





Text: Dominic Graf
Fotos: TCS, Fotolia
Auf dem Pannenstreifen der Autostrada steht ein Kombi mit Schweizer Kennzeichen in der Hitze Süditaliens. Neben dem bis unters Dach bepackten Auto: ein wild gestikulierender Vater mit dem Handy am Ohr. Im Innern krümmt sich die Mutter vom Beifahrersitz nach hinten und versucht, die quengeligen Kinder zu beruhigen. Ein Sinnbild für den Stress nach einer Autopanne auf Reisen.
Diese Familie hat wahrscheinlich keinen ETI-Schutzbrief. Auf sich allein gestellt, kann eine Panne im Ausland zur nervenzehrenden Herausforderung werden. Mit dem Reiseschutz des TCS genügt ein Anruf, und die ETI-Zentrale organisiert die passende Hilfe vor Ort. Auch wenn die Profis des TCS ihr Möglichstes tun, so sind sie abhängig von lokalen Partnern und Gegebenheiten. Es gibt deshalb einige Faktoren, über die man sich bewusst sein sollte.
Aufgrund der grösseren Distanzen und der hohen Nachfrage dauert es in der Regel etwas länger als in der Schweiz, bis der ausländische Pannendienst eintrifft. Manchmal muss man sogar eine Wartezeit von mehreren Stunden in Kauf nehmen. Vor allem im warmen Süden sollte man immer genügend Wasser dabei haben. Um das Warten zu verkürzen und dass der Hunger oder allenfalls die Nachtkälte nicht noch mehr Stress auslösen, ist es von Vorteil, auch Spiele, Snacks und wärmere Kleidung einzupacken. Nicht zu vergessen: Windeln und Milch für die jüngsten TCS-Mitglieder.
Zur seriösen Reisevorbereitung gehört ebenso ein Fahrzeugcheck in der heimischen Werkstatt, inklusive Kontrolle des Reifendrucks und des Ölstands. Zudem sollte man die erforderliche Sicherheitsausrüstung des Ziel- oder Transitlandes kennen, etwa die Pflicht, Warnwesten mitzuführen, oder ein Winterreifenobligatorium. Auf der Website des TCS in der Rubrik «Länderinfos» sind sämtliche Informationen und Anforderungen von über 200 Staaten übersichtlich dargestellt.
Sind Sie für Ihre Reise ins Ausland ausreichend gedeckt? Als TCS-Mitglied haben Sie Zugang zu unserem exklusiven Reiseschutz. Geniessen Sie Ihre Ferien sorgenfrei - egal wohin Ihre Reise geht.
Mehr erfahrenIm Unterschied zur TCS Patrouille, die acht von zehn Fahrzeuge an Ort und Stelle wieder flottkriegt, ist es im Ausland eher üblich, dass ein Auto direkt in eine Werkstatt abgeschleppt wird. Kann es dort nicht repariert werden, organisiert der TCS ein Ersatzfahrzeug. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass das Schadenauto je nach Restwert entweder vor Ort seine «letzte Ruhe» findet oder zurückgeführt wird. Aber auch hier ist Geduld gefragt: Der Trans port kann wegen des administrativen, komplexen Aufwands am Zoll bis zu drei Wochen dauern.
Klar, eine Panne im Urlaub ist ärgerlich. Mit dem ETI kann man sich aber darauf verlassen, dass man nicht auf sich allein gestellt ist und mobil bleibt. Der TCS kann zwar die Panne nicht verhindern, er kann seine Mitglieder aber dabei begleiten, trotzdem ans Ziel zu kommen – oder sicher nach Hause.
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