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03.07.2020

«Es lit es Stedtli wunderhübsch am Aarestrand»

Solothurn feiert sein 2000-jähriges Bestehen. Grund für Fernsehmoderatorin Sandra Boner, eine Hommage an ihre hinreissende Heimatstadt zu schreiben.
03. Juli 2020

Die Ambassadorenstadt

Solothurn ist für mich der Mittelpunkt der Welt, von Solothurn aus sind Sie in nur drei Stunden in Paris und in weniger als vier Stunden an der Côte d’Azur. Aber wer will schon von Solothurn weg? Von einer Stadt an der Aare im Mittelland am Jurasüdfuss, die alles zu bieten hat: Kunst, Kultur, Lebendigkeit und die für mich Heimat ist – und all das auf nur 6,29 Quadratkilometer.

Mobilité verticale
Die prächtige St.-Ursen-Kathedrale ist Solothurns Wahrzeichen.

Die lebhafte, barocke Altstadt, die spannende Geschichte, die aussergewöhnlichen Museen und die zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten laden zum Entdecken und Geniessen ein. Das historische Zentrum beeindruckt mit einer traumhaften Kulisse – schliesslich trägt die Kantonshauptstadt den prestigeträchtigen Titel «schönste Barockstadt der Schweiz» und dies nicht von ungefähr. Geprägt von der Architektur aus der Zeit, als die Botschafter des französischen Königshauses (1530–1792) in Solothurn residierten, wird sie auch «Ambassadorenstadt» genannt. Durch die romantischen Kopfsteinpflastergässchen lassen sich die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten wie die St.-Ursen-Kathedrale, das Baseltor oder der Zeitglockenturm bequem zu Fuss erkunden.

Die architektonische Grandezza ist in Solothurn überall gut sicht- und spürbar. Wenn meine Söhne und ich an einem sommerlichen Tag in den Gassen flanieren und wir uns ein feines Gelato gönnen, dann fühlen wir uns zu Hause, aber gleichzeitig ist es auch wie eine Auszeit für uns.

Mobilité verticale
Der Rieholzplatz mit den gut erhaltenen Häusern wäre eine ideale Filmkulisse.


Mit der Vorstadt beginnen

Ein kleiner Tipp: Entdecken Sie Solothurn von der Vorstadt aus. Setzen Sie sich aufs «Aaremüürli», denn von hier aus haben Sie die beste Sicht auf die St.-Ursen-Kathedrale, auf die vielen Türme und Giebel der Stadt. Sind Sie schwindelfrei und sportlich? Dann nichts wie los auf den St.-Ursen-Turm.
Es lohnt sich, die 249 Treppenstufen hochzusteigen. Ist die Plattform erreicht, gibt es als Belohnung eine einmalige Sicht über Solothurn. Verborgenes wird von hier aus plötzlich sichtbar!

Die Zahl elf

Übrigens ist der St.-Ursen-Turm exakt sechs Mal elf Meter hoch. Die Zahl elf hat in Solothurn eine besondere Bedeutung und ist in der ganzen Stadt allgegenwärtig. In Solothurn gibt es zum Beispiel elf Museen, Brunnen, Kapellen und Kirchen und eine Uhr mit einem Zifferblatt, das nur elf Stunden zeigt. Und nicht zu vergessen das Öufi-Bier: Hopfen, Malz und Aarewasser, gebraut zu einem wunderbaren Bier. Wir Solothurnerinnen und Solothurner feiern gerne, sind gerne zusammen, und es wird gemunkelt, dass die Restaurantdichte in Solothurn weltweit am höchsten sei. Ob das wohl stimmt?

Aaremauer
Auf dem «Aaremüürli» Sandra Boner rät, einen Besuch in der Vorstadt zu beginnen.

In den Bars und Restaurants entlang der Aare mit ihren lauschigen Terrassen kann man wunderbar geniessen und entspannen. Mit all den farbigen Sonnenschirmen und dem frischem Kaffeeduft kommt an der Solothurner Riviera mediterrane Ferienstimmung auf. Was gibt es Schöneres, als sich im sommerlichen Ambiente am Fluss kulinarisch verwöhnen zu lassen – sei es mit regionalen Spezialitäten wie einem Solothurner Weinsüppchen oder mit internationalen Gerichten.

Apropos Aare: Sie zeigt sich zwischen Solothurn und Biel von ihrer schönsten Seite und bietet zahlreiche Möglichkeiten: ruhige Orte, wo man sich erholen kann, Spielplätze für Kinder und Grillstellen, die ideal sind für laue Sommerabende. Zahlreiche Rad- und Wanderwege führen am Ufer entlang, und natürlich lassen sich auch schöne Ausflüge mit dem Schiff machen.

Ein Ausflug nach Solothurn wird sicher auch für Sie unvergesslich werden, aber Vorsicht: Diese Stadt macht süchtig …

Text : Sandra Boner
Fotos : Emanuel Freudiger

Soleure
Champs-Elysées an der Aare heisst die beliebte Ausgehmeile am Wasser.

Zur Person
Die gelernte Ergotherapeutin startete ihre TV-Karriere beim Solothurner Lokalfernsehen. Seit 2002 gehört sie zum Moderationsteam von SRF Meteo. Mit ihrem Partner und zwei Söhnen lebt sie in ihrer Heimatstadt Solothurn.

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