Reifendruckkontrollsensoren

Der Reifen wird immer intelligenter


Die ersten Reifendruckkontrollsensoren wurden im Jahr 2002 eingeführt. Diese informieren den Autofahrer über den aktuellen Reifendruck und warnen bei zu geringem Druck ganz komfortabel. Mithilfe dieser Sensoren können mit optimal gefüllten Reifen deren Lebensdauer gesteigert und der Treibstoffverbrauch wie auch die CO₂-Emissionen gesenkt werden.

Neue Systeme

Heute wird weltweit am weiteren Ausbau der Funktionsvielfalt der Reifen auf Basis der darin integrierten Reifendrucksensoren gearbeitet. Sensoren mit hoher Performance erkennen das Fahrzeuggewicht und melden bereits während der Luftkontrolle, wenn der notwendige Luftdruck erreicht wird. Dies erleichtert das Befüllen und sorgt selbst bei ungenauen Manometern stets für den richtigen Reifendruck (Filling Assistant von Continental).

Eine weitere Möglichkeit ist die Beladungserkennung, die den Autofahrer warnt, wenn zum Beispiel bei einer Fahrt in die Ferien die maximale Zuladung überschritten wird. Zukünftige Fahrerassistenzsysteme können die Ladungsinformationen nutzen, um ihre Funktionen an das jeweilige Fahrzeuggewicht anzupassen. So werden automatisierte Fahrfunktionen noch sicherer und komfortabler.

Profiltiefe erfassen

Zukünftige Reifensensoren von Continental analysieren das Abrollverhalten und erkennen, wann die Reifen wegen zu wenig Profiltiefe gewechselt werden müssen. Dieser Hinweis kann dann über die Bordelektronik direkt an den Garagisten weitergegeben werden. Andere Hersteller verwenden einen winzigen Clip mit integrierter Antenne direkt im Reifenmaterial. Damit gelangen Basisdaten wie «Was für ein Reifen bin ich?» über einen Funkempfänger direkt zur Fahrzeugelektronik. Diese Technik wird in Zukunft die Flottenmanager erfreuen.

Mit all diesen Informationen können dann die Fahrwerkregelsysteme wie das Antiblockiersystem (ABS), das elektronische
Stabilisierungsprogramm (ESP), der Bremsassistent etc. in ihrer Wirkung weiter optimiert werden.

Aquaplaning erkennen

Die Möglichkeiten scheinen nicht ausgeschöpft zu sein. Auch Wetterdaten können zukünftig in dieser Datenfusion berücksichtigt werden. Kameras erkennen die Fahrbahnoberfläche oder mit einer Analyse des Spritz- und Sprühmusters wird die Gefahr von Aquaplaning errechnet. Was heute noch in den Kinderschuhen steckt, kann zukünftig ein wichtiges Puzzleteil in einer autonomen Mobilität sein.

Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) erlauben etwas weniger häufige Kontrollen des Reifendrucks, entbinden den Fahrer aber nicht völlig davon. Tipp: Prüfen Sie beim Tankstopp auch mal den Reifendruck. Fehlfunktionen des RDKS sind nie ausgeschlossen.

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