23.02.2018

Kältewelle in der Schweiz



23. Februar 2018

Die Schweiz wird im Verlauf der nächsten Woche von einer russischen Kältepeitsche heimgesucht. Während die Temperaturen im Flachland bereits am Montag auf minus 9 Grad absacken, erreichen sie laut Meteonews am Mittwoch ihren bitterkalten Tiefpunkt: In Zürich werden minus 12, in St. Gallen sogar minus 15 Grad erwartet. 

Wer trotzdem raus an die frische Luft möchte, muss sich gut vor dem Frost schützen. Sonst kann es passieren, dass die Kälte dem Körper schadet. Vor allem die Haut und das direkt darunter liegende Gewebe neigen zu Erfrierungen. Schäden drohen nicht erst bei minus 15 Grad, sondern auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Vor allem, wenn es windig und nass ist.

Extremkälte belastet das Herz
Die frostigen Minusgrade haben auf den ganzen Körper einen Einfluss: Die Haut ist rissig und spannt, und das geschwächte Immunsystem begünstigt Erkältungen. Die Extremkälte belastet vor allem das Herz, da der Körper vermehrt Stresshormone ausschüttet und das Organ so mehr zu tun hat. Adrenalin lässt den Blutdruck und die Herzfrequenz in die Höhe schnellen. Für geschwächte Menschen steigt so das Risiko einer Angina Pectoris (Brustenge) oder eines Herzinfarkts.  

So beugen Sie Erfrierungen vor:

  • Der wirksamste Schutz vor Eiseskälte ist warme Kleidung - am besten mit mehreren Schichten nach dem Zwiebelschalenprinzip. 
  • Die Kleidung und vor allem die Schuhe dürfen nicht zu eng sitzen, damit die Durchblutung nicht behindert wird. 
  • Nasse Kleidung muss so schnell wie möglich gewechselt werden, da dem Körper zusätzlich Wärme entzogen wird. 
  • Ein dünnes Baumwolltuch oder ein Schal vor Mund und Nase schützt vor besonders eisiger Luft. 
  • Der Kopf gibt viel Körperwärme ab – also nie ohne Mütze. 
  • Eine fettreiche Creme wie z.B. eine Nachtcreme bietet zusätzlichen Schutz vor Kälte – Cremes oder Lotionen mit hohem Wasseranteil sind dagegen zu meiden. 
  • Lippen und Finger danken häufiges Fetten mit weniger Rissen.
  • Auf Schmuck an unbekleideten Körperstellen sollte verzichtet werden, denn Metall kann bei eisigen Temperaturen an der Haut festfrieren. 

Anzeichen von Erfrierungen sind starke Abkühlung, blasse Haut und stechende Schmerzen gefolgt von Gefühllosigkeit. Starke Unterkühlung mit deutlichem Absinken der Körperkerntemperatur ist lebensbedrohlich und erfordert umgehend stationäre Behandlung.

Erste Hilfe bei Erfrierungen
Betroffene Stellen müssen erwärmt werden, aber nicht zu schnell und nicht zu stark – zum Beispiel Hände oder Füsse in lauwarmes Wasser (nicht mehr als 38 Grad) tauchen. Nach einigen Minuten vorsichtig bewegen. Wichtig: Nicht massieren oder reiben. Bei stärkerer Erfrierung die Stelle anschliessend mit einem Verband bedecken und zum Arzt gehen. Bei schweren Erfrierungen oder bei Unterkühlung: So schnell wie möglich zum Arzt oder ins nächste Krankenhaus. 

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