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11.06.2026

Verlass auf Rettungskräfte und Lernbereitschaft

Das Vertrauen der Bevölkerung in die Rettungskräfte ist felsenfest.

Text: Jérôme Burgener
Fotos: TCS
Quelle: GFS Bern, TCS-Notfallbarometer, Februar/März 2026 (N = 2019)

Auf die eigenen Fähigkeiten, jemand anderem in Not zu helfen, will sich aber nur eine Minderheit verlassen. Immerhin möchten sich die meisten weiterbilden.

Bei schweren Unfällen oder anderen medi­zi­nischen Notfällen müssen die Rettungskräfte schnell und gekonnt einschreiten. Allein TCS Ambulance, die grösste private Akteurin der Schweiz im Bereich Rettung und Krankentransport, führt jährlich rund 45 000 Einsätze durch. Um besser zu verstehen, wie die Bevölke­rung die Versorgung in Notfällen wahrnimmt, veröffentlicht der TCS den Notfallbarometer – heuer bereits im dritten Jahr in Folge. Die repräsentative Umfrage soll zudem aufzeigen, inwieweit sich die Menschen in der Schweiz befähigt fühlen, anderen in kritischen Situa­tionen beizustehen. Das Marktforschungsinstitut GFS Bern befragte 1004 Personen sowie 810 TCS-Mitglieder.

Einschätzung des Umgangs mit Notfällen in der Schweiz In Prozenten der Bevölkerung ab achtzehn Jahren.

  • 98% - Ich vertraue den Rettungskräften, die im Einsatz sind.

    96% - Ich vertraue den Fachleuten, die sich im Notfall um mich kümmern.

    86% - Es spielt keine Rolle, ob sich eine öffentliche oder eine private Organisation bei einem Einsatz um mich kümmert.

    86% - Die Notfalldienste sind überlastet, weil sich viele Menschen in nicht wirklich dringenden Fällen in die Notaufnahme begeben.

    86% - In der Regel ist die Notfallversorgung in der Schweiz besser als in den Nachbarländern.

    77% - Ich weiss, wer im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls die Kosten für eine Ambulanz übernimmt.

    76% - Ich halte mich für gut darüber informiert, wer die Kosten für medizinische Leistungen übernimmt.

    65% - In Notfällen sollten psychologische Unterstützung und Beratung stärker berücksichtigt werden.

    74% - Ich befürworte die Telemedizin (Beratung via Telefon oder Internet), wenn dadurch der Transport mit der Ambulanz ins Spital vermieden werden kann.


Zur aktuellen Umfrage: tcs.ch/notfallbarometer

Vertrauen ungebrochen

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Les services d’urgence continuent de bénéficier d’un très haut niveau de confiance en Suisse.

Zunächst müssen die diesjährigen Umfrage­ergebnisse im Kontext von besonders schwer­wiegenden Ereignissen betrachtet werden: den Bränden in Crans-­Mon­tana VS am 1. Januar ­sowie in Kerzers FR am 10. März. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb geben 98 Prozent der Befragten an, den Rettungsorganisationen zu vertrauen. Auch unter den Personen, die in den letzten zwei Jahren einen medizini­schen Notfall erlitten, ist das Sicherheitsgefühl hoch: 93 Prozent fühlten sich gut oder sehr gut betreut.
Geht es um die Einschätzung der eigenen Kompetenzen in Notfallsituationen, sieht das Bild anders aus. Weniger als die Hälfte der Befragten fühlen sich imstande, Erste-Hilfe-Leistungen wie etwa eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen. Dass das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gegenüber dem Vorjahr sogar noch abgenommen hat, dürfte auch auf die ­erhöhte Sensibilität und kritischere Selbsteinschätzung aufgrund der Schockbilder aus Crans-­Montana zurückzuführen sein. Gleichzeitig geht dieser Rückgang jedoch mit der klaren Bereitschaft einher, das eigene Wissen zu verbessern: 81 Prozent der Bevölkerung sprechen sich für ­regelmässige Schulungen in Erster Hilfe und Notfallmassnahmen aus. TCS-Mitglieder sind ­zudem eher dazu geneigt, im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Weiterbildungen zu absolvieren (59 Prozent; Bevölkerung: 46 Prozent).

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