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03.08.2020

Coronavirus-Pandemie: Aktuelle Lage und Reisebestimmungen

03. August 2020

Diese Seite wird wochentags fortlaufend aktualisiert.

Derzeitige Lage und Reisebestimmungen

Um die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie (COVID-19), die inzwischen weltweit mehr als 180 Länder erreicht hat, besser einzudämmen, hatten mehrere Staaten Einreisebeschränkungen für Reisende vorgenommen, darunter auch die Schweiz. Einige davon sind immer noch gültig, andere werden nun nach und nach gelockert.

Der Bundesrat rät nach wie vor in jedem Fall von nicht dringenden Reisen ins Ausland ab. Von dieser Empfehlung ausgenommen sind seit dem 15. Juni die Länder des Schengenraums und Grossbritannien. Neben den unten erwähnten Ländern haben noch weitere Staaten Beschränkungen eingeführt, welche hier nicht alle einzeln aufgelistet werden. Beachten Sie, dass sich die Einschränkungen jederzeit ändern können. Erkundigen Sie sich daher vor der Abreise bei der Botschaft ihres Reiseziels über mögliche Restriktionen.

 
 

Die Situation in der Schweiz

Geltende Massnahmen des Bundes

Folgende, vom Bundesrat beschlossenen, Präventivmassnahmen sind weiterhin in Kraft:

  • Das Tragen einer Maske ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der ganzen Schweiz obligatorisch. Diese Regel gilt auch für Kinder ab 12 Jahren.
  • Veranstaltungen von bis zu 1.000 Personen sind wieder zugelassen. Grossanlässe mit mehr als 1.000 Personen sind bis Ende August verboten.
  • Das persönliche Abstandhalten wird von 2 m auf 1,5 m reduziert. 
  • Demonstrationen sind ab Samstag, dem 20. Juni, erlaubt, jedoch ist das Tragen eine Maske erforderlich.
  • Jeder Veranstalter muss über ein Schutzkonzept mit präventiven Massnahmen verfügen, in denen Social Distancing oder Contact Tracing geregelt sind. 
  • In Restaurants dürfen wieder mehr als 4 Personen am Tisch sitzen, der Abstand von 2 Meter zwischen den Tischen muss weiterhin eingehalten werden. Bei mehr als 4 Personen muss eine Person ihre Kontaktdaten hinterlassen.
  • Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat eine Präventionskampagne mit dem Titel «So schützen wir uns» lanciert, in der Verhaltensregeln und Hygienevorschriften zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus erklärt werden. Die Regeln des Social Distancing und der Hygiene müssen jedoch weiterhin systematisch befolgt werden.

Bund übernimmt Testkosten
Der Bund übernimmt seit dem 25. Juni die Testkosten, wenn die Kriterien des BAG erfüllt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Symptome haben, die zu Covid-19 passen und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt den Test auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus anordnet.

Geltende kantonale Massnahmen

Zu beachten sind auch die verschiedenen Massnahmen der Kantone, wie z.B. die Maskenpflicht in den Geschäften des Kantons Waadt (bei mehr als 10 Personen), des Kantons Genf und des Jura oder das Verbot von Versammlungen mit mehr als 30 Personen im Kanton Tessin.

Wiedereröffnung der Grenzen und Reisebestimmungen

Seit dem 15. Juni sind die Schweizer Grenzen zu allen EU- und EFTA-Staaten sowie zu Grossbritannien wieder offen. Seit dem 21. Juni sind die Grenzen Spaniens wieder offen. Allerdings gibt es noch einige Einschränkungen: Wer nach Irland reist, muss sich 14 Tage lang unter Quarantäne stellen und ein entsprechendes Formular ausfüllen. Ab dem 27. Juli müssen Reisende nach Ankunft in Finnland 14 Tage in Quarantäne.

Eine 10-tägige Quarantäne ist für Personen, die aus Risikogebieten in die Schweiz einreisen, obligatorisch. Folgende Länder wurden durch das BAG definiert (letzte Aktualisierung: 23. Juli): Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Besetztes Palästinensisches Gebiet, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Cabo Verde, Chile, Costa Rica, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Eswatini (Swasiland), Guatemala, Honduras, Irak, Israel, Katar, Kasachstan, Kirgisistan, Kolumbien, Kosovo, Kuwait, Luxemburg, Malediven, Mexiko, Moldova, Montenegro, Nordmazedonien, Oman, Panama, Peru, Russland, Saudi-Arabien, Serbien, Südafrika, Suriname, Turks- und Caicos-Inseln, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika (inklusive Puerto Rico und US Virgin Islands)

Das BAG weist darauf hin, dass ein negatives Coronavirus-Testergebnis die Dauer der Quarantäne nicht verkürzt, da dies das Vorliegen einer Infektion nicht ausschliesst.

Seit dem 20. Juli ist die Einreise aus folgenden Ländern wieder möglich (Länderliste unter Vorbehalt): Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay; die EU-Staaten ausserhalb des Schengen-Raums (Bulgarien, Irland, Kroatien, Rumänien und Zypern) sowie die europäischen Kleinstaaten Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikan.

Aktuelle Lage: Infektionen und Todesfälle

Bereits am 25. Februar, wurde im Tessin der erste Coronavirus-Fall der Schweiz festgestellt und am 5. März, wurde im Kanton Waadt der erste Todesfall registriert. In der Zwischenzeit hatte sich die Gesamtzahl der Infizierten bis auf 35'550 und die Zahl der Todesopfer auf 1'707 erhöht. Seit einigen Wochen sind beide Zahlen nun stark rückläufig. Trotzdem ist die Gefahr einer zweiten Welle nicht gebannt.

Die Situation in Italien

Wiedereröffnung der Grenzen und Reisebestimmungen

Seit dem 3. Juni erlaubt die italienische Regierung wieder touristische Reisen in das Land. Die Grenzen Italiens zur EU und zu den Schengen-Ländern, einschliesslich der Schweiz, sind wieder offen. Die Grenzen der Schweiz zu Italien sind seit dem 15. Juni wieder geöffnet. Schweizer Bürger können also zu touristischen Zwecken und Einkauftourismus nach Italien reisen. Dies gilt auch für italienische Bürger.

Voranmeldung Ihrer Reise
Für vier italienische Regionen sind Sie verpflichtet, vor der Einreise ein Formular auszufüllen:

  • Sardinien: Das Online-Formular muss mindestens 48 Stunden vor Ankunft ausgefüllt werden.
  • Sizilien: Reisende müssen sich auf der Webseite "Sicilia si cura" registrieren
  • Apulien: das auszufüllende Formular kann von der Website der Region heruntergeladen werden
  • Kalabrien: das auszufüllende Formular kann von der Website der Region heruntergeladen werden

Regeln für Reisende mit dem Auto in Italien

Achtung! Für Personen, die nicht zusammenleben und in Italien im selben Auto reisen, gelten die folgenden Regeln:

  • Nur der Fahrer kann sich vorne im Fahrzeug befinden.
  • maximal zwei Passagiere dürfen sich auf den Rücksitzen befinden
  • es muss ein Mindestabstand von 1 m zwischen den Personen eingehalten werden
  • Maskenpflicht

Zwei Personen, die nicht zusammenleben, können nicht zusammen auf einem Motorrad fahren, da der Abstand von 1 m nicht eingehalten werden kann.

Aktuelle Lage: Statistiken und geltende Massnahmen

In Europa ging die Coronavirus-Epidemie von Norditalien aus und hat sich daraufhin weit ausgebreitet. Mittlerweile sind in Italien mehr als 248'000 Menschen infiziert, dabei mussten bisher über 35'100 Todesfälle registriert werden.

Die italienische Regierung hat die verschiedenen Etappen der schrittweisen Lockerung, für die derzeit auf der Halbinsel geltenden Beschränkungen, mit der sogenannten "Fase 2" beschlossen:

  • Seit dem 18. Mai sind alle Läden wieder offen, unter Einhaltung der Abstandsregeln und mit Maskenpflicht. Auch Bars, Restaurants, Kosmetiksalons, Coiffeure, Museen und Ausstellungen können wieder öffnen. 
  • Seit dem 3. Juni sind die Grenzen zu Italien wieder offen. Darüber hinaus ist es in verschiedenen Regionen Italiens wieder möglich, sich zu bewegen.

Masken sind in allen geschlossenen Orten, wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften, obligatorisch.

Italien befindet sich jetzt in der "Fase 3", mit einer schrittweisen Wiedereröffnung und weiterhin gültigen Einschränkungen. Der Ausnahmezustand wurde bis zum 15. Oktober verlängert.

Die Situation in Deutschland

Wiedereröffnung der Grenzen und Reisebestimmungen

Reisende dürfen nach Deutschland einreisen. Seit dem 15. Juni können Schweizer Bürger wieder nach Deutschland reisen.

Aktuelle Lage: Statistiken und geltende Massnahmen

Nach einer starken Ausbreitung des Coronavirus kam es laut Robert-Koch-Institut zu über 210'000 Infizierten und über 9'100 Todesfällen. Die Lage normalisiert sich mittlerweile langsam wieder.

Weiterhin werden alle angehalten, Kontakte zu Personen ausserhalb des eigenen Haushaltes auf das nötige Minimum zu reduzieren. In der Öffentlichkeit dürfen sich Personen aus demselben Haushalt mit Personen aus einem anderen Haushalt zwar treffen. Besuche in Spitälern und Pflegeheimen werden durch die Landesregierungen eingeschränkt. Restaurants sind wieder offen mit folgenden Einschränkungen: Einhaltung der Distanz, begrenzte Kundenzahl und reduzierte Öffnungszeiten.

Der Wiedereröffnungsplan ist je nach Region unterschiedlich.

Seit dem 29. April ist das Tragen einer Maske in allen Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland obligatorisch. Diese Regel gilt auch für Kinder ab 7 Jahren.

Die Situation in Frankreich

Wiedereröffnung der Grenzen und Reisebestimmungen

Seit dem 15. Juni können Schweizer Bürger wieder nach Frankreich reisen.

Aktuelle Lage: Statistiken und geltende Massnahmen

Coronavirus-Fälle gibt es in Frankreich seit dem 24. Januar. Es wurden bereits über 187'900 Infizierte und über 30'200 Todesfälle registriert.

Folgenden Anpassungen sind in Kraft: 

  • Geschäfte, Restaurants, Zoos, Parks und Schwimmbädern sind wieder geöffnet.
  • Museen, Kinos und Bibliotheken sind mit den entsprechenden Schutzvorrichtungen wieder geöffnet.
  • Die bisher obligatorische Ausnahmebescheinigung für Fahrten/Reisen bedarf es nicht mehr.
  • Dafür wird das Tragen einer Maske Vorschrift für Personen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen.
  • Gruppenbildung von mehr als 10 Personen bleibt bis auf weiteres verboten.

Seit dem 20. Juli gilt an allen geschlossenen Orten eine Maskenpflicht. Diese Regel gilt auch für Kinder ab 11 Jahren.

Am 15. Juni wurde die grüne Zone auf ganz Frankreich ausgedehnt, was bedeutet, dass nun in allen Regionen die Massnahmen gelockert sind. Aktueller Stand der Zonenkarte

Die Situation in Österreich

Wiedereröffnung der Grenzen und Reisebestimmungen

Am 4. Juni hat Österreich seine Grenzen zur Schweiz wieder geöffnet. Schweizer Bürger können seither zu touristischen Zwecken und ohne Quarantäne nach Österreich reisen und wieder zurückkehren. Die Schweiz hat ihre Grenzen zu Österreich (und somit für Bürger auch anderer Länder) wie geplant am 15. Juni geöffnet.

Aktuelle Lage: Statistiken und geltende Massnahmen

Registriert wurden bislang über 21'300 Erkrankungen und über 700 Todesfälle. 

Die österreichische Regierung hat eine schrittweise Lockerung der restriktiven Massnahmen ab dem 1. Mai angekündigt:

  • Seit dem 1. Mai können sich die Menschen frei bewegen, der Sicherheitsabstand von einem Meter muss weiterhin eingehalten werden. Versammlungen von bis zu zehn Personen sind wieder erlaubt.
  • Die Geschäfte wurden Anfang Mai wiedereröffnet. 
  • Seit dem 15. Mai können Restaurants mit einem Abstand von einem Meter zwischen den Tischen und nicht mehr als 4 Personen an einem Tisch, wieder öffnen.
  • Seit dem 29. Mai können Hotels, Schwimmbäder und öffentliche Bäder wieder geöffnet werden.

Bei der Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Diese Regel gilt auch für Kinder ab 8 Jahren. Aufgrund der kürzlichen Zunahme von Coronavirus-Fällen, seit dem 24. Juli, ist das Tragen einer Maske in Geschäften, Postfilialen und Banken wieder obligatorisch.

Die Situation in China

In China hat sich die Lage nun schon seit einiger Zeit wieder normalisiert, nach zwei Monaten Quarantäne und restriktiven Massnahmen.

Auch im restlichen Europa und in der übrigen Welt hatten (und haben teils immer noch) viele Länder den Notstand ausgerufen und drastische Massnahmen ergriffen, damit die Infektion eingedämmt werden kann.

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Neuer Coronavirus (2019-nCoV)

Am Donnerstag, 30. Januar erklärte die Weltgesundheitsorganisation die Coronavirus-Epidemie zum internationalen Gesundheitsnotstand. Am Mittwoch, 11. März hat die WHO das Coronavirus zu einer globalen Pandemie erklärt.

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