26.05.2020

Coronavirus-Pandemie: Aktuelle Lage und Einreisebeschränkungen

26. Mai 2020

Diese Seite wird wochentags fortlaufend aktualisiert.

Der Coronavirus breitet sich weiter aus

Generell ist es zurzeit in Zusammenhang mit dem Coronavirus und dessen Entwicklung empfehlenswert, unnötige Risiken zu vermeiden und in den nächsten Wochen auf die Buchung von Reisen zu verzichten. Die Lungenentzündungen, welche durch das neue Coronavirus (2019-nCoV) hervorgerufen werden, breiten sich weiter aus.

  • Am Donnerstag, 30. Januar erklärte die Weltgesundheitsorganisation die Coronavirus-Epidemie zum internationalen Gesundheitsnotstand.
  • Am Mittwoch, 11. März hat die WHO das Coronavirus zu einer globalen Pandemie erklärt. 

Derzeitige Lage und Reisebeschränkungen

Um die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie (COVID-19), die inzwischen weltweit mehr als 180 Länder erreicht hat, besser einzudämmen, haben mehrere Staaten Einreisebeschränkungen für Reisende vorgenommen, darunter auch die Schweiz. 

Der Bundesrat rät in jedem Fall von nicht dringenden Reisen ins Ausland ab. Neben den unten erwähnten Ländern haben noch weitere Staaten Beschränkungen eingeführt, welche hier nicht alle einzeln erwähnt werden. Beachten Sie, dass sich die Einschränkungen jederzeit ändern können. Erkunden Sie sich daher vor der Abreise bei der Botschaft ihres Reiseziels über mögliche Restriktionen.

 
 

Die Situation in der Schweiz

An seiner Pressekonferenz vom Mittwoch, 13. Mai, hat der Bundesrat die Wiedereröffnung der Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich auf den 15. Juni angekündigt. Ab Samstag, 16. Mai werden die Kontrollen und Beschränkungen an der Grenze zu Deutschland und Österreich gelockert. Bürger oder Einwohner der Schweiz können Verwandte oder ihren Partner in Österreich und Deutschland wiedersehen. Andere triftige Gründe für den Grenzübertritt betreffen den Zweitwohnsitz, die Pflege eines Gemüsegartens oder eines Tieres sowie die Teilnahme an Hochzeiten oder Beerdigungen. Um die Grenze zu überschreiten, benötigt man eine Selbsterklärung für internationale Reisen.

An seiner Pressekonferenz vom Mittwoch, 29. April, bestätigte der Bundesrat die folgenden Änderungen, die ab dem 11. Mai in Kraft sind:

  • Wiedereröffnung aller Geschäfte und Märkte
  • Wiedereröffnung von Primar- und Sekundarschulen
  • Wiedereröffnung von Museen und Bibliotheken
  • Wiedereröffnung von Bars und Restaurants mit folgenden Schutzmassnahmen: maximal 4 Personen pro Tisch, 2 m Abstand zwischen den Tischen
  • Grossveranstaltungen: Grossanlasse mit mehr als 1.000 Personen sind bis Ende August verboten. Bis auf weiteres sind jedoch auch Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Personen verboten.
  • Das Home-Office wird weiterhin so weit wie möglich empfohlen.
  • Die Einreisebeschränkungen in die Schweiz werden schrittweise gelockert, insbesondere für den Familiennachzug. 
  • Der Besuch von Fitness- und Sportzentren wird nur mit entsprechenden Schutz- und Hygienemassnahmen möglich sein; Gruppenkurse sind für maximal 5 Personen zugelassen; Körperkontakt ist untersagt. 

An seiner Pressekonferenz vom Donnerstag, 16. April, hat der Bundesrat seine Strategie für eine schrittweise Lockerung der Restriktionen bekannt gegeben. Mit diesem Plan soll vermieden werden, dass die bisherigen Einschränkungen erneut eingeführt werden müssen. 

Die Regeln des Social Distancing und der Hygiene müssen jedoch weiterhin systematisch befolgt werden.


Folgende Massnahmen, die vom Bundesrat getroffenen wurden, bleiben bis auf weiteres in Kraft:

  • Versammlungen, auch spontan, von mehr als fünf Personen sind im ganzen Land verboten. Bei Gruppen von weniger als fünf Personen müssen die Regeln von Social Distancing (Abstand halten) eingehalten werden. Wer sich nicht an dieses Verbot hält, riskiert eine Geldstrafe.
  • Ab dem 27. April sind wieder geöffnet: Friseure, Physiotherapeuten, Zahnärzte, Tätowierstudios und Gartenläden.
  • Die Geschäfte sind ab dem 11. Mai wieder geöffnet.
  • Diskotheken, Kinos, Konzerthallen, Zoos, Parks, bleiben bis auf weiteres geschlossen.
  • Lebensmittelgeschäfte (Bäckereien, Metzgereien usw.), Apotheken, Postämter, Banken, Hotels, Kantinen und Kioske bleiben, wie bis anhin, geöffnet.
  • Alle privaten und öffentlichen Veranstaltungen sind verboten, ausgenommen Beerdigungen. Ab 28. Mai sind Gottesdienste, Hochzeiten, Beerdigungen und Taufen wieder erlaubt, wobei Schutzvorschriften einzuhalten sind.
  • Die Empfehlung lautet den Kontakt mit Anderen so weit wie möglich zu vermeiden.
  • Die öffentlichen Verkehrsmittel sollen weiterhin möglichst vermieden werden.
  • Die Grenzkontrollen an den Schweizer Grenzen werden vorübergehend verstärkt.

Bereits am Dienstag, 25. Februar, wurde im Tessin der erste Coronavirus-Fall der Schweiz festgestellt. Seitdem wurden nach und nach weitere Fälle bestätigt, so dass sich in der Zwischenzeit die Gesamtzahl der Infizierten bis auf 30'761 erhöht hat.

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat eine Präventionskampagne mit dem Titel «So schützen wir uns» lanciert, in der Verhaltensregeln und Hygienevorschriften zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus erklärt werden. Das BAG rät vom Einsatz von Medikamenten mit dem Wirkstoff Ibuprofen zur Behandlung gegen Fieber im Zusammenhang mit dem Coronavirus ab.

Am Donnerstag, 5. März, wurde im Kanton Waadt der erste Todesfall der Schweiz durch das Coronavirus registriert. Es folgten daraufhin weitere Todesfälle in immer mehr Kantonen. In der Zwischenzeit hat sich die Gesamtzahl der Opfer auf 1'648 erhöht. 

Italien

Einreisebeschränkungen

Die italienische Regierung hat den Tourismus im Land verboten. Schweizer Bürger dürfen daher nicht nach Italien reisen, ausser es ist aus beruflichen Gründen, aus einer Notsituation heraus oder aus gesundheitlichen Gründen erforderlich.

Ab dem 3. Juni können Schweizer Bürger wieder nach Italien reisen.

Aktuelle Lage

In Europa ging die Coronavirus-Epidemie von Norditalien aus und hat sich daraufhin seit über einem Monat ausgebreitet. Mittlerweile sind mehr als 230'000 Menschen infiziert, dabei mussten bisher über 32'800 Todesfälle registriert werden.

Die italienische Regierung hat die verschiedenen Etappen der schrittweisen Lockerung, für die derzeit auf der Halbinsel geltenden Beschränkungen, mit der sogenannten "Fase 2" beschlossen:.

  • Ab dem 18. Mai werden alle Läden wieder öffnen, unter Einhaltung der Abstandsregeln und mit Masken. Auch Bar, Restaurants, Kosmetiksalons, Coiffeure, Museen und Ausstellungen können wieder öffnen. Unterwegs sein im eigenen Wohngebiet ist uneingeschränkt möglich (Selbstzertifizierung nicht mehr obligatorisch) und es ist wieder möglich Freunde zu treffen. 
  • Ab dem 3. Juni werden voraussichtlich die Grenzen wieder geöffnet.

Masken sind in allen geschlossenen Orten, wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften, obligatorisch.


Aussetzung der Swiss-Flüge und der SBB-Züge nach Italien
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat Swiss am Mittwoch, 11. März beschlossen, alle Flüge von und nach Italien bis Anfang April auszusetzen. Seit Sonntag, dem 29. März fahren aufgrund der Coronavirus-Epidemie keine SBB-Züge mehr nach Italien, EC-Züge verkehren nur noch in der Schweiz und halten in Brig bzw. Chiasso. Diese Einschränkungen sind bis auf weiteres gültig.

Am Freitag, dem 13. März wurde der Flughafen Mailand Linate sowie der Terminal 1 von Mailand Malpensa gesperrt.

Deutschland

Einreisebeschränkungen

Reisende ohne triftigen Reisegrund dürfen nicht mehr nach Deutschland einreisen. Dafür werden vorübergehend Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark eingeführt. Der grenzüberschreitende Warenverkehr und Berufspendler (mit Nachweis) dürfen die Grenzen weiterhin passieren. Schweizer Staatsangehörige dürfen von einem Drittland durch Deutschland in die Schweiz zurückkehren, sofern keine alternative Reiseverbindung besteht.

Ab dem 15. Juni können Schweizer Bürger wieder nach Deutschland reisen.

Aktuelle Lage

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Laut dem Robert-Koch-Institut wurden über 179'000 Infizierte und bereits über 8'000 Todesfälle gezählt.

Alle werden angehalten, Kontakte zu Personen ausserhalb des eigenen Haushaltes auf das nötige Minimum zu reduzieren. In der Öffentlichkeit dürfen sich Personen aus demselben Haushalt wieder mit Personen aus einem anderen Haushalt treffen, wobei sie jedoch einen Abstand von mindestens 1.5 m einhalten müssen. Besuche in Spitälern und Pflegeheimen werden durch die Landesregierungen eingeschränkt. Restaurants sind wieder offen mit den entsprechenden Einschränkungen: Einhaltung der Distanzen, begrenzte Kundenzahl und reduzierte Öffnungszeiten.

Der Wiedereröffnungsplan ist je nach Region unterschiedlich.

Ab dem 29. April ist das Tragen einer Maske in allen Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland obligatorisch.

Frankreich

Einreisebeschränkungen

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, hat die französische Regierung Reisen innerhalb Frankreichs verboten. Ausnahmen werden geduldet bei Personen, die wie folgt unterwegs sind: aus beruflichen oder medizinischen Gründen, bei dringenden familiären Angelegenheiten oder im Falle eines Notfalls. Schweizer Staatsangehörige dürfen von einem Drittland durch Frankreich reisen und so in die Schweiz zurückkehren.

Mittels eines Formulars der Regierung muss eine allfällige Dringlichkeit nachgewiesen werden. Diese Bestimmungen gelten auch für die Ein- und Ausreise.

Ab dem 15. Juni können Schweizer Bürger wieder nach Frankreich reisen.

Aktuelle Lage

Seit dem 24. Januar breitet sich das Coronavirus aus. Es wurden bereits über 145'000 Infizierte und über 28'400 Todesfälle registriert.

Die Regierung hat einen Gesundheitsnotstand ausgerufen: Es herrscht die sogenannte "Phase 3" (höchste Alarmstufe). Dies erlaubt die nötigen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung rascher umzusetzen.

Die französische Regierung hat ihren Plan zur Lockerung der restriktiven Massnahmen vorgelegt, der nur umgesetzt wird, wenn sich die Infektionsstatistiken weiter verbessern.

Ab 11. Mai sind folgenden Anpassungen geplant : 

  • Geschäfte sollen wiedereröffnet werden.
  • Die bisher obligatorische Ausnahmebescheinigung für Fahrten/Reisen innerhalb eines Umkreises von 100 km um den Wohnsitz bedarf es nicht mehr.
  • Dafür wird das Tragen einer Maske Vorschrift für Personen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen.
  • Auch kleine Museen und Bibliotheken werden wieder öffnen.
  • Grosse Museen, Theater und Kinos bleiben bis auf weiteres geschlossen.
  • Gruppenbildung von mehr als 10 Personen bleibt bis auf weiteres verboten.

Österreich

Einreisebeschränkung

Die Zug- und Flugverbindungen zwischen Österreich und der Schweiz sind eingestellt. Es dürfen nur noch Personen mit einer österreichischen Nationalität einreisen und diese müssen sich zuerst 14 Tage zu Hause in Quarantäne begeben. Schweizer dürfen nur mit einem ärztlichen Attest einreisen, welches bestätigt, dass man in den letzten 4 Tagen negativ auf das Coronavirus getestet wurde.

Ausnahmeregelung:

  • Reisen nachweislich aus beruflichen Gründen
  • berücksichtigungswürdige familiäre Gründe
  • zwingende Gründe der Tierversorgung im Einzelfall
  • Repatriierungsfahrten
  • Durchreisen ohne Zwischenstopp

Ab dem 15. Juni können Schweizer Bürger wieder nach Österreich reisen.

Aktuelle Lage

Registriert wurden bislang über 16'400 Erkrankungen und über 600 Todesfälle. 

Die österreichische Regierung hat eine schrittweise Lockerung der restriktiven Massnahmen ab dem 1. Mai angekündigt:

  • Seit dem 1. Mai können sich die Menschen frei bewegen, der Sicherheitsabstand von einem Meter muss weiterhin eingehalten werden. Versammlungen von bis zu zehn Personen sind wieder erlaubt.
  • Die Geschäfte wurden Anfang Mai wiedereröffnet. 
  • Ab dem 15. Mai können Restaurants mit einem Abstand von einem Meter zwischen den Tischen wieder öffnen.
  • Ab dem 29. Mai können Hotels, Schwimmbäder und öffentliche Bäder wieder geöffnet werden.

Beim betreten eines Geschäftes und bei der Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Diese werden vor den Läden ausgehändigt.

China

In China normalisiert sich die Lage langsam wieder nach zwei Monaten Quarantäne und restriktiven Massnahmen.

Die Vereinigten Staaten sind das neue Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. In Europa wie auch der restlichen Welt haben mehrere Länder den Notstand ausgerufen und drastische Massnahmen ergriffen, damit die Infektion eingedämmt werden kann.

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