Nigeria


Nigeria

Nigeria, das wichtigste Land am Golf von Guinea (Atlantik), ist umgeben von Benin, Niger, dem Tschad und Kamerun. Es bietet abwechslungsreiche Landschaften, doch das Land ist nicht tourismusorientiert.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Äquatoriales Klima im Süden, tropisches Klima im Zentrum und Wüstenklima in Norden.

Beste Reisezeit: November - März (Trockenzeit).

Währung

Landeswährung: Naira - NGN

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Grundsätzliche Einschätzung
Auf Reisen nach Nigeria ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Reisen sollten in Nigeria nur in Begleitung einer ortskundigen Vertrauensperson unternommen werden.

In Nigeria können jederzeit lokale Konflikte politischer, sozialer oder religiöser Natur aufflammen. Dabei kommt es oft zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen, zwischen Demonstranten und Polizei- oder Militäreinheiten; häufig sind Todesopfer zu beklagen.
Die Kriminalitätsrate ist vor allem in den städtischen Agglomerationen hoch.

Das Risiko von terroristischen Akten besteht im ganzen Land. Sprengstoff-Anschläge und gewalttätige Auseinandersetzungen fordern in mehreren Bundesstaaten regelmässig Todesopfer und Verletzte, vor allem im Norden und Middle Belt (einschliesslich Abuja). Zunehmend werden Anschläge durch Selbstmordattentäter/innen verübt. Zu den möglichen Zielen von Terrorangriffen zählen öffentliche und touristische Einrichtungen sowie grosse Menschenansammlungen, z.B. belebte Märkte, Einkaufszentren, öffentlicher Verkehr (Bus-, Bahn- und Flugverkehr), Sportveranstaltungen, kulturelle Anlässe, religiöse Stätten, Nachtlokale, bekannte internationale Hotels, beliebte Restaurants.

Im ganzen Land besteht das Risiko von politisch oder kriminell motivierten Entführungen. 

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Sicherheitslage. Meiden Sie Kundgebungen und grössere Menschenansammlungen, denn diese können rasch und ohne ersichtlichen Grund ausarten. Lassen Sie erhöhte Wachsamkeit walten und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden (Ausgangssperren etc).


Spezifische regionale Risiken

  • Delta Region:  In den Ölförderungsgebieten sind Unruhen und Entführungen häufig. Es wird abgeraten von Reisen in die Bundesstaaten Abia, Rivers, Delta, Bayelsa, Ebonyi, Akwa Ibom,  Cross River, Imo, Anambra und Edo.
  • Nördliche Landeshälfte: In mehreren nördlichen Bundesstaaten kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die bereits Tausende von Todesopfern gefordert haben. Von Reisen in die Bundesstaaten Kaduna, Sokoto, Katsina, Kano, Bauchi, Gombe, Adamawa, Borno und Yobe wird abgeraten. In die anderen Bundesstaaten der nördlichen Landeshälfte sollten Reisen nur aus wichtigen Gründen unternommen werden; dabei ist grosse Vorsicht geboten. Von Touristenreisen wird abgeraten.
  • Abuja (Federal Capital Territory): Auch in der Bundeshauptstadt Abuja haben Anschläge wiederholt zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert. Weitere Anschläge sind zu erwarten. Lassen Sie besondere Vorsicht walten.
  • Plateau State, Nasarawa und Kogi: Bei Anschlägen und Zusammenstössen zwischen Christen und Muslimen kommt es immer wieder zu vielen Todesopfern und Verletzten. Es kommt zu lokalen bewaffneten Konflikten zwischen sesshaften Bevölkerungsgruppen und durchziehenden Nomaden. Die Auseinandersetzungen sind Ausdruck ständig schwelender Spannungen. Weitere gewalttätige Auseinandersetzungen sind möglich. Im Bundesstaat Kogi besteht ausserdem ein erhöhtes Entführungsrisiko. Von Reisen in die Bundesstaaten Plateau State, Nasarawa und Kogi wird abgeraten.


Auszug aus: Reisehinweise EDA

Impfungen & Gesundheit

Gesundheitsinfrastruktur
Die medizinische Grundversorgung ist nicht immer gewährleistet. Ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen müssen in Europa behandelt werden.


Impfungen

  • Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Gelbfieber, Hepatitis A, Poliomyelitis, Masern und Tetanus.
  • In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Abdominaltyphus, Hepatitis B, Meningokokken-Erkrankungen und Tollwut.

Bei Einreisen aus Infektionsgebieten, die innerhalb der letzten 6 Tage besucht wurden, ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben.


Gesundheitslage
Sehen Sie ein Malariamedikament vor und schützen Sie sich gegen Mückenstiche. Ebenfalls existiert ein Denguefieber-Risiko. Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.

Kriminalität

Grundsätzliche Einschätzung
Die Kriminalitätsrate ist im ganzen Land hoch. Es besteht das Risiko von Entführungen mit Lösegeldforderungen. Brutale bewaffnete Raubüberfälle (auf der Strasse und zu Hause), Vergewaltigungen, Betrug, Auto- und andere Diebstähle (auch in Hotels und Restaurants) sind weit verbreitet. Besonders in entlegenen Gebieten kommt es vor, dass Kriminelle sich als Sicherheitskräfte ausgeben und teilweise sogar Uniformen tragen. Diese Umstände zwingen Reisende zu grösster Vorsicht. 

In den nigerianischen Gewässern und Häfen gibt es häufig Fälle von Piraterie.


Spezifische Vorsichtsmassnahmen für dieses Reiseziel

  • Lassen Sie sich unbedingt von einer ortskundigen Vertrauensperson am Flughafen abholen und ins Hotel sowie auf Reisen begleiten. Dies gilt vor allem - aber nicht nur - für Lagos, da sich im Umfeld des Flughafens viele dubiose Dienstleister aufhalten.

  • Auf Landstrassen besteht Überfallgefahr. Unternehmen Sie deshalb unumgängliche Überlandfahrten in Gruppen von mehreren Fahrzeugen, und verzichten Sie nachts ganz darauf.

  • Setzen Sie Ihre Kreditkarte - wenn überhaupt - mit Vorsicht ein; Missbrauch ist vor allem bei kleineren Geschäften verbreitet.

  • Benutzen Sie nach Möglichkeit keine öffentlichen Verkehrsmittel (Bahn, Busse, Taxis).

  • Seien Sie vorsichtig mit Kontakten über das Internet. Es kommt vor, dass Kriminelle unter dem Vorwand, eine Freundschaft oder Geschäftsbeziehung anbahnen zu wollen, Personen ins Land locken, diese dann bedrohen oder entführen, um Geld zu erpressen.

 

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Weitere nützliche Reisehinweise

Naturbedingte Risiken

Im nördlichen Teil des Landes kommt es regelmässig zu Dürreperioden. Während der Regenzeit von März bis Oktober hingegen sind Überschwemmungen häufig.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein bis mindestens 6 Monate nach Einreisedatum gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Ein Visum ist ebenfalls erforderlich.

Vorzuweisen ist das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise. Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Es werden keine Flughafengebühren erhoben.

Versicherungen

Führerausweis und Autovermietung
Der internationale Führerausweis ist obligatorisch. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich. Ausserdem muss bei der örtlichen Polizei eine Fahrbewilligung erworben werden.

Das Mieten eines Fahrzeuges ist nur mit Chauffeur möglich.


Vorübergehende Einfuhr eines Privatfahrzeugs
Ein Grenzpassierscheinheft «Carnet de Passages en Douane» (CPD) ist für die vorübergehende Einfuhr eines Motorfahrzeugs oder eines Anhängers in dieses Land empfohlen.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Rechtsverkehr.

Im Notfall

Notfallnummern

Bei Unfällen mit Verletzten sind Polizei und Ambulanz anzurufen

Notrufnummern
Polizei199
Ambulanz999
Feuerwehr999

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220 V
Vorwahl: +234
Polizei: 199
Ambulanz: 999
Feuerwehr: 999
 

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