Kenia

Vor der Küste formen Korallenriffe seichte Lagunen, die zum Baden und Tauchen einladen.

Kenia
Mit vielen Nationalparks und Naturreservaten, die hinsichtlich der Artenvielfalt ihresgleichen suchen, liegt Kenia in Ostafrika am Indischen Ozean.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropisches Klima entlang der Küste, Halbwüstenklima im Landesinnern.

Beste Reisezeit: Januar - Februar und Juli - Oktober für den Besuch der Wildtierreservate.

Währung

Landeswährung: Kenianischer Shilling - KES

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung

Im ganzen Land bestehen latente politische Spannungen. Sie können aus geringfügigem Anlass zu Demonstrationen, Strassenblockaden und Gewalttaten führen.

Sporadische Streiks können Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs verursachen.

In einzelnen Landesteilen sowie in den Städten können Spannungen mit lokalpolitischen oder sozialen Hintergründen auftreten und zu lokal begrenzten Unruhen und Gewaltausbrüche führen.

Im ganzen Land besteht das Risiko von terroristischen Akten. Zum Beispiel hat ein terroristischer Überfall auf ein Geschäftszentrum/Hotel im Stadtzentrum von Nairobi am 15. Januar 2019 mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert. Am 2. August 2017 sind bei einem bewaffneten Überfall auf einen Bus in Witu (Lamu County) mehrere Personen getötet oder verletzt worden.

Lassen Sie Vorsicht walten, besonders auf öffentlichen Plätzen wie Märkten, Busbahnhöfen, Kirchen, in der Umgebung von diplomatischen Vertretungen und Regierungsgebäuden, an Veranstaltungen und an von Ausländern besuchten Orten wie modernen Einkaufszentren.

Im Grenzgebiet zu Somalia besteht ein hohes Entführungsrisiko. Es kann aber auch in anderen Landesteilen nicht gänzlich ausgeschlossen werden, wie die Entführung einer italienischen Hilfswerkmitarbeiterin im November 2018 in Chakama (Kilifi County) gezeigt hat. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien oder über Ihren Reiseveranstalter über die Entwicklung der Lage. Lassen Sie sich bei Überlandreisen von einer vertrauenswürdigen Person begleiten, die mit den lokalen Verhältnissen vertraut ist. Meiden Sie Demonstrationen jeder Art, denn Ausschreitungen sind möglich. Befolgen Sie die Anweisungen der kenianischen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und der lokalen Reiseleitung.


Spezifische regionale Risiken

  • Mombasa County: In Mombasa flammen immer wieder Unruhen auf, vor allem nach Gewalttaten, die religiös motiviert sind oder als solche wahrgenommen werden, z.B. nach der Ermordung von religiösen Persönlichkeiten oder Überfällen auf Kirchen und Moscheen. Am meisten davon betroffen sind die Altstadt auf Mombasa Island und der Stadtteil Kisauni. Wiederholt kam es in Mombasa zu Anschlägen, deren Hintergründe unklar blieben. Die Kriminalitätsrate ist in der Altstadt von Mombasa nachts besonders hoch.
    Lassen Sie auf den Transferstrecken vom und zum Flughafen, in der Altstadt von Mombasa sowie in den Badeorten an der Küste erhöhte Vorsicht walten. Befolgen Sie die Anweisungen der kenianischen Sicherheitskräfte und die Empfehlungen der Reiseleitung oder des Hotels, insbesondere wenn Sie unbegleitete Ausflüge ausserhalb der Hotelanlage unternehmen möchten. Meiden Sie Demonstrationen und grosse Menschenansammlungen jeder Art.
  • Ländliche Gebiete:Hauptsächlich in abgelegenen Gebieten führen Auseinandersetzungen um Weiderechte und traditionellen Stammesangelegenheiten sporadisch zu lokalen, gewaltsamen Konflikten zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen. Sie haben in den vergangenen Jahren wiederholt Todesopfer gefordert.
    Vor allem im Laikipia County kommen Einfälle von Hirten in Farmen und in private Arten- und Naturschutzgebiete (conservancies) vor. Dabei sind gewaltsame Auseinandersetzungen sowie Sachbeschädigungen möglich. Zum Beispiel wurde am 5. März 2017 ein westlicher Farmbesitzer ermordet. Am 23. April 2017 wurde eine westliche Naturschützerin auf ihrer Farm angeschossen.
    Lassen Sie sich bei Reisen in ländliche Gebiete von einer vertrauenswürdigen Person begleiten, die mit den lokalen Verhältnissen vertraut ist.
  • Grenzregionen zu Somalia: Der bewaffnete Konflikt in Somalia wirkt sich auf die Sicherheitslage in den angrenzenden Counties aus. Es werden immer wieder Anschläge verübt. Wiederholt sind Personen getötet oder verletzt worden, wenn ihr Fahrzeug auf einen Sprengsatz fuhr, zum Beispiel im Juni 2019 im Garissa County oder im Dezember 2018 im Lamu County. Im August 2017 sind bei einem bewaffneten Überfall auf einen Bus in Witu (Lamu County) mehrere Personen getötet oder verletzt worden.
    Es besteht die Gefahr von Überfällen und ein hohes Risiko von Entführungen durch Terroristen. In der Vergangenheit sind mehrere Personen entführt und nach Somalia verschleppt worden. Im April 2019 wurden zwei kubanische Ärzte in Mandera entführt; der sie begleitende Polizist wurde getötet.
  • Von Reisen in den Nordosten (Counties Garissa, Wajir, Mandera) wird abgeraten. Es wird auch abgeraten von Aufenthalten im Küstenstreifen zwischen der somalischen Grenze und dem Tana River Delta, einschliesslich Lamu.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Mit Ausnahme der bekannten Touristendestinationen sowie von Nairobi und Mombasa ist die medizinische Versorgung beschränkt. Wählen Sie wenn möglich private Krankenhäuser; sie sind in der Regel besser ausgerüstet als die staatlichen. Krankenhäuser verlangen eine Vorauszahlung, bevor sie Patienten behandeln.


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus. Bei Aufenthalten ausserhalb der grossen Städte wird allen Reisenden über 9 Monaten empfohlen, sich gegen das Gelbfieber zu impfen.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B, Meningokokken-Erkankungen und Tollwut.

Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Ein sehr hohes Malariarisiko besteht in den Regionen unterhalb von 2’500m. In den Regionen über 2'500m und in Nairobi ist das Malariarisko geringer. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Das Hauptrisiko, insbesondere für Alleinreisende, liegt in der weit verbreiteten Gewaltkriminalität. Es kommt vor, dass Diebe sich als Polizisten ausgeben. Auf Überlandstrecken im ganzen Land besteht besonders nach Einbruch der Dunkelheit die Gefahr von Überfällen durch bewaffnete Strassenräuber. Sexualdelikte werden ebenfalls gemeldet. In den Städten sind Diebstähle von Autos unter Androhung/Anwendung von Gewalt und Raubüberfälle häufig, vor allem nachts. Einbrüche und Überfälle in Ferienhäuser, besonders entlang der Küste, haben zugenommen. Es sind wiederholt ausländische Staatsangehörige ermordet worden, darunter auch Schweizer Staatsangehörige.

Im indischen Ozean und auch in den kenianischen Gewässern ist es in der Vergangenheit zu Piratenüberfällen gekommen. 

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Kenia liegt in einer Erdbebenzone.
Sollte sich während Ihres Aufenthalts ein grösseres Erdbeben ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizer Botschaft in Nairobi.

Lassen Sie sich bei Wanderungen und Trekking-Touren von einem erfahrenen, lokalen Reiseleiter begleiten, in den Nationalparks von einem Parkwächter.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein bis mindestens 6 Monate nach Einreisedatum gültiger Schweizerpass erforderlich. Bei einem beschädigten Reisepass oder anderen beschädigten Reisedokumenten kann die Einreise verweigert werden.
  • Bei Ankunft ist für Aufenthalte bis zu 3 Monaten ein Visum zu beziehen und kostet USD 50.- (oder der Gegenwert in EUR bzw. GBP). Erhältlich ist das Visum nur, wenn der Reisepass für die Validierung mindestens noch eine leere Seite enthält. Die Aufenthaltsdauer kann für 3 zusätzliche Monate verlängert werden.
    Es muss ein elektronisches Visum unter folgendem Link beantragt werden: www.ecitizen.go.ke
    Bearbeitungsdauer circa 7 Tage.

Seit Januar 2014 ist ein einziges und gemeinsames Visum für die 3 folgenden Länder Ostafrikas erhältlich: Kenia, Ruanda und Uganda.

Vorzuweisen sind das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise, die gültigen Papiere zur Reisefortsetzung ins nächste Land sowie ein Beleg für ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts (mindestens USD 500.-). Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Es werden keine Flughafengebühren erhoben.

Fahrzeugdokumente

Führerausweis und Autovermietung
Der Schweizerische Führerausweis ist während 90 Tage anerkannt. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich noch vor der Abfahrt einen internationalen Führerausweis zu besorgen. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis (für Mietwagen muss der Fahrer seit mindestens 2 Jahre im Besitz des Führerausweises sein) und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen muss der Fahrer mindestens 23 Jahre alt sein.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeuges
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land obligatorisch.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Linksverkehr.

Tempolimiten

  • Innerorts: 60 km/h
  • Ausserorts: 100 km/h

Blutalkoholgrenze

0.8‰

Kindersicherung

Keine Vorschriften bezüglich Kindersicherung.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen und - für Inhaber des ETI-Schutzbriefs - die Notfall Einsatzzentrale ETI in Genf.

Notrufnummern
Polizei999
Ambulanz999
Feuerwehr999
Pannen020-82 50 67
Einsatzzentrale ETI000 41 58 827 22 20

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220/240 V
Vorwahl: +254
Polizei: 999
Ambulanz: 999
Feuerwehr: 999
Pannen: 020-82 50 67
Blutalkoholgrenze: 0.8‰
 

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