Aegypten

Angrenzende Länder sind Libyen, Sudan und Israel.

Aegypten
Ägypten erstreckt sich vom Nordosten Afrikas (Mittelmeer) bis zur Halbinsel Sinai (Rotes Meer), die zu Asien gehört.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Mittelmeerklima an der Küste mit einigen Niederschlägen im Winter, sonst trockenes Wüstenklima im übrigen Land. Die Sommer sind im Norden sehr heiss und wegen der hohen Feuchtigkeit schwül. Die Hitzeperioden im Süden sind aufgrund der trockenen Luft erträglich.

Beste Reisezeit: Oktober - Mai.

Währung

Landeswährung: Ägyptisches Pfund - EGP

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung
Trotz erhöhter Sicherheitsmassnahmen besteht das Risiko von Terroranschlägen jederzeit im ganzen Land, dies schliesst auch die Badeorte mit ein. Mögliche Ziele sind sowohl Sicherheitskräfte, religiöse Minderheiten, als auch touristische Einrichtungen und Verkehrsmittel. Wiederholt sind Anschläge verübt worden, bei denen auch Touristen starben oder verletzt wurden.

Beispiele von Anschlägen:

  • Am 14. Juli 2017 sind bei einem Messerangriff am Strand eines Hotels in Hurghada zwei Personen getötet und vier verletzt worden.

  • Am 9. April 2017 forderten zwei Bombenanschläge auf koptische Kirchen in Tanta und Alexandria über 40 Tote und über 100 Verletzte. Der ägyptische Präsident hat daraufhin den Notstand im ganzen Land ausgerufen.

Lassen Sie Vorsicht walten, besonders an öffentlichen Plätzen wie Busbahnhöfen, Metrostationen und Märkten sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden, Polizeistationen, Militäreinrichtungen und Museen oder anderen touristischen Sehenswürdigkeiten.

Trotz einer oberflächlichen Stabilisierung bleibt die politische Situation gespannt. Grosse wirtschaftliche und soziale Probleme sind ungelöst, z.B. die hohe Arbeitslosigkeit, steigende Inflation und Versorgungsengpässe. Es kommt vor allem in den grossen Städten immer wieder zu kleineren Demonstrationen und Zusammenstössen mit den Sicherheitskräften, die Verletzte und Todesopfer fordern.

Meiden Sie Demonstrationen und grosse Menschenansammlungen jeder Art und befolgen Sie die Empfehlungen Ihrer Reiseleitung sowie die Anweisungen der ägyptischen Sicherheitsbehörden (Absperrungen, Ausgangssperren etc.).


Spezifische regionale Risiken

  • Westliche Wüste: In der westlichen Wüste sind Schmuggler und terroristische Gruppierungen aktiv, die von den Sicherheitskräften verfolgt und bekämpft werden. Am 13. September 2015 fiel eine Touristengruppe einem irrtümlichen Angriff der Armee zum Opfer. Am Tag dazu wurde ein Ägypter von Terroristen umgebracht. Es besteht weiterhin das Risiko, dass unbeteiligte Personen durch Konfrontationen zwischen den Sicherheitskräften und kriminellen/ terroristischen Gruppierungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ausserdem besteht das Risiko von terroristischen Akten; auch Entführungen können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Der Zugang zu den Wüstengebieten ist bewilligungspflichtig und wird durch die ägyptischen Sicherheitskräfte kontrolliert. Zeitweise verbieten sie Ausländern Fahrten in die Wüste. Erkundigen Sie sich bei den lokalen Behörden über die Durchführbarkeit von Reisen. Trotz Begleitung durch einen erfahrenen lokalen Reiseführer und vorgängige Erkundigungen bei den lokalen Behörden, kann eine stark erhöhte Gefährdung nicht ausgeschlossen werden.
  • Sinai: Auf der Sinai-Halbinsel sind in den vergangenen Jahren mehrere Anschläge verübt worden. Die Sicherheitslage im Norden und Inneren der Sinai-Halbinsel und im Grenzgebiet zum Gazastreifen ist äusserst instabil. Es finden regelmässig Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und bewaffneten Banden statt. Weitere Terrorakte im Nordsinai sind wahrscheinlich. Im Inneren des Sinai besteht auch das Risiko von Entführungen. Von Reisen in den Norden und das Innere der Sinai-Halbinsel sowie ins Grenzgebiet zum Gazastreifen wird abgeraten. Reisende müssen sich bewusst sein, dass das Risiko von terroristischen Akten auch in den Badeorten im südlichen Sinai und auf den Zufahrtstrassen zu den Badeorten weiterhin besteht; dies gilt insbesondere auch für die Strassenverbindung von Kairo nach Sharm-el-Sheik. Am 16. Februar 2014 wurden bei einem Anschlag auf einen Ausflugsbus bei Taba der Fahrer und mehrere Touristen getötet. Von Ausflügen ausserhalb der Badeorte wird abgeraten, dies schliesst auch das Katharinenkloster mit ein.
  • Südwesten des Landes und Grenzgebiet zu Sudan und Libyen: Im Grenzgebiet zum Sudan und Libyen sind Banditen und Schmuggler aktiv. In der Sahara und den angrenzenden Gebieten besteht ein hohes Risiko von Entführungen. Von Reisen ins Dreiländereck Ägypten-Libyen-Sudan, einschliesslich Gilf el-Kebir und Gabal Uwainat, wird abgeraten.
  • Minenfelder: Informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder bei der Bevölkerung und lassen Sie grösste Vorsicht walten.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Ausserhalb von Kairo, Alexandria und den bekannten Touristenorten ist die medizinische Versorgung unzureichend. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen.


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B und Tollwut.

Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Diese ist ebenfalls obligatorisch für Reisende aus Sudan ohne gültigen Impfausweis oder offizielle sudanesische Bescheinigung, welche bestätigt, dass sie sich in den letzten 6 Tagen nicht unterhalb von 15°N aufeghalten haben. Kinder unter 1 Jahr sind von dieser Verpflichtung befreit. Reisende ohne gültigen Impfausweis gegen Gelbfieber werden unter Quarantäne gestellt.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche bei einem Aufenthalt in der Region von El Faiyum von Juni bis Oktober. Jedoch ist das Malariarisiko sehr gering. Es besteht ebenfalls ein sehr geringes Risiko von Vogelgrippe. Es wird empfohlen, den Kontakt zu Geflügel und Wasservögel zu vermeiden. Konsumieren Sie nur gut gekochtes Geflügel und Eier und waschen Sie sich regelmässig die Hände.  Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig.  Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Wegen der sozialen und wirtschaftlichen Probleme nimmt die Kriminalität zu, insbesondere in Kairo und anderen grossen Städten. Auch wenn die Gefahr von Gewaltverbrechen gegen Ausländer relativ gering ist, kann dieses Risiko für Touristen nicht ausgeschlossen werden. Im Zusammenhang mit Meldungen über Sexualdelikte wird speziell Frauen zu Vorsicht und Zurückhaltung geraten.

Seien Sie nachts und in den Grossstädten besonders vorsichtig und erkundigen Sie sich bei Geschäftspartnern, bei der lokalen Reiseleitung oder im Hotel ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Ägypten liegt in einem Erdbebengebiet.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein bis mindestens 6 Monate nach Einreisedatum gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Ein Visum ist erforderlich und für Aufenthalte bis zu 30 Tagen bei Ankunft erhältlich. Kostenpunkt: USD 15.-.
    Elektronisches Visum: https://visa2egypt.go

Es werden keine Flughafengebühren erhoben.

Versicherungen

Führerausweis und Autovermietung
Der internationale Führerausweis ist obligatorisch. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen liegt das Mindestalter des Fahrers - je nach Mietwagenunternehmen und Wagentyp - zwischen 21 und 25 Jahren.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land obligatorisch.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Tempolimiten

km/hInnerortsAusserortsWüstenstrassen
Auto6060 - 90100
Anhänger-5050
Moto6060-90100

Kindersicherung

Sicherheitsgurt obligatorisch

Kinder unter 7 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz befördert werden.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen und - für Inhaber des ETI-Schutzbriefs - die Notfall Einsatzzentrale ETI in Genf.

Notrufnummern
Polizei122
Ambulanz123
Feuerwehr180

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220 V
Vorwahl: +20
Polizei: 122
Ambulanz: 123
Feuerwehr: 180
 

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