Indonesien

Die Vielfalt des Landes macht alle Formen des Tourismus möglich: grosse Reisfelder, beeindruckende Vulkane und Paradiesinseln.

Indonesien
Zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean bildet Indonesien unterhalb des Äquators eine Inselgruppe von über 17’500 Inseln.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Tropisches Klima mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit (90 %).

Beste Reisezeit: Mai - September. Regenzeit von Dezember bis März.

Java: April bis Oktober bleibt es hier trocken, sonnig und angenehm warm. Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und September. November bis März ist Regenzeit.

Sumatra: An der Westküste und im gebirgigen Hinterland macht man am besten im Mai bis September Ferien. Da es in Sumatra keine Trockenzeit gibt, muss das ganze Jahr über mit Regenfällen gerechnet werden. Die Hauptregenzeit ist jedoch Oktober bis Mitte April.

Sulawesi: Gut reisen lässt es sich im Landesinneren in Süd-Sulawesi im April bis November. In den Berggebieten regnet es das ganze Jahr über. In den Osten und Südosten fliegt man am besten von Juli bis Dezember. In den Nordosten im August bis Januar. Ende November bis März ist Hauptregenzeit.

Kalimantan: Die Monate Juli bis September bieten sich für Reisen an. November bis Mai ist Hauptregenzeit.

Irian-Java: Juni bis Oktober ist es hier zum Reisen günstig, im äussersten Nordwesten von November bis Februar. Weniger günstig ist es von November bis Mai. Aber: In dieser Region verteilt sich der Regen gleichmässiger übers Jahr als in anderen Gebieten Indonesiens.

Molukken: Von September bis April lässt es sich hier gut reisen. Mai bis August kommt es hier immer wieder zu starken Regenfällen. Im Norden fällt von Dezember bis Januar am meisten Regen.    

Bali: Bali ist das ganze Jahr über tropisch feuchtwarm. Die Sonne scheint fast täglich. Die beste Reisezeit mit besonders viel Sonne und wenig Niederschlag ist von April bis Oktober.

Währung

Landeswährung: Indonesische Rupiah - IDR

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung
Die politische Lage im Land ist grundsätzlich ruhig und stabil. Jedoch können separatistische Bewegungen und ethnisch-religiös motivierte Spannungen die Sicherheit in einzelnen Regionen gefährden.

Trotz erhöhter Sicherheitsmassnahmen besteht das Risiko von terroristischen Akten im ganzen Land.

Die indonesischen Behörden haben die Sicherheitsmassnahmen bei strategischen Einrichtungen und besonders auch in den Flughäfen und Touristenorten verschärft. Bei der Aushebung von Terrorzellen durch die Sicherheitskräfte haben Schusswechsel wiederholt Todesopfer und Verletzte gefordert. Die muslimischen Massenorganisationen Indonesiens unterstützen die Regierung in ihrem Kampf gegen den Terrorismus.

 


Spezifische regionale Risiken

  • Aceh (Insel Sumatra): Während mehr als 20 Jahren bestand ein blutiger Konflikt zwischen der Unabhängigkeitsbewegung GAM (Free Aceh Movement) und der indonesischen Regierung. Am 15.08.2005 ist er durch ein Friedensabkommen beendet worden. Seither hat sich die Lage in der Provinz beruhigt. Ethnisch-religiös motivierte Spannungen können sich vereinzelt in gewaltsamen Konfrontationen entladen. Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten. In Aceh wird islamisches Recht (Scharia) streng angewandt. Beispielsweise können aussereheliche Beziehungen und gleichgeschlechtliche Handlungen mit bis zu 100 Stockhieben bestraft werden.
  • Papua und West Papua: Stammeskonflikte und politische Spannungen zwischen der Unabhängigkeitsbewegung und der Zentralregierung entladen sich vereinzelt in gewaltsamen Konfrontationen, die sich teilweise gegen Bergbaufirmen richten. Diese Konflikte haben seit Dezember 2018 zugenommen und fordern immer wieder Todesopfer und Verletzte. Seit Mitte August 2019 ist es in mehreren Städten wiederholt zu Demonstrationen, lokalen Unruhen und Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften gekommen, teilweise mit Todesfolge.
    Zeitweise und je nach der aktuellen Sicherheitslage benötigen Reisende eine Sondergenehmigung des Polizeihauptquartiers in Jakarta oder Jayapura. Erkundigen Sie sich direkt bei diesen Stellen, ob Sie für Ihre Reise eine Genehmigung benötigen.
    Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Sicherheitslage. Lassen Sie besondere Vorsicht walten und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden.
  • Zentral-Sulawesi: In der Region um Poso bestehen ethnisch-religiöse Spannungen. Seit dem Herbst 2012 sind vermehrt gewalttätige Konfrontationen zu verzeichnen.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

 

Schliessung der Insel Komodo aufgehoben
Die indonesischen Behörden haben die Schliessung der Insel Komodo aufgehoben, die per Januar 2020 während eines Jahres hätte gelten sollen. Die Population der Komodowarane ist trotz der Touristenbesuche stabil geblieben. Wer die Insel jedoch im Jahr 2020 besuchen will, muss 1'000 Dollar zahlen. Wer es sich jedoch nicht leisten kann, wird die Drachen auf der Insel Rinca sehen können, wo die Preise für Eintrittskarten unverändert und erschwinglich bleiben.

Impfungen & Gesundheit

Infrastrukturen
Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nur beschränkt gewährleistet. Ernsthafte Krankheiten und Verletzungen sollten wenn möglich im Ausland (zum Beispiel Singapur oder Europa) behandelt werden. Mit Ausnahme von Bali können Personen mit einem negativen Rhesusfaktor unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Hepatitis A, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B, Japanische Enzephalitis und Tollwut.

Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche fast im ganzen Land, insbesondere in Papua (ehem. Irian Jaya) und den Inseln östlich von Bali: Flores, Lombok, Westtimor,…. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Es besteht auch ein geringes Vogelgrippe-Risiko. Es wird empfohlen, den Kontakt mit Geflügel und Wasservögeln zu vermeiden, nur gut gekochtes Geflügelfleisch und Eier zu essen und sich regelmässig die Hände zu waschen.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Kleinkriminalität ist verbreitet und nimmt mitunter auch gewalttätige Züge an. Auch Sexualdelikte sind zu verzeichnen. 

In den indonesischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen. Die Gefahr besteht vor allem in den Strassen von Malakka und von Makassar sowie in der Celebessee.


Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • Benützen Sie Geldautomaten (ATM) in Banken und Einkaufszentren ausschliesslich tagsüber.
  • Hüten Sie sich vor Falschspielern, die versuchen, Touristen zu erpressen und um ihr Geld zu bringen. Da Glücksspiele verboten sind (auch in Privatwohnungen), machen sich auch die Geschädigten strafbar.
  • Auf Bali ist bei Time-Sharing-Verträgen grösste Vorsicht geboten. Mehrere Interessenten wurden um ihre Anzahlungen betrogen und konnten ihre Ferienwohnungen nie beziehen.
  • Es sind Fälle gemeldet geworden, in denen illegaler, gepanschter Alkohol (meist Reis- oder Palmwein) bei Touristen und Indonesiern schwere Gesundheitsschäden oder den Tod verursacht hat. Sie haben sich vorwiegend auf Bali und Lombok ereignet. Halten Sie sich im Zweifelsfall an die grossen internationalen Hotels oder grösseren Geschäfte, die importierte Spirituosen verkaufen, oder fragen Sie Ihren Reiseleiter oder eine lokale Vertrauensperson, wo legal hergestellte Getränke erworben werden können.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Indonesien liegt in einem Erdbebengebiet. Erdbeben und Vulkanausbrüchekönnen neben Verwüstungen auf dem Land auch Tsunami auslösen.

Die Vulkane Agung auf Bali, Sinabung auf Sumatra und Merapi auf Java verzeichnen erhöhte seismische Aktivitäten. Informieren Sie sich vor Reisen in diese Regionen bei Ihrem Reiseveranstalter über die Durchführbarkeit der Reise. Auskunft über die Flugverbindungen erteilen die Fluggesellschaften. Vor Ort halten Sie sich in den Medien, im Hotel oder durch Bekannte auf dem Laufenden. Beachten Sie die Warnungen und Instruktionen der lokalen Behörden, z.B. Sperrzonen, Evakuationsbefehle.

Im Sommer und Herbst können Waldbrände in der Region starke, rauchige Luftverschmutzung verursachen (haze). Atembeschwerden sind oft die Folge davon. Der Rauch von aktiven Vulkanen und Waldbränden können den Flugbetrieb beeinträchtigen.

Von November bis April muss im ganzen Land mit starken Regenfällengerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Auch der Reiseverkehr kann beeinträchtigt werden.

Unternehmen Sie Ausflüge, Wanderungen, oder Bergtouren in den Dschungel und auf Vulkane nur mit ortskundigen Führern und guter Ausrüstung. 

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein bis mindestens 6 Monate nach Einreisedatum gültiger Schweizerpass erforderlich. Beim Vorweisen eines provisorischen Reisepasses kann die Einreise nach Indonesien verweigert werden. Deshalb wird empfohlen, nur mit einem ordentlichen Schweizerpass zu reisen.
  • Für Aufenthalte bis zu 30 Tagen ist ein Visum nicht erforderlich.

Fahrzeugdokumente

Führerausweis und Autovermietung
Der internationale Führerausweis ist obligatorisch und wird während maximal 3 Monaten anerkannt. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.

Für einen Mietwagen liegt das Mindestalter des Fahrers - je nach Mietwagenunternehmen und Wagentyp - zwischen 18 und 25 Jahren. Es wird empfohlen, ein Auto mit Fahrer zu mieten.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land obligatorisch.

Import

Tabak
Mindestalter für die Einfuhr: 18 Jahre.

Folgende Tabakwaren dürfen steuerfrei eingeführt werden:

  • 200 Zigaretten oder
  • 25 Zigarren oder
  • 100g Tabak oder
  • Eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren

Alkohol
Mindestalter für die Einfuhr: 16 Jahre.

Folgende Mengen dürfen steuerfrei eingeführt werden:

  • 1 Liter alkoholische Getränke

Steuerfreie Einfuhr
Weitere Waren dürfen nur bis zu einem bestimmten Wert steuerfrei eingeführt werden. Ausgenommen sind persönliche Gegenstände.

  • Pro Person: USD 250.-
  • Pro Familie: USD 175.-

Parfum darf nur in Mengen für den persönlichen Gebrauch eingeführt werden.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Linksverkehr.

Tempolimiten

  • Innerorts: 40 oder 60 km/h
  • Ausserorts: 80 oder 100 km/h

Blutalkoholgrenze

Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze.

Kindersicherung

Keine Vorschriften bezüglich Kindersicherung.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei reinem Sachschaden sollte man die Polizei benachrichtigen.

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen und - für Inhaber des ETI-Schutzbriefs - die Notfall Einsatzzentrale ETI in Genf.

Wenn ein Reisender in einem abgelegenen Gebiet an einem Unfall beteiligt ist, wird empfohlen, die nächste Polizeistation zu erreichen.

Bei Anrufen von einem Mobiltelefon aus lautet die zu wählende Notrufnummer 112.

Vorwahl für die Schweiz: 001 41, 008 41, 007 41, 009 41 (je nach Telekommunikationsgesellschaft)

Notrufnummern
Polizei110
Ambulanz118 (City Health Service 119)
Feuerwehr113
Pannen0800 140 12 87
Einsatzzentrale ETI+41 58 827 22 20

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweise des EDA

Beachten Sie die Reisehinweise des EDA.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 110/220 V
Vorwahl: +62
Polizei: 110
Ambulanz: 118 (City Health Service 119)
Feuerwehr: 113
Pannen: 0800 140 12 87
Blutalkoholgrenze: -
 

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