22.03.2019

Brexit wird verschoben

Grossbritannien und die Europäische Union haben beschlossen, den ursprünglich für den 29. März 2019 geplanten Austritt aus der Union zu verschieben.

22. März 2019

Am Dienstag 15. Januar wurde das Austrittsabkommen zwischen Grossbritannien und EU welches von Theresa May ausgearbeitet wurde, klar von den britischen Abgeordneten abgelehnt.

Aufgrund dieser historischen Abstimmung sind nun folgende Szenarien möglich:

  • Ein Austritt aus der EU ohne Abkommen
  • Ein neues Abkommen
  • Ein neues Referendum
  • Kein Brexit oder Verschiebung des Brexit

Am Donnerstag, den 21. März 2019 beschlossen Grossbritannien und die Europäische Union den ursprünglich für den 29. März 2019 geplanten Austritt aus der Union zu verschieben. 

Die EU hat Grossbritannien zwei neue Fristen gesetzt:

  • Wenn die britischen Abgeordneten das Scheidungsabkommen der EU akzeptieren, wird der Austritt auf den 22. Mai verschoben. 
  • Wenn das Abkommen erneut abgelehnt würde, müsse Grossbritannien nochmals an den Wahlen fürs Europaparlament teilnehmen.

Wenn der zweite Fall eintritt und Grossbritannien ohne Abkommen die EU verlässt, muss in mehreren Bereichen mit schweren Folgen gerechnet werden. Reisende müssen mit unten aufgeführten Konsequenzen rechnen.

Grenzkontrollen an der Grenze
Alle Waren und Personen müssen wieder die Grenzkontrollen passieren. Auch wenn es dies die Schweiz nicht direkt betrifft, Grossbritannien gehört nicht zum Schengen-Raum, es ist also möglich das britische Bürger ein Visum brauchen um nach Europa reisen zu können. Um dies zu vermeiden will die EU-Kommission britischen Bürgern erlauben, 90 Tage lange ohne Visum zu reisen.

Verkehrseinschränkungen durch die Zollabfertigung
Der Handelsverkehr wird durch die Zollabfertigung länger brauchen, was zu langen Staus führen kann.

Einschränkungen im Flugverkehr
Viele Fluggesellschaften haben nicht mehr die Erlaubnis von und nach Grossbritannien zu fliegen. Um dies zu vermeiden will die britische Regierung mit Zustimmung der EU besondere Genehmigungen für die Fluggesellschaften erteilen. Weiter müssen verschiedene Luftraumabkommen neu verhandelt werden, was sich auch in den Preisen der Flugtickets widerspiegeln könnte. Auch die Schweiz hat sich um ein solches Abkommen gekümmert. Zusätzlich haben die Schweiz und Grossbritannien ein Abkommen zum Luftverkehr unterzeichnet, welches die bestehenden Regelungen aufrecht erhalten soll.

Internationaler Führerschein
Es ist möglich das der britische Führerschein nach dem 29. März nicht mehr ausreicht, um in der EU zu fahren. In diesem Fall bräuchten britische Reisende einen internationalen Führerschein.

Auswirkungen auf den Tourismus
Ein Ausstieg aus der EU ohne Abkommen wird sehr wahrscheinlich zu einem Einbruch bei der Währung Pfund führen, das bedeutet, das Reisen nach Europa und in die Schweiz für Briten teurer werden.

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