Die 10 häufigsten Anfängerfehler von Wohnmobilisten

10 Fehler, die Sie nicht begehen sollten

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Autor: Michael Sterk, TCS Camping Mitglied und begeisterter Camper. Unterwegs mit Wohnwagen und Wohnmobil und tätig als Betriebsleiter im Campinghandel.

Diese typischen Fehler mit dem Wohnmobil sollten Sie vermeiden

Diese typischen Fehler mit dem Wohnmobil sollten Sie vermeiden

Wer zum ersten Mal im Wohnmobil unterwegs ist, muss einiges beachten. Wir zeigen die häufigsten Anfängerfehler und wie man sie umgeht. 

Denn, einige Patzer könnten aus dem Camping-Traumurlaub einen Alptraum machen. Fahrsicherheit, Beladung, Entsorgung. 

Wir erklären, was Anfänger bei Ihrem ersten Campingurlaub mit einem (Miet-)Wohnmobil unbedingt beachten sollten.

Wenn Sie diese Tipps beachten, kann (fast) nichts mehr schiefgehen:

1. Während der Fahrt im Wohnmobil umhergehen

Wer denkt, im Wohnmobil gibt es auch während der Fahrt viel Bewegungsfreiheit, der irrt. Denn nicht nur Fahrer und Beifahrer müssen angeschnallt sein, dies gilt auch für alle weiteren Mitfahrer – egal ob Kind oder Hund. Entsprechend muss die Zahl der Mitfahrer der Anzahl der Sitzplätze mit Sicherheitsgurt entsprechen. Hunde und Katzen können mit verschiedenen Sicherungssystemen unbedenklich im Wohnmobil mitreisen.

2. Mit vollem Frischwassertank losfahren

Nur absolute Wohnmobil-Neulinge machen den Frischwassertank beim Start in den Urlaub so voll wie möglich. Profis dagegen füllen den Tank nur bis zur Hälfte. Diese haben in der Regel ein Fassungsvolumen von ca. 95 bis 170 Liter. Jeder Liter bedeutet Zusatzlast, die das Wohnmobil dann stemmen muss. An den meisten Tankstellen und an allen Campingplätzen kann problemlos Wasser aufgefüllt werden.

3. Das Wohnmobil ungleichmäßig beladen

Chaotisch und unüberlegt sämtliches Gepäck einfach in das Wohnmobil zu werfen, ist nicht ratsam. Allgemein gilt für die Beladung:  Schweres nach unten, Leichtes nach oben – so wird das Fahrzeug durch einen tief liegenden Schwerpunkt stabilisiert. Verstauen Sie Dinge
logisch, sodass sie auch leicht wiedergefunden werden können.

4. Ungesicherte Ladung

Nicht vergessen, das Haus auf Rädern rollt! Daher sollte alles gut verstaut werden. Hier helfen auch Aufbewahrungssysteme für sicheren Halt. Damit der Fahrer unterwegs nicht abgelenkt wird, sollte vor der Abfahrt geprüft werden, ob sich auf den Regalflächen leicht herabfallende Gegenstände befinden. Falls ja, besser einen sicheren Platz suchen – im Wohnmobil sind normalerweise ausreichend Staufächer vorhanden.

5. Eine abenteuerliche Fahrweise

Sie sollten nie ohne Testlauf losfahren – sonst wird die Fahrt zum Negativabenteuer. Auch wer noch so sicher auf vier Rädern unterwegs ist, muss beachten: Wohnmobile haben beispielsweise ein anderes Bremsverhalten und andere Sichtverhältnisse als Pkws. Der Test sollte ein weiteres Mal durchgeführt werden, wenn das Fahrzeug komplett bepackt ist und somit noch einmal mehr Gewicht hat.

6. Fahren bis zum Geht-Nicht-Mehr

Wer so lange wie möglich am Stück fahren möchte, um schnellstens ans Ziel zu kommen, kann mit einigen Problemen konfrontiert werden. 

  • Problem 1: Eine Marathonfahrt ist anstrengend und wer möchte seinen Urlaub schon mit einem derartigen Kraftakt beginnen? 
  • Problem 2: Durchfahren kann besonders nachts und mit Übermüdung gefährlich sein. 
  • Problem 3: Handelt es sich um einen Familienurlaub, können die Kleinen unausstehlich werden, falls sie stundenlang stillsitzen müssen und sich nicht austoben können. 

Daher unbedingt regelmäßige Pausen und wenn möglich einen Fahrerwechsel einplanen.

7. Unbedingt einen Platz an der Sonne suchen

Sonnenanbeter aufgepasst: Zu viel Sonne schadet nicht nur der Haut, sondern auch dem Schönheitsschlaf. Denn wer sein Reisemobil auf dem Stellplatz in die pralle Sonne stellt, bekommt die Sommerhitze so schnell nicht mehr aus den vier Wänden. Die Nächte ähneln dann eher einem Saunaaufenthalt und der erholsame Schlaf bleibt aus. Daher besser einen Platz im Schatten wählen.

8. Abwasserentsorgung hinauszögern

Zu den unschönen Aufgaben beim Urlaub im Wohnmobil gehört das sogenannte Dumpen, also die Entsorgung des Abwassers. Dabei unterscheidet man zwischen Grauwasser (Greywater) – von Dusche, Spül- und Waschbecken – und Schwarzwasser (Blackwater), das
Abwasser aus der Toilette. Besonders letzteres sollte alle paar Tage geleert werden, um zu vermeiden, dass es zu unangenehmen Überraschungen beim nächsten Gang auf das stille Örtchen kommt.

9. Einen auf Heimwerker machen

 Sie sind weder MacGyver noch Bear Grylls. Wer es nicht drauf hat, sollte das Heimwerken besser lassen und in ein Fachbetrieb gehen. Dort kann man sich beim Kauf von Zelt, Schlafsack und weiterem Zubehör von Experten beraten lassen.

10.Ungesellig sein

Campingplätze und Stellplätze sind die perfekten Orte, um mit neuen Leuten in Kontakt zu kommen. Wenn Sie nicht gerade völlig abseitsstehen, bieten sich viele Gelegenheiten, um Bekanntschaften zu schließen und Gleichgesinnte zu treffen. Die einzigen Bekanntschaften, die sie meiden sollten, sind die von Mücken und Ameisen. Unser Tipp: Zitronengras-Duft rings um das Zelt oder das Fahrzeug vertreibt sie. Wer auch vor anderen Menschen Ruhe sucht, sollte sich über Expeditionsmobile und Wild Campen und Stellplatzregeln informieren.

Viel Spaß bei Ihren ersten Wohnmobilreise!
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