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17.09.2020

Ohne Elektromobilität keine Energiewende

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zeigt sich an der Mobilitätsarena in Bern erfreut über die Entwicklung der Elektromobilität und will auch in Zukunft eher auf Anreize statt auf Verbote setzen.
17. September 2020

Wir sind viel unterwegs – auch in Pandemiezeiten. Gleichzeitig benötigt der Verkehr viel Energie und sorgt so für CO2-Emissionen. Waren die Herausforderungen für den Verkehrssektor schon vor der Corona-Pandemie riesig, haben sie in den letzten Monaten noch an Bedeutung und Aktualität gewonnen. Die Mobilitätsarena der Mobilitätsakademie des TCS mit den Megatrends Digitalisierung, Elektrifizierung und Mobilität kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.

Ambitioniertere Ziele

Mobilitaetsarena

Sowohl für die am Mobilitätskongress teilnehmenden Fachleute wie auch für die Politiker im Eventforum Bern war klar: „Ohne Elektromobilität werden wir die Energiewende nicht schaffen.“ Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga kam zum Anlass passend und umweltschonend im Dienst-Tesla. Die Bundespräsidentin zeigte sich zufrieden, dass etwa im August rund 16 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge über einen Elektroantrieb verfügen. „Diese Entwicklung freut mich sehr. Sie zeigt nämlich, dass die Bevölkerung bereit ist, umzusteigen.“ Mit Blick auf diese Zahlen und die Roadmap Elektromobilität, die das Ziel verfolgt, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen, meinte die Bundespräsidentin gar: „Ich frage mich, ob wir uns da nicht noch ambitioniertere Ziele hätten setzen können?“

Die Bundespräsidentin wurde denn auch gefragt, ob beim CO2-Gesetz nicht mehr für die Elektromobilität drin gelegen wäre. Das Bewusstsein, dass der Verkehr seinen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstosses leisten müsse, sei in den letzten Jahren gewachsen, meinte Simonetta Sommaruga. Dennoch setze sie hier auf die richtigen Anreize anstelle von Verboten. Ähnlich argumentierte die Bundespräsidentin bei der Frage nach einer Verpflichtung zu Ladeinfrastrukturen in Mehrfamilienhäusern. „Das Bewusstsein bei Wohnungsvermietern aber auch Arbeitgebern, dass eine solche Infrastruktur heute einfach dazugehört, wird noch zunehmen.“

Goldener Stecker

Mobilitaetsarena

Anlässlich der Schweizer Mobilitätsarena verlieh der Schweizer Elektromobilitätsverband Swiss eMobility den Goldenen Stecker 2020. Der Preis wird jährlich an einen Kanton, eine Stadt oder eine Gemeinde vergeben, welche sich vorbildlich für die Entwicklung der Elektromobilität einsetzt. Erstmals gab es in diesem Jahr zwei Gewinner: Die Kantone Bern und Thurgau haben die Jury gleichermassen überzeugt. Der Kanton Bern verdient sich die Auszeichnung durch eine umfassende Förderung für Fahrzeuge und Ladeinfrastrukturen. Während der Kanton Thurgau mit einem Anteil von 8.3 Prozent Elektroautos in den letzten vier Quartalen punkten konnte. Die Ostschweizer sind in Sachen Neuzulassungen von batterieelektrischer Personenwagen klar führend. Zurückzuführen ist dies laut der Jury auf ein gut abgestimmtes Förderprogramm, welches auf der Nutzung von ausschliesslich erneuerbarem Strom aufbaut, Elektro-Fahrzeuge wie auch Ladeinfrastrukturen unterstützt und zudem einen Bonus für die Installation von PV-Anlagen gewährt.

Text: Dino Nodari
Fotos: Emanuel Freudiger

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