Testablauf

Wie wurde getestet? Erfahren Sie mehr darüber, wie die Tests ablaufen.


Die Tester haben das reifenspezifische Fahrverhalten anhand praktischer Versuche auf verschiedenen Testgeländen auf trockener und nasser Fahrbahn (im Winter auch auf schneebedecktem und vereistem Strassenbelag) ermittelt und ausgewertet. Getestet wurde zudem das Verhalten der Pneus bezüglich Geräuschentwicklung, Treibstoffverbrauch, Verschleiss, Schnelllauf und Dauerhaltbarkeit.

Vom Premium- bis zum Low-Budget-Produkt

Zu den Testobjekten gehören Markenreifen und Pneus mit Bedeutung auf den Märkten der Testpartner. Ziel ist es, die Preisspanne vom Premiumanbieter bis zum Low-Budget-Produkt abzubilden. Insgesamt wurden ca. 1'000 Reifen bei verschiedenen Reifenhändlern eingekauft, um sicherzustellen, dass keine manipulierten Produkte getestet werden. 

Bei Marktneuheiten werden Erstserienprodukte des Herstellers verwendet. Vor Abschluss des Reifentests werden diese Reifentypen zusätzlich im freien Handel erworben und nachgetestet. Diese sogenannte Serienüberprüfung beinhaltet Messungen in mehreren Disziplinen, bei der bereits minimale Abweichungen (z.B. im Nassbremsen) zum Ausschluss führen.

Die Testfahrer wissen nicht, welche Reifenmarke sie gerade testen

Mit Ausnahme der Verschleiss-Messungen werden alle Prüfungen auf abgesperrten Teststrecken durchgeführt. Jedem Testprodukt wird im Zufallsprinzip eine Zahl zugeordnet, um die zu testenden Produkte zu anonymisieren. Die Testfahrer wissen also nicht, welche Reifenmarke sie gerade testen. Sämtliche Messergebnisse und Beurteilungen werden bis zum Abschluss der Reifentests unter der entsprechenden Referenznummer gespeichert.

Das Fahrverhalten der Reifen wird in praktischen Fahrversuchen auf verschiedenen Testgeländen ermittelt. Vor den Tests werden sämtliche Reifen auf trockener Fahrbahn eingefahren (Zurückgelegte Strecke: 400 – 500 km).

Die Testkriterien

Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn

  • Getestet werden die Fahrstabilität, das Handling und die Vollbremsung.
  • Die Fahrstabilität und das Handling werden von 2 unabhängigen Testfahrern bei einer Geschwindigkeit bis maximal 150 km/h subjektiv beurteilt.
  • Der Bremstest misst den Bremsweg mit ABS bei einer Vollbremsung aus 100 km/h.

Fahrverhalten auf nasser Fahrbahn

  • Getestet werden das Bremsverhalten und die Gefahr von Aquaplaning.
  • Das Bremsverhalten wird beim Abbremsen von 80 auf 20 km/h untersucht.
  • Die Gefahr von Aquaplaning wird auf einer Strecke gemessen, die mit 4 bis 7 Millimeter Wasser bedeckt ist. Dabei wird festgestellt, ab welcher Geschwindigkeit die Gefahr durch Aquaplaning besteht.

Fahrverhalten von Winterreifen auf Schnee

  • Der Bremsweg wird aus einer Geschwindigkeit von 30 km/h gemessen.
  • Das Anfahrvermögen wird anhand der Steigung ermittelt.
  • Auf einer Passstrasse wird die Seitenführung beurteilt. Ausserdem wird getestet, wie gut die Antriebskraft von den Reifen auf die Strasse übertragen wird.

Fahrverhalten von Winterreifen auf Eis

  • Hier wird der Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h gemessen.
  • Die Seitenführung wird beurteilt, indem die Seitenkraft bei mehreren verschiedenen Schräglaufwinkeln im Bereich 1–6 Grad gemessen wird.

Komfort und Geräusche

  • Die Geräuschemissionen werden bei der Fahrt auf Asphalt und Beton getestet.
  • Das Aussengeräusch wird bei der Vorbeifahrt mit 80 km/h in Dezibel gemessen.
  • Die Lautstärke des Geräuschs im Fahrzeuginneren wird bei einer Geschwindigkeit von 80 bis 30 km/h von 2 unabhängig agierenden Testpersonen subjektiv beurteilt. Dabei wird der Motor im Fahren abgestellt.

Treibstoffverbrauch

  • Für den Treibstoffverbrauch ist der Rollwiderstand massgebend.
  • Dieser wird bei einer Geschwindigkeit von konstant 100 km/h mittels einer Verbrauchsmessanlage geprüft.

Verschleiss

  • Mit jeweils mehreren Testreifensätzen werden über 10'000 km zurückgelegt.
  • Dabei wird die Profiltiefe regelmässig auf dem gesamten Reifenumfang gemessen.
  • Die Distanz, welche ein Reifen bis zur vollständigen Abnützung auf eine Profiltiefe von 1.6 mm zurücklegt, ist massgebend.
  • Allfällige Materialmängel werden auch bei der Testfahrt erkannt.

Schnelllauf

  • Die Stabilität bei der maximal zulässigen Fahrgeschwindigkeit wird auf einem Prüfstand kontrolliert und beurteilt.

TCS Bewertungsstufen

Die Prozentzahl ist nicht als absoluter Wert zu verstehen, sondern als «Einzelnote»:

TCS Bewertung TCS Sternbewertung TCS Gesamtnote des Produkts

«hervorragend»

★★★★★
80-100% 

« sehr empfehlenswert »

★★★★

60-79% 

«empfehlenswert»

★★★

40-59% 

«bedingt empfehlenswert»

★★

20-39% 

«nicht empfehlenswert»

0-19%

TCS Bewertung

«hervorragend»

TCS Sternbewertung ★★★★★
TCS Gesamtnote des Produkts 80-100% 
TCS Bewertung

« sehr empfehlenswert »

TCS Sternbewertung

★★★★

TCS Gesamtnote des Produkts 60-79% 
TCS Bewertung

«empfehlenswert»

TCS Sternbewertung

★★★

TCS Gesamtnote des Produkts 40-59% 
TCS Bewertung

«bedingt empfehlenswert»

TCS Sternbewertung

★★

TCS Gesamtnote des Produkts 20-39% 
TCS Bewertung

«nicht empfehlenswert»

TCS Sternbewertung

TCS Gesamtnote des Produkts

0-19%

Eine Einzeldisziplin ist.. wenn..

«sehr gut »

80-100%

«gut»

60-79%

«zufriedenstellend»

40-59%

«schwach»

20-39%

«sehr schwach»

0-19%

Eine Einzeldisziplin ist..

«sehr gut »

wenn..

80-100%

Eine Einzeldisziplin ist..

«gut»

wenn..

60-79%

Eine Einzeldisziplin ist..

«zufriedenstellend»

wenn..

40-59%

Eine Einzeldisziplin ist..

«schwach»

wenn..

20-39%

Eine Einzeldisziplin ist..

«sehr schwach»

wenn..

0-19%

Sicherheit wird höher gewichtet als Ökonomie und Ökologie

Bei den Urteilen «empfehlenswert», «bedingt empfehlenswert» und «nicht empfehlenswert» wird die Gesamtnote seit 2012 nicht mehr über die Gewichtung berechnet. Stattdessen ist für das Urteil die schlechteste Note (ausgenommen Komfort/Geräusche) ausschlaggebend. Diese schlägt durch und wird als Gesamtnote verwendet. Bei gleicher Gesamtnote wird alphabetisch nach Herstellernamen sortiert. 

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