30.03.2020

Coronavirus-Pandemie: Aktuelle Lage und Einreisebeschränkungen


  • Coronavirus - Wir sind für unsere Mitglieder weiterhin im Dauereinsatz. Alles Wichtige rund um die aktuelle Situation entdecken Sie hier
30. März 2020

Diese Seite wird regelmässig aktualisiert, um die entsprechende Entwicklung der Situation zu berücksichtigen.

Der Coronavirus breitet sich weiter aus

Generell ist es zurzeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus und dessen Entwicklung empfehlenswert, unnötige Risiken zu vermeiden und in den nächsten Wochen auf die Buchung von Reisen zu verzichten. Die Lungenentzündungen, welche durch das neue Coronavirus (2019-nCoV) hervorgerufen werden, breiten sich weiter aus.

  • Am Donnerstag, 30. Januar erklärte die Weltgesundheitsorganisation die Coronavirus-Epidemie zum internationalen Gesundheitsnotstand.
  • Am Mittwoch, 11. März, hat die WHO das Coronavirus zu einer globalen Pandemie erklärt. 

Derzeitige Lage und Reisebeschränkungen

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie (COVID-19), die inzwischen weltweit mehr als 170 Länder betrifft, und um ihre Ausbreitung zu begrenzen, haben mehrere Staaten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa angekündigt, darunter auch die Schweiz. 

Der Bundesrat rät in jedem Fall von nicht dringenden Reisen ins Ausland ab. Es gibt weitere Länder, die hier nicht erwähnt werden, die Beschränkungen eingeführt haben. Beachten Sie, dass sich die Einschränkungen jederzeit ändern können. Erkunden Sie sich daher vor der Abreise bei der Botschaft ihres Reiseziel über mögliche Restriktionen.

Die Situation in der Schweiz

An seiner Pressekonferenz vom Freitag, 20. März, beschloss der Bundesrat, die bisher getroffenen Massnahmen zu verschärfen:

  • Versammlungen, auch spontan, von mehr als fünf Personen sind im ganzen Land verboten. Bei Gruppen von weniger als fünf Personen müssen die Regeln von Social Distancing (Abstand halten) eingehalten werden. Wer sich nicht an dieses Verbot hält, riskiert eine Geldstrafe.

An seiner Pressekonferenz vom Montag, 16. März, hat der Bundesrat den Notstand für die ganze Schweiz bis zum 19. April ausgerufen. Dies bedeutet einheitliche Massnahmen in der ganzen Schweiz:

  • Ab Dienstag, 17. März, sind alle Geschäfte, Restaurants und Bars bis zum 19. April geschlossen. 
  • Alle privaten und öffentlichen Veranstaltungen sind verboten, ausgenommen Beerdigungen. 
  • Die Empfehlung lautet, zu Hause zu bleiben und den Kontakt mit anderen so weit wie möglich zu vermeiden.
  • Restaurants, Bars, Diskotheken, Kinos, Konzerthallen, Sportzentren, Fitnessstudios, Parks, Skigebiete, Friseure und Tätowierstudios bleiben geschlossen.
  • Lebensmittelgeschäfte (Bäckereien, Metzgereien usw.), Apotheken, Postämter, Banken, Hotels, Kantinen und Kioske bleiben geöffnet.
  • Die öffentlichen Verkehrsmittel sollen weiterhin möglichst vermieden werden.
  • Die Grenzkontrollen an den Schweizer Grenzen werden vorübergehend verstärkt.
  • Zur Unterstützung der Kantone hat der Bundesrat 8'000 Armeeangehörige zur Verfügung gestellt, davon 3'000 für das öffentliche Gesundheitswesen.

Bereits am Dienstag, 25. Februar, wurde im Tessin der erste Fall von Coronavirus in der Schweiz festgestellt. Seitdem wurden weitere Fälle bestätigt, so dass sich die Gesamtzahl der Infizierten auf 15'475 erhöht hat.

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat eine Präventionskampagne mit dem Titel «So schützen wir uns» lanciert, in der Verhaltensregeln und Hygienevorschriften zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus erklärt werden. Das BAG rät vom Einsatz von Medikamenten mit dem Wirkstoff Ibuprofen zur Behandlung gegen Fieber im Zusammenhang mit dem Coronavirus ab.

Am Donnerstag, 5. März, wurde im Kanton Waadt der erste Todesfall durch das Coronavirus in der Schweiz registriert. Es gab weitere Todesfälle in den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Zürich, Bern, Luzern, Schwyz, Wallis, Waadt, Neuenburg, Freiburg, Graubünden und Tessin. Die Gesamtzahl der bisherigen Opfer erhöht sich somit auf 295. 

Das Tessin hat beschlossen Baustellen und Industriebetriebe, die nicht lebensnotwendige Güter produzieren, ab Montag, den 23. März, zu schliessen.

Italien

Aktuelle Lage

Die Coronavirus-Epidemie ging von Norditalien aus und breitet sich nun seit über einem Monat aus. Es sind mehr als 97'000 Menschen infiziert, wobei es bisher 10'779 Todesfälle gab.

Am 7. März beschloss die italienische Regierung, die gesamte Region Lombardei sowie mehrere Provinzen in Norditalien, darunter Venedig und Rimini, unter Quarantäne zu stellen. In diesen Gebieten bleiben Schulen, Museen und Fitness geschlossen. Selbst die Skigebiete waren gezwungen, die Saison vorzeitig zu beenden. Am 10. März wurde dieses Dekret auf ganz Italien ausgedehnt und damit eine Sperrzone geschaffen, welche die gesamte Halbinsel betrifft. Am 12. März wurde der Dekret durch die Schliessung von Bars, Restaurants und Geschäften weiter verschärft. Supermärkte, Apotheken, Tankstellen und Kioske bleiben geöffnet. Die Menschen dürfen die neue «orange Zone» nur verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder aus gesundheitlichen Gründen. Seit dem 22. März dürfen Menschen ihre Wohngemeinde weder mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch mit dem eigenen Auto verlassen, ausser zur Arbeit oder aus dringenden gesundheitlichen Gründen.

Aussetzung der Swiss Flüge und Reduktion der SBB-Züge
Aufgrund der Coronavirus-Epidemie hat Swiss am Mittwoch, 11. März, beschlossen, alle Flüge von und nach Italien bis Anfang April auszusetzen. Seit Donnerstag, dem 12. März, fahren aufgrund der Coronavirus-Epidemie keine SBB-Züge mehr nach Venedig und einige der EC-Züge nach Mailand verkehren nur noch in der Schweiz und halten in Brig bzw. Chiasso. Diese Einschränkungen sind bis einschliesslich Sonntag, den 5. April, in Kraft.

Am Freitag, dem 13. März, wurden der Flughafen Mailand Linate und der Terminal 1 von Mailand Malpensa geschlossen.

Einreisebeschränkungen

Die italienische Regierung hat den Tourismus im Land verboten. Schweizer Bürger dürfen daher nicht nach Italien reisen, ausser wenn es aus beruflichen Gründen, aus Notwendigkeit oder aus gesundheitlichen Gründen geschieht.

Deutschland

Aktuelle Lage

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Laut dem Robert Koch Institut gibt es über 57'000 infizierte und bereits 455 Todesfälle.

Alle werden angehalten Kontakte zu Personen ausserhalb des eigenen Haushaltes auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren. In der Öffentlichkeit soll Abstand gehalten werden und es dürfen sich nicht mehr als zwei Personen zusammen draussen aufhalten, es sei denn, es sind Personen aus dem gleichen Haushalt. Zuwiderhandlungen können sanktioniert werden. Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen werden durch die Landesregierungen eingeschränkt. Gastronomiebetriebe ausser Takeaway und Dienstleistungsbetriebe wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios werden geschlossen.

Einreisebeschränkungen

Reisende ohne triftigen Reisegrund dürfen nicht mehr nach Deutschland einsreisen. Dafür werden vorübergehend Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark eingeführt. Der grenzüberschreitende Warenverkehr und Berufspendler (mit Nachweis) dürfen die Grenzen weiterhin passieren. Schweizer Staatsangehörige dürfen von einem Drittland durch Deutschland in die Schweiz zurückkehren, sofern keine alternative Reiseverbindung besteht.

Frankreich

Aktuelle Lage

Seit dem 24. Januar breitet sich das Coronavirus aus. Es gibt bereits über 40'000 Fälle und 2'606 Todesfälle.

Die Regierung hat einen Gesundheitsnotstand ausgerufen, die sogenannte "Phase 3" ist die höchste Stufe. So können die nötigen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt werden.

Bis sicher zum 15. April bleiben folgende Einrichtungen geschlossen: Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungssäle, Einkaufszentren, Restaurants, Bars, Spielhallen, Bibliotheken, Museen, Ausstellungen und überdachte Sporteinrichtungen.

Einreisebeschränkungen

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, hat die französische Regierung Reisen innerhalb Frankreichs verboten. Es gibt Ausnahmen für Personen die aus folgenden Gründen unterwegs sein müssen: berufliche Gründe, eine medizinischen Notwendigkeit, dringende familiäre Gründe oder einer anderen Notwendigkeit.

Mittels eines Formulars der Regierung muss die Dringlichkeit nachgewiesen werden. Diese Bestimmungen gelten auch für die Ein- und Ausreise.

Österreich

Aktuelle Lage

Es gibt über 8'000 Erkrankungen und 86 Todesfälle. Um die Ausbreitung zu verhindern wurde eine Verkehrs- und Ausgangsbeschränkung ausgerufen. Es gibt nur 4 Gründe bei welchen das Haus verlassen werden darf: um zur Arbeit zu gehen wenn es notwendig ist, Besorgungen für lebensnotwendige Dinge, um anderen Menschen zu helfen, um an die frische Luft zu gehen - jedoch nur alleine oder mit Haushaltsmitgliedern.

Geschäfte und Dienstleistungen die nicht lebensnotwendig sind, wurden geschlossen.

Einreisebeschränkung

Die Zug- und Flugverbindungen zwischen Österreich und der Schweiz sind eingestellt. Es dürfen nur noch Personen mit einer österreichischen Nationalität einreisen und müssen sich einer 14-tägigen Quarantäne zu Hause unterstellen. Schweizer dürfen nur mit einem ärztlichen Attest einreisen welches bestätigt, dass sie in den letzten 4 Tagen negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Ausgenommen sind Personen die nachweislich aus beruflichen Gründen unterwegs sein müssen oder ohne Zwischenstopp durchreisen.

China

In China normalisiert sich die Lage, nach zwei Monaten Quarantäne und restriktiven Massnahmen, langsam wieder. Europa ist das neue Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Mehrere Länder haben den Notstand ausgerufen und drastische Massnahmen ergriffen, damit die Infektion eingedämmt wird.

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