Mitglieds-Karte
TCS Mastercard
Rechnung

  • Coronavirus - Wir sind für unsere Mitglieder weiterhin im Dauereinsatz. Alles Wichtige rund um die aktuelle Situation entdecken Sie hier
  • Coronavirus - Wir sind für unsere Mitglieder weiterhin im Dauereinsatz. Alles Wichtige rund um die aktuelle Situation entdecken Sie hier

Freies Übernachten mit dem Camper

Die Do’s and Don’ts beim Wildcampen in der Schweiz - die Empfehlungen von MyCamper

Wildcampen ist hoch im Kurs. Durch die aktuelle Lage der geschlossenen Grenzen sowie der Campingplätze liegt die Ausweichmöglichkeit mit dem Wohnmobil, Camper oder Wohnwagen wildcampen zu gehen auf der Hand. 

Auch wir, als grösste Camper Sharing Plattform der Schweiz, lieben das abenteuerreiche Campen ohne Wasser- und Stromanschluss. Doch in letzter Zeit häufen sich leider die Berichte von Konflikten beim Wildcampen. Wir erhalten von unserer Camper Community die Rückmeldung von überfüllten Wildcampingspots, Einheimische die Wildcamper fotografieren oder von Campern die weggewiesen werden.

Aus diesem Grund gehen wir in diesem Artikel auf die Rechtslage des Wildcampings in der Schweiz ein und vor allem auf die sogenannten “Do’s and Dont’s” des Wildcampings, sodass dem Campen in der Natur nichts mehr im Weg steht. Wir vertreten die Meinung, dass es in der Schweiz genügend Platz gibt, um wild zu campen und man gut aneinander vorbeikommt, wenn man die Grundregeln des Wildcampens einhält.

Auch wir können es wie du, kaum erwarten wieder campen gehen zu können. Aber wir verzichten aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie auf unsere Leidenschaft und befolgen die Richtlinien des BAGs. Informiere dich auf bag.ch über die aktuelle Camping-Situation in der Schweiz und plane in der Zwischenzeit deinen nächsten Camping Trip.

Freies Übernachten in der Schweiz

Das freie Übernachten ausserhalb eines bewilligten Campingplatzes in der Schweiz ist grundsätzlich nicht verboten. Die Rechtslage zu diesem Thema ist nicht ganz schlüssig und etwas komplexer, da sie je nachdem, auf kantonaler oder sogar in manchen Teilen der Schweiz auf Gemeindeebene, geregelt ist. 

Aus diesem Grund empfehlen wir, deinen Wildcamping-Trip im Voraus zu planen. Finde heraus, wo du genau autark stehen möchtest und setze dich dann mit der Rechtslage in dieser Region auseinander. Bei Unsicherheiten kontaktiere in jedem Fall die Amtsstelle des Kantons oder die Gemeinde, in der du wildcampen möchtest. 

Eine kleine Übersicht zur Rechtsgrundlage in den einzelnen Kantonen gibt es hier. 

Es gibt jedoch Orte in der Schweiz, an denen das Campen in der Natur strengstens untersagt ist:

  • In Naturschutzgebieten
  • Im Schweizerischen Nationalpark
  • In Jagdgebieten
  • In Wildruhezonen
  • An Orten, an denen ein allgemeines Betretungsverbot gilt (z.B. Privatgrundstück) 

wild campen

Das Wildcampen oberhalb der Waldgrenze ist erlaubt. Auf privatem Grundstück ist es grundsätzlich verboten. Der Eigentürmer hat sogar das Recht, Camper die auf seinem Grundstück übernachten, zu vertreiben. Hier empfehlen wir dir, den Eigentümer im Vorfeld zu kontaktieren und um Erlaubnis zu bitten. Erfahrungsgemäss stösst man im Normalfall auf offene Ohren und so steht dem Abenteuercamping nichts mehr im Weg! 

Es gilt also: Wer nach den Regeln der Kunst wildcampen möchte, muss sich vorab informieren und für Privatgrundstücke um Erlaubnis bitten.

Do’s und dont’s beim freien Übernachten

Hier eine kleine Übersicht der ungeschriebenen Gesetze des Wildcampings. Mit gesundem Menschenverstand sind diese einfach einzuhalten und sorgen dafür, dass Mensch und Umwelt von unserer Leidenschaft des autarken Campens nicht beeinträchtigt werden.

  • Privatgrund: Fragen, ob man hier stehen darf

Immer häufiger treffen wir beim Wildcampen auf Menschen, die uns Wildcampern nicht gut gesinnt sind. Ein Grund hierfür ist oft das Fehlverhalten von Vorgängern.

Wenn du dir unsicher bist, ob du auf dem freien Stellplatz bleiben darfst, sprich Leute in der Nähe an. Such das Gespräch und sei auch einsichtig, falls das Wildcampen auf deinem ausgesuchten Platz unerwünscht ist. Suche in diesem Fall einen neuen Stellplatz.
Es gibt verschiedene Plattformen, wie Nomady oder die beliebte App Park4Night, wo man autarke Stellplätze finden kann.

  • Eigenen Müll und den von anderen mitnehmen

Dieser Punkt ist eigentlich für viele leidenschaftliche Camper sowie Camping-Einsteigerinnen und -Einsteiger klar. Nach wie vor müssen wir aber feststellen, dass nicht alle gleichermassen Sorge zur Natur tragen.

Deshalb ist dieser Punkt sicher eines der Wichtigsten: Hinterlasse keine Spuren für Mensch und Tier. Nimm deinen Abfall und am besten noch den von anderen mit. Auch vermeintlich Kompostierbares, denn vieles braucht deutlich länger, um abgebaut zu werden, als man denkt. 

Kleiner Tipp: Halte auch während deines Aufenthalts die Umgebung und die unmittelbare Nähe deines Campers sauber. So vermeidet man zusätzliche Konflikte mit Mitmenschen.


  • Offene Feuer in der Natur

Es gibt wenige Wildcamping-Plätze, an denen es Feuerstellen gibt. Diese können selbstverständlich genutzt werden. Ansonsten raten wir vom offenen Feuer in der Natur ab. Nutzt die sicheren Kochstellen eures Campers oder Wohnmobils. Achtet hierbei zusätzlich auf akute Trockenheit und auf Tiere in naheliegenden Bauernhöfen.


  • Den Nachbarn nicht stören

Da Wildcamping in der Schweiz immer mehr an Beliebtheit zunimmt, trifft man an tollen Stellplätzen in der Natur immer mehr Menschen an. Sprich, man ist nicht mehr ganz so alleine, wie man es sich vielleicht wünscht.

Deshalb empfehlen wir möglichst keine Musik während des Aufenthaltes zu hören und Telefonate eher diskret zu führen. Auch wenn ihr bei frühmorgendlicher Abfahrt auf das Schletzen von Türen verzichtet, werden euch eure Nachbarn dankbar sein.


  • Das kleine grosse Geschäft

Auf den Campingplätzen findet man immer Sanitäranlagen, wo man ohne darüber nachzudenken einfach das WC aufsuchen kann. Nicht so beim Wildcampen. Hier empfehlen wir dir, deine Campingtoilette im Wohnmobil oder Camper zu benutzen. Falls dein Fahrzeug keine hat, dann raten wir dir ein stilles Plätzchen aufzusuchen. Nimm dafür eine Schaufel oder einen Kotbeutel mit.

Die Schaufel benötigst du, um ein Loch zu graben. Nach deinem Geschäft kannst du damit einfach das Loch wieder zu buddeln. Falls du ein Kotbeutel dabei hast, dann solltest du den Kot nach deinem Geschäft, wie bei einem Hund, aufsammeln und in den dafür vorgesehenen Abfalleimer entsorgen (Raststätten, Campingplätze, Robidog Abfalleimer, etc.).


  • Nachhaltige Pflegeprodukte verwenden

Littering ist wie oben bereits erwähnt wieder vermehrt ein Problem beim Wildcampen in der Schweiz. Dabei handelt es sich meist um sichtbaren Abfall, der dort liegt, wo er nicht sollte.

An diesem Punkt möchten wir euch darauf sensibilisieren, dass man sich beim Wildcampen oft in der freien Natur die Hände, Füsse oder gar den ganzen Körper wäscht. Dabei setzen wir mit den herkömmlichen Shampoos und Seifen direkt Schadstoffe in die Natur und in die Flüsse.

Achtet deshalb beim Wildcampen speziell darauf, dass ihr umweltfreundliche Seifen, Shampoos oder Reinigungsmittel verwendet. Diese findet man in allen Apotheken und im Detailhandel.


  • Das Internet einfach mal ausschalten

Die Verlockung ist gross, dass man das Internet stets an seinem Alltag teilhaben lässt. Die Kunst des Wildcampings ist jedoch auch, dass man all dies hinter sich lässt und ganz nach dem Motto “back to basics”, sich einfach mal auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentriert.

Deshalb ein gut gemeinter Ratschlag von uns: Schaltet das Internet während eures Aufenthalts an einem Wildcamping-Platz aus und geniesst die Ruhe und vor allem einfach mal die Natur!

War dieser Artikel hilfreich?
Ja
Nein
100%
der Nutzer fanden diesen Artikel hilfreich
72 Bewertungen
 

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Angebote des TCS

Newsletter
Social Media
Neue Produkte & Jubiläen
 
Bitte haben Sie einen Moment Geduld
Wir optimieren gerade unsere Website, und es kann zu längeren Ladezeiten kommen.