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02.03.2026

TCS Storchtest

Ab dem 1. April 2026 setzt der TCS nicht mehr auf Drohnen, sondern auf Störche. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom. Der grösste Schweizer Mobilitätsclub hat die fünf gängigsten Modelle getestet.

Im Bereich der vertikalen Mobilität setzt der TCS ab dem 1. April 2026 nicht mehr auf Drohnen, sondern auf Störche. Die Gründe für diese Entscheidung sind offensichtlich.

Der TCS, immer ein Pionier nachhaltiger Innovationen, verkündet eine bahnbrechende Neuerung in der vertikalen Mobilität: Adieu, Drohnen – willkommen, Störche! Diese majestätischen Vögel – mal Zugvögel, mal in unseren Gefilden überwinternd sowie Symbole von Langlebigkeit und Treue – werden zu den neuen Partnern für umweltfreundliche Lieferungen und Transporte. Ihre CO₂-Bilanz ist unschlagbar, denn sie nutzen ausschliesslich erneuerbare Energiequellen: getragen von Aufwinden und gespiesen mit Insekten. Und sie erzeugen keinerlei störende Geräusche, abgesehen von gelegentlichem Schnabelklappern.

Die Zukunft der nachhaltigen Logistik

Stork test
Bereit für den Test: die ausgewählten Störche vor dem TCS Test Lab.
Ihr angeborener Orientierungssinn macht energieintensive GPS-Systeme überflüssig. Auch Lithium-Ionen-Akkus sind nicht mehr nötig: Die nötige Portion Frösche, Fische oder lokale Spezialitäten genügt, um sie anzutreiben. Jede Lieferung – sei es ein leichtes Gut oder der Transport von Neugeborenen – erreicht zuverlässig am vorgesehenen Tag und zur festgelegten Uhrzeit ihr Ziel. Unfälle sind selten. Einige dieser Stelzvögel sind sogar in der Lage, aus grosser Höhe beeindruckende Aufnahmen zu liefern. Natürlich gibt es noch Herausforderungen zu meistern, etwa die Abstimmung der Zugzeiten bei bestimmten Arten oder den Umgang mit leicht feuchten Paketen. Doch wie Hans Ueli Schtork, Projektleiter TCS Störche, versichert, stehen sie für die Zukunft nachhaltiger Logistik – und das nicht nur bei der Lieferung von Babys.
Ab dem 1. April wird der TCS fünf verschiedene Storchmodelle einsetzen, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Im Vorfeld hat der TCS einen Test durchgeführt, um die Vor- und Nachteile jedes Vogels genau zu analysieren.

Der erste Flugtest im Video

Vor dem eigentlichen Vergleich stand der Reaktionstest auf dem Programm. Die Störche mussten den Befehl «Fly away and fletch the baby!» (auf Deutsch: Flieg weg und hol das Baby!) ausführen. Vier von fünf Arten reagierten darauf, nur eine war dafür schlichtweg nicht geeignet und verstand zudem kein Englisch. Dennoch ergab sich ein beeindruckendes Resultat.

Der grosse Vergleichstest

Alsace Roof-Fire X2

Herkunfts- bzw. Herstellerland: Muttersholz, Elsass, Frankreich. Art: Weissstorch.
Mitgelieferte Sprachen: Elsässisch, Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch, Franglais.
Reichweite: 150–300 km. Fluggeschwindigkeit: 50 km/h. Flughöhe: 1200–1500 m.
Ernährung: Sauerkraut, Insekten, Regenwürmer, Amphibien. Defäkationsort: in der Regel auf Hausdächer.
Kamerahalterung: ja. Babytransport: ja, auf dem Rücken (ISO-Norm: XP17-16).
Einsatzgebiet: Transport von Neugeborenen (bis 2,7 kg), Kleintransportgut (keine Lebensmittel).

Das Fazit des Experten: Der Alsace Roof-Fire X2 ist gut, zuverlässig, fleissig und mehrsprachig. Er leistet den Aufrufen der Gewerkschaft 6Gogne jedoch oft Folge und tritt in den Streik. Durch den häufigen Verzehr von Sauerkraut neigt dieser Storch zu Blähungen während des Fluges, wodurch er an Höhe und somit an Reichweite verliert. Die Verlustrate von Babys während des Fluges liegt unter 8% – das zweitbeste Ergebnis dieses Tests und somit gut. Die Defäkation verrichtet der Alsace Roof-Fire X2 in der Regel direkt auf den Dächern. Das Reinigungsmittel dazu ist in der Optionenliste aufgeführt. Der Alsace Roof-Fire X2 ist (noch) nicht in der Lage, während des Fluges Fotos zu machen.

Swiss Security TS

Herkunfts- bzw. Herstellerland: Altreu SO, Schweiz. Art: Weissstorch.
Mitgelieferte Sprachen: Vollversion Schweizerdeutsch, Grundwortschatz Französisch/Italienisch/Englisch.
Reichweite: 250 km. Fluggeschwindigkeit: 50 km/h; über bewohntem Gebiet: 30 km/h. Flughöhe: 1200–1500 m.
Ernährung: Rösti, Raclette, Regenwürmer. Defäkationsort: im eigenen Nest.
Kamerahalterung: ja. Babytransport: ja, am Bauch (ISO-Norm: 4 XP16). 
Einsatzgebiet: Transport von Neugeborenen (bis 2,9 kg), alle Materialarten (nur Schweizer Fabrikate).

Das Fazit des Experten: Der Swiss Security TS ist gut, zuverlässig, fleissig und mehrsprachig. Er ist aus hiesiger Produktion, ist reinlich, gut erzogen, vorsichtig und parkiert rückwärts. Da er sich gelegentlich von Raclette ernährt, leidet er oft unter Durchfall, verrichtet sein Geschäft ausschliesslich im eigenen Nest, das er täglich säubert. Der Transportverlust von Babys liegt bei nahezu null – das Topergebnis dieses Vergleichstests. Achtung: Im Winter neigt er bei dichtem Nebel stark zur spontanen Migration – in der Testphase wurden Babys in Andalusien und Marokko gefunden.

ZP Blue Eyes Marabou

Herkunfts- bzw. Herstellerland: Dakar, Senegal. Art: afrikanischer Marabu.
Mitgelieferte Sprachen: Französisch, Wolof, Pulaar, Serer, Diola.
Reichweite: mehrere Dutzend Kilometer pro Tag. Fluggeschwindigkeit: 50–60 km/h. Flughöhe: mehr als 1000 m.
Ernährung: Aasfresser (Säugetierkadaver), verdorbene Eier, organische Abfälle. Defäkationsort: in Grüngutsammelsäcken und auf öffentlichen Deponien.
Kamerahalterung: nein. Babytransport: nein.
Einsatzgebiet: Transport von kompostierbarem Grüngut und von Abfällen.

Das Fazit des Experten: Dieser Storch spielt eine wichtige Rolle in der Abfallwirtschaft, er transportiert Abfälle zu Kompostierungsanlagen und Entsorgungshöfen respektive Deponien. Dank seiner enormen Grösse kann er mühelos durch die Luft gleiten und das Mittelmeer überqueren. Achtung: Die Brunftzeiten der Männchen sind schwer vorhersehbar, sie sind in der Lage, jeden zu verzaubern, auch Menschen. Der ZP Blue Eyes Marabou versteht weder Deutsch noch Englisch.

Yǒngqì Scout 2 Gen

Herkunfts- bzw. Herstellerland: Vorort von Shanghai, China. Art: asiatischer Storch.
Mitgelieferte Sprachen: Englisch, Mandarin, Kantonesisch.
Reichweite: sehr weite Distanzen (Werksangabe). Fluggeschwindigkeit: 40–60 km/h. Flughöhe: sehr hoch (Werksangabe).
Ernährung: Fisch, Poulet süss-sauer, Pekingente. Defäkationsort: in der Regel überall.
Kamerahalterung: nein. Babytransport: ja, im Schnabel (kleines Tragetuch). 
Einsatzgebiet: Transport von kostengünstiger Ware aus China.

Das Fazit des Experten: Dieser höchst ausdauernde Storch ist bereits bei chinesischen Versandhandelsplattformen im Einsatz. Die Lieferung von bestellten Waren dauert mehrere Monate. Die Absturzquote bei Jungtieren liegt bei 80%; man findet sie häufig in den Bergen des Himalaya. Kein Warenumtausch möglich; die Lieferungen sind jedoch sehr preiswert und absolut unzuverlässig.

US Patrol Tribe P200

Herkunfts- bzw. Herstellerland: Cape Canaveral, Florida, USA. Art: nordamerikanischer Tantalusstorch.
Mitgelieferte Sprache: Englisch.
Reichweite: wenig, häufiges Energietanken in Fast-Food-Restaurants. Fluggeschwindigkeit: 50 km/h. Flughöhe: mehr als 1000 m.
Ernährung: Hamburger, Chicken Nuggets, Kaulquappen, panierter Fisch. Defäkationsort: normalerweise in Gewässern und in Sümpfen.
Kamerahalterung: ja. Babytransport: nein.  
Einsatzgebiet: Aufnahmen für Google Maps, Transport grossen Fleischmengen, aber auch Cookies, Donuts sowie vegane Produkte.

Das Fazit des Experten: Es ist ein scheues Tier, das seinem Eigentümer jedoch gut gehorcht. Per Gesetz ist die Jagd auf diesen Storch gestattet, davon ausgenommen sind jene Exemplare mit einer tätowierten amerikanischen Flagge am Bauch. Die Lieferkosten sind hoch, das Trinkgeld von 15 bis 20% ist obligatorisch, andernfalls ist mit Schnabelhieben zu rechnen. Der Babytransport ist deshalb ausgeschlossen, weil der US Patrol Tribe P200, ein Fleischfanatiker der ersten Stunde, nur Erwachsene über 21 Jahre transportiert. Achtung: Diese Storchenart hat keine Ahnung von Geografie, 80% der Transporte aus dem Ausland landen deswegen in Schweden und nicht in der Schweiz.

Charakteristiken und TCS-Bewertung

Marke, 
Storchenart

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

Swiss Security TS, Weissstorch

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

Herkunfts- bzw. Herstellungsland

Frankreich

Schweiz

Senegal

China

USA

Flugverhalten bei trockener Witterung

hervorragend

hervorragend

gut

mittelmässig

 gut

Flugverhalten bei nasser Witterung

gut

sehr gut

gut

gut

mittel

Mitgelieferte Sprachen

4,5

4

5

3

 1

Reichweite (Werksangabe)

150–300 km

250 km

mehrere Dutzend Kilometer pro Tag

«sehr grosse Distanzen»

100 km 

Reichweite (TCS-Test)

100–270 km

240 km

mehrere Dutzend Kilometer pro Tag

unendlich viele Kilometer

20–25 km¹ 

Flughöhe (Werksangabe)

1200–1500 m

1200–1500 m

mehr als 1000 m

«sehr hoch»

mehr als 1000 m 

Flughöhe (TCS-Test)

1100 m

1000 m

850 m

7000 m und höher² 

800 m 

Gehorsam

sehr gut

sehr gut

durchschnittlich

gut

gut

Bedienung

sehr gut

sehr gut

gut

mittelmässig

durchschnittlich

Babytransport

ja, auf dem Rücken

ja, am Bauch

nicht vorhanden

ja, im Schnabel (wenig zuverlässig)

nicht vorhanden

Verlustrate von Babys

8%

3%

keine Angaben

80%, sehr schlecht

keine Angaben

TCS-Bewertung

****
79%
sehr 
emfehlenswert

****
77%
sehr 
empfehlenswert

*** 
57%
empfehlenswert

**
39%
bedingt 
empfehlenswert

**
33%
bedingt 
empfehlenswert

Marke, 
Storchenart

Herkunfts- bzw. Herstellungsland

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

Frankreich

Swiss Security TS, Weissstorch

Schweiz

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

Senegal

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

China

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

USA

Marke, 
Storchenart

Flugverhalten bei trockener Witterung

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

hervorragend

Swiss Security TS, Weissstorch

hervorragend

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

gut

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

mittelmässig

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

 gut

Marke, 
Storchenart

Flugverhalten bei nasser Witterung

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

gut

Swiss Security TS, Weissstorch

sehr gut

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

gut

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

gut

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

mittel

Marke, 
Storchenart

Mitgelieferte Sprachen

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

4,5

Swiss Security TS, Weissstorch

4

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

5

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

3

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

 1

Marke, 
Storchenart

Reichweite (Werksangabe)

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

150–300 km

Swiss Security TS, Weissstorch

250 km

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

mehrere Dutzend Kilometer pro Tag

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

«sehr grosse Distanzen»

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

100 km 

Marke, 
Storchenart

Reichweite (TCS-Test)

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

100–270 km

Swiss Security TS, Weissstorch

240 km

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

mehrere Dutzend Kilometer pro Tag

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

unendlich viele Kilometer

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

20–25 km¹ 

Marke, 
Storchenart

Flughöhe (Werksangabe)

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

1200–1500 m

Swiss Security TS, Weissstorch

1200–1500 m

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

mehr als 1000 m

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

«sehr hoch»

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

mehr als 1000 m 

Marke, 
Storchenart

Flughöhe (TCS-Test)

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

1100 m

Swiss Security TS, Weissstorch

1000 m

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

850 m

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

7000 m und höher² 

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

800 m 

Marke, 
Storchenart

Gehorsam

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

sehr gut

Swiss Security TS, Weissstorch

sehr gut

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

durchschnittlich

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

gut

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

gut

Marke, 
Storchenart

Bedienung

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

sehr gut

Swiss Security TS, Weissstorch

sehr gut

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

gut

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

mittelmässig

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

durchschnittlich

Marke, 
Storchenart

Babytransport

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

ja, auf dem Rücken

Swiss Security TS, Weissstorch

ja, am Bauch

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

nicht vorhanden

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

ja, im Schnabel (wenig zuverlässig)

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

nicht vorhanden

Marke, 
Storchenart

Verlustrate von Babys

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

8%

Swiss Security TS, Weissstorch

3%

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

keine Angaben

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

80%, sehr schlecht

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

keine Angaben

Marke, 
Storchenart

TCS-Bewertung

Alsace Roof-Fire X2, Weissstorch

****
79%
sehr 
emfehlenswert

Swiss Security TS, Weissstorch

****
77%
sehr 
empfehlenswert

ZP Blue Eyes Marabou, afrikanischer Marabu 

*** 
57%
empfehlenswert

Yǒngqì Scout 2 Gen, asiatischer Storch

**
39%
bedingt 
empfehlenswert

US Patrol Tribe P200, nordamerikanischer Tantalusstorch 

**
33%
bedingt 
empfehlenswert

¹ Je nach Standort der Fast-Food-Restaurants.
² Zeigt z.T. grosse Schwierigkeiten, über die Gipfel des Himalaya zu fliegen, v.a. Jungtiere. 

Text: Philippe Rawyler / Hans Ueli Schtork
Fotos: Pixabay
Montage: TCS

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