, Ausschreitungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Solche Ereignisse haben wiederholt Todesopfer und Verletzte gefordert.

Bei Unruhen können die Behörden kurzfristig Ausgangssperren über die betroffenen Gebiete verhängen, Strassensperren errichten und vermehrt Kontrollen durchführen.

Strassenblockaden können zu Behinderungen des Reiseverkehrs führen. In solchen Fällen bleibt den Reisenden nichts Anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizer Botschaft in Addis Abeba hat bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.

Das Risiko von Anschlägen besteht im ganzen Land. Am 22. Juni 2019 kam es in Bahir Dar zu einem Anschlag auf die Lokalregierung der Amhara-Region und in Addis Abeba zu einem Anschlag auf den Stabschef der äthiopischen Armee.

Lassen Sie Vorsicht walten, besonders an öffentlichen Orten wie Märkten, Busbahnhöfen, Kirchen, in der Umgebung von diplomatischen Vertretungen und Regierungsgebäuden, an Veranstaltungen und an sämtlichen von Ausländern häufig frequentierten Orten wie Einkaufszentren, Restaurants etc.

Meiden Sie im ganzen Land Demonstrationen und Massenveranstaltungen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt. Tragen Sie immer Ihren Pass auf sich, um sich bei den häufigen Kontrollen ausweisen zu können.

Spezifische regionale Risiken

  • Regionen Oromia, Harar, Dire Dawa und Amhara: Die Lage in diesen Regionen ist gespannt. In diesen Regionen kommt es immer wieder zu regionalen Unruhen und gewalttätigen Zusammenstössen zwischen verschiedenen Volksgruppen und Sicherheitskräften; sie fordern häufig Todesopfer und Verletzte. Vereinzelt wurden Anschläge gegen Hotels und andere Ziele verübt. Dabei sind mehrere Personen getötet oder verletzt worden. Von Unruhen und Anschlägen betroffen waren unter anderem die Touristenorte um den Langano-See sowie Gondar, Bahir Dar und Debre Zeit (Bishoftu).
    In der Grenzregion zwischen den Regionen Oromia und Benishangul Gumuz kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen.
    In ländlichen Gebieten haben bewaffnete Überfälle auf Fahrzeuge wiederholt Todesopfer gefordert.
    Lassen Sie bei Reisen in die Regionen Oromia, Harar, Dire Dawa und Amhara grösste Vorsicht walten.
  • Grenzgebiet zu Eritrea (einschliesslich Afar-Region): Von Reisen ins Grenzgebiet zu Eritrea wird abgeraten, einschliesslich die nördliche Afar-Region samt Danakil-Ebene.
  • Grenzgebiete zu Kenia, Sudan und Südsudan: In diesen Gebieten sind bewaffnete Oppositionsgruppen und Banditen aktiv und es bestehen Konflikte zwischen verfeindeten Ethnien. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Rebellengruppen sowie zwischen verfeindeten Stämmen sind Ende 2018 im Grenzgebiet zu Kenia zahlreiche Personen getötet oder verletzt worden. Unter anderem kam es zu einer Schiesserei in einem Hotel in Moyale.
    Auch in der Region Gambella bestehen ethnische Spannungen, die zeitweise zu gewaltsamen Konflikten führen. Die ehemaligen Kampfzonen entlang der sudanesischen Grenzen sind teilweise vermint. Meiden Sie die Grenzgebiete zu Kenia, Sudan und Südsudan grossräumig, inkl. Region Gambella.
  • Region Somali: Die Sicherheitslage ist in diesem Landesteil volatil. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten sowie zwischen verfeindeten Stämmen können vorkommen. Auch besteht das Risiko von Anschlägen, die durch Rebellengruppen aus Eritrea und Somalia verübt werden. Zudem besteht Minengefahr und das Risiko von Entführungen. Von Reisen in das Gebiet südlich des 9. Breiten- und östlich des 42. Längengrades wird abgeraten.
  • Region SNNPR (Southern Nations, Nationalities and Peoples): In dieser Region bestehen ethnische Spannungen, die aus geringem Anlass zu lokalen Gewalttaten führen können. Zum Beispiel sind im Juli 2019 bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften zahlreiche Personen getötet oder verletzt worden.
    Die Kriminalitätsrate in der Region SNNPR ist hoch.
    Lassen Sie bei Reisen in die Region SNNPR grösste Vorsicht walten und reisen Sie in Gruppen von mehreren Fahrzeugen.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Die medizinische Versorgung ist selbst in Addis Abeba nur beschränkt gewährleistet. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Vorschusszahlung). Ernsthafte Krankheiten und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland behandelt.


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B, Meningokokken-Erkankungen und Tollwut.

Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Kinder unter 1 Jahr sind von dieser Verpflichtung befreit. Bei Aufenthalten ausserhalb der grossen Städte wird allen Reisenden über 9 Monaten empfohlen, sich gegen das Gelbfieber zu impfen.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. In Gebieten unter 2'200 m besteht ein Malariarisiko. In Addis Abeba besteht kein Malariarisiko. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Infolge der verbreiteten Armut und der hohen Arbeitslosigkeit hat die Kleinkriminalität in den Städten zugenommen. Auch bewaffnete Raubüberfälle kommen vor. Beachten Sie, nebst den üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Entreiss- und andere Diebstähle.

 

Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • Ziehen Sie individuelle Taxis den öffentlichen Transportmitteln und den Sammeltaxis (Minibussen) vor.
  • Verzichten Sie nach Einbruch der Dunkelheit auf Überlandfahrten, denn es besteht die Gefahr von Banditenüberfällen.
  • Seien Sie in Addis Abeba Sie nachts nicht alleine und ausschliesslich im Auto resp. im Taxi unterwegs.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Saisonbedingte Waldbrände kommen landesweit immer wieder vor.

Äthiopien zählt mehrere Vulkane. Der Erta Ale in der Afar-Region gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. In diesem Gebiet kommen Erdbeben besonders häufig vor, sind jedoch auch in den anderen Landesteilen möglich.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Es muss ein elektronisches Visum unter folgendem Link beantragt werden: www.evisa.gov.et

Es werden keine Flughafengebühren erhoben.

Fahrzeugdokumente

Führerausweis und Autovermietung
Der internationale Führerausweis ist obligatorisch. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen muss der Fahrer mindestens 25 Jahre und maximal 70 Jahre alt sein.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land empfohlen.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220 V
Vorwahl: +251
 

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