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Jahresbericht des TCS

Ein Blick auf die wichtigsten Ereignisse, Entwicklungen und Erfolge des neusten Geschäftsjahres
Peter Goetschi, Jürg Wittwerzoom
Peter Goetschi, Zentralpräsident, und Jürg Wittwer, Generaldirektor

Vorwort zum Jahresbericht 2025

Liebe Club-Mitglieder
Liebe Mitarbeitende
Geschätzte Leserinnen und Leser

Der Jahresbericht 2025 des Touring Club Schweiz TCS steht unter dem Titel «Dynamisch unterwegs». Dass dieser Titel nicht einfach eine leere Floskel ist, zeigt sich bei der Lektüre des Jahresrückblicks der TCS-Gruppe. Konsolidierung und Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen im Stammgeschäft der Mobilität, Diversifizierung in den Bereichen Gesundheit und Home, alles getragen von einer soliden Organisation, engagierten Mitarbeitenden und einer stets wachsenden Basis an Mitgliedern.

Trotz dieser wichtigen Dynamik darf die Kohärenz nicht verloren gehen. Jede Anpassung, Weiterentwicklung und Diversifizierung muss für unsere Mitglieder nachvollziehbar und verständlich bleiben. In diesem Sinne gehen wir auch einen Weg der Evolution – vom Veloclub über den Autoclub zum Mobilitätsclub – mit einer Entwicklung hin zur allgemeinen Notfallorganisation im Visier. Dynamik eben.

Diese Dynamik – man könnte es auch Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit nennen – hat sich im Berichts-jahr auch am Beispiel des Engagements des TCS für die Verkehrssicherheit bewährt. Was vor über 100 Jahren als «Verkehrserziehung» begann, hat sich über die Jahrzehnte hin entwickelt, angepasst, modernisiert und 2025 für die Schulwegkampagne gar die Perspektive gewechselt und ist konsequent an die Automobilistinnen und Automobilisten gerichtet: «Luege. Brämse. Halte.» Selbstverständlich werden die Schulkinder damit nicht aus der Verantwortung gezogen, es soll aber ganz klar aufgezeigt werden, dass die Verkehrssicherheit eine gemeinsame Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer ist.

Eine gemeinsame Verantwortung – die haben wir auch innerhalb des TCS – von den Mitarbeitenden über die Kader bis hin zur Direktion und den Organen. Nur gemeinsam schaffen wir es, diese Dynamik aufrechtzuerhalten. Sie bedingt nämlich nicht nur neue Ideen und ein ständiges Hinterfragen der eigenen Dienstleistungen und Produkte, sondern im Besonderen auch Offenheit und Anpassungsfähigkeit, Wille und Vertrauen.
Auf all dies können wir im TCS aufbauen und so das von unseren Vorgängern gelegte Fundament weiter konsolidieren – damit der TCS auch morgen und übermorgen rund um die Uhr den Mitgliedern in Not helfen kann.

Peter Goetschi, Zentralpräsident, und Jürg Wittwer, Generaldirektor

Fokusthema: Verkehrssicherheit

 
 

Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung

Kampagne Schulweg 2026zoom

Ein über 100-jähriges Engagement

Die Sicherheit von Kindern auf ihren Schulwegen nachhaltig erhöhen, gehört zu den Grundanliegen des TCS im Rahmen seines Engagements zur Verhütung von Unfällen. Traditionell wird besonders zum Schulanfang auf die Gefahren im Strassenverkehr hingewiesen. Es sind aber nicht nur die Kleinsten, die jeweils lernen müssen – für ihre Sicherheit auf den Strassen tragen in erster Linie die Erwachsenen die Verantwortung.

Das Bekenntnis zur Verkehrssicherheit ist seit langer Zeit in den Statuten des Touring Club Schweiz verankert und zählt bis heute zu seinen wichtigsten Engagements zu-gunsten des Schweizer Gemeinwohls.

Ein besonderes Augenmerk galt dabei schon früh den schwächsten Verkehrsteilnehmenden: den Kindern. Bereits 1908 forderte der TCS den Bundesrat auf, einen obligatorischen Verkehrsunterricht an den Schulen ein-zuführen. Mit der Kampagne «Sind Sie vorsichtig?» wandte sich der TCS 1930 an Kinder und Eltern und thematisierte sechs häufige Fehlverhaltensweisen, etwa das Anhängen an Fahrzeuge oder das Spielen auf der Strasse. Mit der Einführung der ersten reflektierenden Bänder im Jahr 1975 wurde zudem das Thema Sichtbarkeit im Strassenverkehr aufgegriffen.

 
 

Pädagogische Programme für alle Altersgruppen

In den letzten Jahrzehnten hat der TCS umfassende pädagogische Programme zur Verkehrsbildung von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter entwickelt.

Das Konzept des TCS richtet sich an alle Akteure, welche bei der Verkehrsbildung des Kindes Einfluss nehmen: zum einen an die Eltern in ihrer Rolle als Vorbilder für ihre Kinder. Sie fördern die Mobilität, verankern das Ge-lernte im Alltag, üben mit ihren Kindern, motivieren sie und stärken ihr Vertrauen. Zum anderen an Lehrpersonen, die Themen rund um den Verkehr in den Unterricht integrieren. Und schliesslich an Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren der Polizeistellen, die Kinder durch Beobachtung, Erfahrung und Praxis mit der Realität des Strassenverkehrs vertraut machen und zentrale Botschaften zur Verkehrssicherheit mit der nötigen Glaubwürdigkeit vermitteln.

Wertvolle Hilfsmittel wie Onlinetools und didaktisches Material stehen zur Verfügung. Zudem vermittelt der TCS über spezialisierte Webseiten und Social-Media-Kanäle Wissen und praktische Tipps zum richtigen Verhalten im Strassenverkehr.

Unterstützt vom Fonds für Verkehrssicherheit gibt der Touring Club Schweiz über seine Sektionen jährlich über 100’000 Leuchtbänder für Kindergartenkinder sowie rund 90’000 Leuchtwesten an Schülerinnen und Schüler der ersten bis dritten Klasse ab.

Bedeutende Präventionskampagne zur Schulwegsicherheit

Jahr für Jahr verunfallen immer noch zu viele Kinder auf dem Weg zur Schule. 453 Kinder waren es 2024 laut Bundesamt für Strassen ASTRA. Die Wachsamkeit der Fahrzeuglenkenden und damit die Gewährleistung eines sicheren Schulwegs für Kinder bleiben von zentraler Bedeutung, denn jedes verunfallte Kind ist eines zu viel.

Aus diesem Grund gehört es zu einem Grundanliegen des TCS, für die Sicherheit von Kindern auf ihren Schulwegen zu sorgen. Traditionell wird besonders zum Schulanfang auf die Gefahren im Strassenverkehr hinge-wiesen. Der Eintritt in die Schule bedeutet für Kinder eine Erweiterung ihres Lebensraums und ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung ihrer Mobilität.

Zu Beginn des Berichtsjahres übertrug der Fonds für Verkehrssicherheit dem TCS die gesamtschweizerisch bedeutende Präventionskampagne zur Schulwegsicherheit. Das eingereichte Konzept hatte überzeugt und wurde zum Schulstart unter dem Merkspruch «Luege. Brämse. Halte.» lanciert. Die Kampagne ist auf drei Jahre angelegt, mit einer Option der Verlängerung.

Ziel der Kampagne ist es, motorisierte Verkehrsteil-nehmerinnen und -teilnehmer zu einem vorsichtigeren und verantwortungsbewussteren Fahrverhalten zu sensibilisieren, um Kinder auf ihrem Schulweg besser zu schützen.

Eltern, Lehrpersonen und Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren der Polizeistellen werden ebenfalls mithilfe von verschiedenen Sensibilisierungsmaterialien einbezogen, um die Präventionsbotschaften ausgedehnt zu verbreiten. Damit macht die Kampagne auch deutlich: Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung.

Im Berichtsjahr wurden nicht nur Tausende Plakate, Banner und Flyer eingesetzt, sondern auch Bastelkits und Give-aways, dies in drei Sprachen in der ganzen Schweiz.

Gemeindeverwaltungen waren dafür besorgt, das Materi-al entsprechend prominent rund um Schulen anzubringen. Auch in den Medien erhielt die Schulwegkampagne grosse Aufmerksamkeit.

Engagement für eine sichere Mobilität aller

Das Ziel, eine sichere Mobilität für alle zu ermöglichen und Unfälle zu verhüten, verfolgt der TCS auch mit verschiedenen weiteren Aktionen und Dienstleistungen. Er ist Ratgeber in allen Fragen der Verkehrssicherheit und testet Autos, Assistenzsysteme, Reifen, Kindersitze, Helme, E-Bikes oder Trendfahrzeuge, damit alle Verkehrs-teilnehmenden sicher unterwegs sein können. Hinzu kommen Tests und Audits von Infrastrukturen wie Schulwegen und Fussgängerstreifen. Und nicht zuletzt trägt die obligatorische und freiwillige Weiterbildung für professionelle Fahrerinnen und Fahrer sowie Privatpersonen mit verschieden ausgerichteten Kursen in den TCS Fahrtrainingszentren dazu bei, dass Fahrzeuglenkende sicher durch den Strassenverkehr kommen.

Damit deckt der TCS alle wesentlichen Pfeiler der Verkehrssicherheit ab – Mensch, Verkehrsmittel und Infrastruktur. Der Einsatz für weniger Unfälle in der Schweiz bleibt eine zentrale und unermüdliche Aufgabe.

 
 

Der TCS in Zahlen

Mitglieder
 
Millionen Mitglieder

 

Mitarbeitende
 
Mitarbeitende

 

Fahrtrainings
 
Teilnehmende an Fahrtrainings

 

Pannen
 
Pannen- und Unfalleinsätze

 

ETI-Zentrale
 
Fälle und Einsätze TCS-Reiseschutz

 

TCS Ambulance
 
Einsätze von TCS Ambulance

 

Leuchtwesten
 
Leuchtwesten und Trikis an Schülerinnen und Schüler abgegeben

 

TCS Camping
 
Logiernächte in TCS Campings

 

TCS App
 
Ø monatliche Nutzung der TCS App

 

 
 

TCS-Gruppe: Dynamisch unterwegs

TCS Drone Operations Services (DROPS)

Der Touring Club Schweiz blickt auf ein erfreuliches Jahr des weiteren Wachstums und Weiterentwicklungen in verschiedenen Bereichen zurück. Als Notfallorganisation im Bereich Mobilität, Gesundheit und Zuhause war der TCS in der Schweiz wie auch weltweit 2025 rund um die Uhr für seine Mitglieder im Einsatz, und er engagierte sich vergangenes Jahr wiederum gesellschaftlich wie politisch.

Verschiedene Faktoren führen in diesen Zeiten zu Unsicherheiten bei Konsumentinnen und Konsumenten. Die Mitgliedschaft beim TCS sowie die ergänzenden Angebote und Dienstleistungen geben das beruhigende Gefühl, gut abgesichert zu sein. Der Mitgliederbestand des grössten Mobilitätsclubs der Schweiz hat sich im Berichtsjahr um 34’000 erhöht, womit nunmehr rund 1,65 Millionen Menschen dem TCS vertrauen.

Neben der Hilfe für Mitglieder stand das Berichtsjahr im Zeichen grosser Projekte zur Digitalisierung und Modernisierung der Systemlandschaft, um neuen Marktanforderungen zu entsprechen, die Effizienz zu erhöhen und die Stabilität eines 24/7-Services langfristig sicherzustellen. Die digitalen Kanäle ermöglichen es, neue Mitglieder zu gewinnen und bei bestehenden eine effiziente Dienstleistung zu erbringen. Rund 2’200 Mitarbeitende sind beim TCS-Zentralclub im Einsatz.

 
 

Hilfe aus dem Stammgeschäft

2025 herrschten in der Schweiz ausgeglichene Wetterbedingungen, was sich auf die Einsätze der Pannenund Unfallhilfe auswirkte. Es war ein Sommer ohne grosse Hitzetage und auch – im Vergleich zum Vorjahr – mildere Temperaturen zum Jahresanfang wie auch zum Start in den Winter im November und Dezember. Ebenfalls blieb ein extremer Schneefall aus. Trotzdem kam die Unfall- und Pannenhilfe rund 368’000-mal (2024: 377’000) zum Einsatz, wovon gut 12’300-mal (2024: 13’700) Hilfe bereits am Telefon abschliessend gegeben werden konnte. Die Entwicklung ist dahingehend, dass moderne Fahrzeuge Anomalien frühzeitig melden, sodass Automobilistinnen und -mobilisten entsprechend rechtzeitig eine Werkstatt aufsuchen und sich die Pannenzahl auch dadurch reduziert.

Die Zahl der Elektrofahrzeuge in der Schweiz nimmt stetig zu und damit auch der Anteil der Mitglieder, die ein E-Fahrzeug besitzen. Dies führt zu neuen Problemen wie etwa Ausfällen an Ladeeinrichtungen (Wallboxen), die zu Hause installiert sind. Deshalb hat der TCS 2025 einen neuen Service in der Mitgliedschaft integriert: die Wallbox-Assistance. Dieser Service soll schnelle Hilfe leisten, wenn die Ladestation zu Hause, unabhängig vom Modell, nicht funktioniert.

Die Elektromobilität wird auch bei der Patrouille selbst getestet. Ein ID. Buzz als Elektropannenfahrzeug mit einer Reichweite von 250 bis 350 Kilometern kam erstmals zum Einsatz. Für den Alltagsbetrieb bewies er sich als ein zuverlässiger Partner für den Pannendienst. Die vertieften Analysen werden Ende 2026 abgeschlossen.

Im Jahr 2025 ereigneten sich glücklicherweise keine grösseren Katastrophen in Reisedestinationen, bei denen gleichzeitig eine grosse Anzahl von Reisenden betroffen war. Trotzdem stand die ETI-Zentrale den eine Million Mitgliedern mit ETI-Schutzbrief das ganze Jahr über bei zahlreichen medizinischen Zwischenfällen und komplexen Situationen im Ausland zur Seite. Auffällig waren Reisen in neue, ferne Zielländer. Die Hochsaison für Hilfeleistungen hat sich deutlich verlängert und erstreckte sich von Anfang Juni bis Ende Oktober. Dies erforderte eine ständige Anpassung der Organisation, der Ressourcen und der Prozesse.

Bei den Personendossiers waren es rund 8’950 Fälle, davon 3’700 medizinische Evaluationen durch das eigene Ärzteteam und gut 1’350 Repatriierungen. Hinzu kamen aus dem ETI-Schutzbrief-Portfolio 29’000 Versicherungsleistungen, hauptsächlich im Zusammenhang mit Reiseannullationen. Bei den medizinischen Rückführungen, die vorwiegend in enger Zusammenarbeit mit der Rega stattfinden, werden Mitglieder in den meisten Fällen am Flughafen für den Weitertransport von TCS Ambulance in Empfang genommen. Mitglieder mit dem TCS-Reiseschutz konnten insbesondere bei den Überschwemmungen in Spanien und Australien, dem Taifun auf den Philippinen sowie bei verschiedenen Unwettern, politischen oder sozialen Unruhen wie in Griechenland und Kanada auf die Unterstützung des TCS zählen.

Auch wer mit seinem Fahrzeug im Ausland in den Ferien unterwegs ist und eine Panne hat, kann mit dem TCS-Reiseschutz auf Unterstützung zählen. In 39’000 Fällen war der TCS im Berichtsjahr durch die internationale Vernetzung mit seinen Partnerorganisationen hier mit Hilfe zur Stelle.

Aus dem Portfolio der ergänzenden Produkte und Dienstleistungen

Das Leben wird komplexer, und Mitglieder müssen in verschiedenen Bereichen auf Hilfe zählen können, längst nicht mehr nur auf einen Pannendienst. Zudem sind die Interessen und die Freizeitgestaltung vielfältiger geworden. Entsprechend wurde das Angebot des TCS in den letzten Jahren immer diverser ausgebaut, stets mit dem Fokus auf die Lebensbereiche Mobilität, Gesundheit und Zuhause.

Erste Anlaufstelle für Mitglieder ist das Contact Center, das fast rund um die Uhr zur Verfügung steht. 436’000 Anrufe wurden hier im Berichtsjahr entgegengenommen. Über 315’000 schriftliche Kontakte wurden Auskünfte, Hilfe oder der Verkauf von TCS-Dienstleistungen erbracht.

Seit Frühjahr 2025 können Mitglieder nach der Onlineschadenmeldung über das Kundenportal «E-Care» zusätzlich Dokumente einreichen und ihr Schadendossier einsehen. Täglich werden etwa 30 Schadenfälle über tcs.ch gemeldet. Technische Entwicklungen des bestehenden Schadenfallbearbeitungssystems, Optimierungen bei den digitalen Fallanmeldungen sowie Automatisierungen, besonders in der Fallannahme, unterstützen die Effizienz und setzen Kapazitäten sowie Kompetenzen frei, um die hohe Qualität und Kundenzufriedenheit trotz steigender Komplexität im Rechtsalltag der Kundschaft sicherzustellen.

Gesamthaft galt es, rund 82’000 Schadenfälle zu bewältigen. Dazu gehörten unter anderem rund 49’000 Schadenfälle aus dem Rechtsschutz, etwa 2’100 Schadenfälle aus der Veloversicherung sowie rund 1’500 Fälle aus den übrigen Versicherungsprodukten. Das telefonische Fallannahme-Center der Rechtsschutzabteilung beantwortete im Berichtsjahr ausserdem über 35’000 Anrufe von Mitgliedern und Versicherten.

Das Rechtsauskunftsportal TCS Lex4you wurde technisch erneuert sowie die verschiedenen Angebote optisch und funktional nutzerfreundlicher zusammengeführt. Der Zugang zu den mittlerweile über 3’000 Artikeln rund um Rechtsthemen aus dem Alltag wird damit auch über das Smartphone erleichtert. Das Portal verzeichnete mit gut 48’200 aktiven Konten ein Wachstum von rund 13%. Die Anzahl der telefonischen Rechtsauskünfte stieg um 10% auf knapp 11’000, die Anzahl der schriftlichen Rechtsberatungen um gut 130% von 26 auf 61. TCS lex4you verzeichnete rund 310’000 registrierte Besuche.

Ein sich häufendes juristisches Thema ist die Cyberkriminalität. Deshalb wurde im Februar 2025 der neue TCS Cyber-Schutzbrief lanciert. Er passt sich den aktuellen Cyberthemen mit ihren sich stetig verändernden und schnell weiterentwickelnden Risiken an. Dabei bietet er Leistungen bei relevanten Themen wie Hacking, Phishing und Malware. Mitglieder und Kunden werden mit dem neuen Produkt dank eines Präventionstools und der Rundum-die-Uhr-Unterstützung noch besser geschützt.

Die Anzahl Karten der TCS Mastercard, die Mitglieds-, Bezahlund Sparkarte in einem ist, konnte in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld weiter gesteigert werden. Die Marke von 100’000 wurde im Berichtsjahr geknackt. Ein Cashback von 1% auf ausgewählte grosse Reiseunternehmen sowie weitere Vorteile kommen bei den Mitgliedern sehr gut an.

Die Reiselust der Mitglieder spiegelt sich auch auf der Mietautoplattform wider. Die Buchungen bei TCS Mietauto lagen 27% über dem Vorjahr. Im August wurde mit 2’155 Buchungen ein neuer Monatsrekord erzielt.

Andere bevorzugen, auf zwei Rädern unterwegs zu sein. Auf der zum TCS gehörenden grössten Verkaufsplattform velocorner.ch fanden gegenüber Vorjahr erfreuliche 40% mehr C2C-Transaktionen von Velos statt. Im B2C-Bereich hielten sie sich weitgehend stabil (Rückgang von 5%). Im Jahr 2025 erzielte die Plattform über 110 Millionen Impressions auf Google sowie 11 Millionen Impressions auf velocorner.ch bei 1,5 Millionen Unique Clients. Dies bedeutet ein Wachstum von 18% gegenüber Vorjahr.

Ob Freizeit oder Ferien – ein verlässlicher Partner für unterwegs ist die TCS-App. Eine Aktualisierung der TCS-App fand zu Beginn des Berichtsjahres statt. Neu wurde die Echtzeitvisualisierung des Verkehrs auf dem gesamten Strassennetz der Schweiz und im Ausland integriert. Dank einer intuitiven Farbcodierung erkennen Nutzerinnen und Nutzer auf einen Blick, wo der Verkehr flüssig läuft und wo es Verkehrsbehinderungen oder Störungen gibt. In der Schweiz können ausserdem Benachrichtigungen bei Vorkommnissen auf selber gewählten Streckenabschnitten aktiviert werden. Die App bietet detaillierte Informationen zu den 13 wichtigsten Tunneln des Landes sowie zum Status der Alpenpässe. Temporär gesperrte Strassen, Standort und die geplante Dauer aktueller Baustellen sowie Verkehrsbeschränkungen in Bezug auf Fahrzeuggewicht oder -abmessungen können ebenfalls eingesehen werden. Auch die Autoverladestationen sind eingebunden und mit Direktlinks zu den Ticketplattformen versehen. Durchschnittlich zählt die TCS-App 163’000 Nutzerinnen und Nutzer pro Monat.

Ebenfalls intensiv genutzt wird die App TCS eCharge. Hier wurden die registrierten Nutzerinnen und Nutzer um 33% gesteigert. Dies geht mit dem Wachstum des Marktes einher, hat sich doch der Bestand an Elektroautos (BEV) in der Schweiz um 24% gesteigert. Mit der App stehen über 15’000 Lademöglichkeiten in der Schweiz und mehr als 382’000 Ladepunkte in Europa zur Verfügung. Rund 260’000 Ladevorgänge wurden über TCS eCharge registriert.

Zur Bündelung von Kräften ist der TCS neu auch auf der App von EchoSOS präsent. Die beiden Akteure in der Notfallhilfe gingen im Berichtsjahr eine neue Partnerschaft ein. EchoSOS hat sich in den vergangenen Jahren als führende Alarmierungs-App in der Schweiz etabliert. Sie umfasst die Notrufnummern aus über 130 Ländern und zeigt dank Standortdaten stets die relevanten Nummern an. Die EchoSOS-App ist kostenlos und finanziert sich über Gönnerschaften sowie über Partnerschaften mit Notrufzentralen, Gesundheitsämtern, Skigebieten, Sanitätsdiensten, Spitälern und Veranstaltern.

Der TCS steht jedoch nicht nur über seine Plattformen mit Mitgliedern und der Öffentlichkeit im Kontakt, sondern auch persönlich. Um die grosse Produktepalette zu präsentieren, bieten Messen die beste Gelegenheit. Der Zentralclub unterstützte die TCS-Sektionen an der ersten Ausgabe der AutoXperience in Genf sowie an der seit Jahrzehnten gut etablierten Auto Zürich, um die nationale und regionale Sichtbarkeit zu stärken. Traditionell ist schon die Teilnahme am Suisse Caravan Salon, der eine hervorragende Promotionsfläche für die TCS-Campingplätze bietet.

Erneut war der TCS auch als Road Safety Partner aktiv an der Tour de Suisse beteiligt. 100 Sicherheitsmatten entschärften Gefahrenstellen entlang der Strecke und trugen damit massgeblich zur Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer bei. Die Präsenz der Patrouille und von TCS Velocorner in der Werbekolonne stärkte die Markenpräsenz.

Das E-Cargobike-Sharing-Angebot TCS Carvelo, das aus einer Idee der Mobilitätsakademie hervorgegangen ist, feierte 2025 sein zehnjähriges Bestehen. Als Pionier im Bereich des nachhaltigen Lastentransports hat sich das innovative Angebot in über 100 Städten und Gemeinden der Schweiz etabliert. Über 45’000 Nutzerinnen und Nutzer sind bei TCS Carvelo registriert.

Mit dem Shared Mobility Booster profitieren Gemeinden, die ihr Angebot im Bereich geteilter Mobilität ausbauen möchten, von einem Beratungsangebot der Mobilitätsakademie. 15 Gemeinden und Regionalverbünde nahmen die Beratung in Anspruch.

Die Mobilitätsakademie des TCS lancierte auch eine neue Veranstaltungsreihe: FAMOSA. An den Mittagsveranstaltungen werden in kurzen Inputreferaten verschiedenste Themen der neuen urbanen Mobilität behandelt, gefolgt von einer Fragerunde und einem Networking-Mittagessen.

Weiterhin ein wichtiges Kommunikationsmittel zu den Mitgliedern ist das TCS-Mitgliedermagazin «Touring». Obwohl der Printmarkt unter hohem Druck steht und viele Titel seit Jahren an Leserschaft verlieren, konnte das Magazin diesem Trend standhalten. Auch dank der wachsenden Zahl an Mitgliedern konnte es gar eine wachsende Zahl an Leserinnen und Lesern gewinnen. Laut der WEMF-Umfrage erreichte das Magazin 1,45 Millionen Personen, 51’000 mehr als im vorherigen Halbjahr. Das Redaktionskonzept deckt ein breites Spektrum ab – relevante Mobilitätsthemen, darunter Elektromobilität, Verkehrssicherheit, Verkehrspolitik, Fahrzeug- und Produktetests, sowie Reisereportagen – und trifft damit das Interesse der Mitglieder.

An die Stelle des bisherigen Touringshops trat der neue TCS Clubshop. Das Sortiment beinhaltet Produkte zur Sichtbarkeit beim Unterwegssein sowie Reise-, Campingund Fanartikel. Ebenfalls ist der neue TCS Microcorner integriert, der auf hochwertige E-Mikromobilitätslösungen spezialisiert ist. TCS Microcorner konnte im Berichtsjahr zudem in Regensdorf bei Zürich sowie in Bern zwei Shop-in-Shop-Auftritte eröffnen. Damit unterstreicht der TCS einmal mehr, dass er bei allen Mobilitätsformen für seine Mitglieder da ist.

Seit acht Jahren ist der TCS auch bei Gamerinnen und Gamern über die eigene TCS eSports League bekannt. Die TCS eSports League 2025 umfasste drei vollständig online ausgetragene Cups (Frühling, Sommer, Winter). Sie verzeichnete ein starkes Wachstum unter anderem durch eine gezielte Ansprache der Generation Z über TikTok. Ergänzend wurden im Sommer wiederum erfolgreich Gamingabende auf ausgewählten TCS-Campingplätzen durchgeführt. Im Berichtsjahr waren es Sion, Solothurn, Sempach und Gwatt am Thunersee.

Reisen ungebrochen beliebt

Campen ist kein Trend mehr – es hat sich fest in der Ferienkultur verankert. Das Jahr 2025 entwickelte sich für TCS Camping wie aus dem Bilderbuch: Nach einer starken Vorsaison folgte ein buchungsintensiver Sommer, und die sonnigen Herbstwochen sorgten für volle Plätze bis fast Ende September. Campinggäste liessen sich auch durch eine Regenperiode im Juli nicht beirren.

Die verzeichneten über 942’000 Logiernächte bedeuten die drittbeste Saison, und dies, obwohl der grosse Campingplatz Gampelen weggefallen war. Die hohe und steigende touristische Nachfrage bescherte auch einen Höchststand an Campingmitgliedschaften. Sie steigerten sich um 4% auf 29’118 Mitglieder, die von Rabatten und Vorteilen profitieren.

Das Berichtsjahr wurde zur Weiterentwicklung verschiedener Projekte genutzt. Dazu gehören die grösseren Konzepte für die Modernisierung des TCS Camping Flims sowie den neu geplanten Campingplatz im Verzascatal. In La Tène am Neuenburgersee wurde im Herbst 2025 die erste Etappe des Umbaus in Angriff genommen.

Des Weiteren wurden auf verschiedenen der 26 TCS-Campingplätze Instandsetzungsund Modernisierungsarbeiten vorgenommen, erwartet der moderne, mobile Gast heute doch auf dem Campingplatz hotelähnliche Infrastrukturen. Nicht zu unterschätzen sind bei allen Projekten die Auflagen, die es zu erfüllen gilt. Bedürfnisse und Vorstellungen der Standortgemeinde, Zonenordnungen sowie Umweltthemen müssen berücksichtigt werden.

Die grosse Reisefreudigkeit kann auch TCS Reisen mit der stärksten Performance seit Beginn der Tätigkeit im 2019 bestätigen. Das erweiterte Portfolio der inhouse ausgearbeiteten Gruppenreisen mit Fokus auf Europa, Fernreisen und Kreuzfahrten stiess bei den TCS-Mitgliedern auf grosse Resonanz.

Der TCS stellt ausserdem auf seiner Website zahlreiche und hilfreiche Reiseinformationen zur Verfügung. Dafür bestehen Partnerschaften, insbesondere mit dem EDA, Healthy Travel und Crisis24. Einreisebestimmungen für rund 200 Länder werden automatisch aktualisiert. In der Travel-Safety-App wurden direkte Links zu den Länderseiten eingeführt.

Für eine umfassende Hilfe: Geschäftspartnerschaften

Die Vernetzung des TCS in seinem Kerngeschäft ist auf dem Schweizer Markt essenziell, weshalb das Unternehmensgeschäft kontinuierlich gepflegt und ausgebaut werden muss. Auch im Versicherungsbereich ist der TCS ein geschätzter Partner, und auf verschiedenen Ebenen werden Synergien genutzt.

Die TCS Motorfahrzeugversicherung wurde in Partnerschaft mit der Baloise im Jahr 1995 lanciert. Damit feiert dieses Produkt sein 30-jähriges Bestehen und stellt eine einmalige Erfolgsgeschichte dar. In 30 Jahren wurde gemeinsam ein übergreifendes Portfolio von rund 400’000 Kunden aufgebaut, weiterentwickelt und gepflegt. Beide Partner profitierten in diesen Jahren von einer besseren Wertschöpfung, indem sie ihre Geschäftsmodelle öffneten und ihre Kompetenzen dem anderen Partner zur Verfügung stellten.

Im Automarktgeschäft sind es Hersteller, Autoimporteure sowie Leasing-, Flotten- und Serviceunternehmen, die auf den TCS vertrauen. Trotz intensivem Preiskampf konnten im B2B-Bereich für die Pannenhilfe diverse Neuakquisitionen, darunter auch von neuen Marken auf dem Markt, und wichtige Vertragsverlängerungen erreicht werden. Dazu zählen nicht nur Autoimporteure, sondern auch Schweizer Unternehmen respektive Institutionen. Bei den Importeuren und Herstellern steigt das Bedürfnis nach höherer Qualität, Geschwindigkeit und Transparenz. Ein seit der Covid-19-Pandemie stagnierender Automobilmarkt, neue Marktplayer aus China, Unsicherheit der Konsumenten und neue Mobilitätsformen zwingen Autoimporteure gleichzeitig zu einer hohen Kosteneffizienz.

Hilfe im Gesundheitsbereich

Der TCS ist seit über 60 Jahren im medizinischen Bereich tätig. Dazu gehört die medizinische Beratung des hauseigenen Ärzteteams, insbesondere bei Rückführungen im Zusammenhang mit dem Reiseschutz, sowie die professionellen Inhalte und Hilfestellungen der unabhängigen, medizinischen Informationsseite tcs-mymed.ch rund um das Thema Gesundheit und Krankheit. Auch die Errichtung einer Assistenzprofessur für Telenotfallmedizin an der Universität Bern wurde vom TCS unterstützt.

Mit der Gründung von TCS Ambulance trat der TCS 2021 in die Notfallrettung und den Krankentransport ein und wurde innert kürzester Zeit zum grössten privaten Akteur in diesem Bereich.

Im Berichtsjahr setzte TCS Ambulance durch die Übernahme des Ambulanz und Rettungsdienstes Sense im Kanton Freiburg sowie mit einem neuen Stützpunkt in der Stadt Bern seine Wachstumsstrategie fort. Neue Kunden wie etwa das Hôpital Riviera Chablais, Hirslanden Waadt oder das Spital Bülach konnten hinzugewonnen werden.

Per Ende 2025 beschäftigte der Ambulanzbereich des TCS etwa 400 Mitarbeitende und erbrachte rund 45’000 Einsätze von 23 Stützpunkten in neun Kantonen. Dazu zählten etwas mehr als 15’000 Notfalltransporte über die Notrufnummer 144 sowie 28’000 Patiententransporte. Im Zusammenhang mit Repatriierungen nach einem medizinischen Notfall im Ausland leistete TCS Ambulance rund 1’200 Einsätze. Zum einen handelt es sich um die Entgegennahme von Patientinnen und Patienten am Flughafen für den Transport in ein Spital, zum anderen werden Rückführungen auch direkt aus dem Ausland, etwa aus Frankreich oder Italien, per Ambulanz durchgeführt. Diese Einsätze werden im Auftrag der ETI-Zentrale erbracht, aber auch für verschiedene externe Auftraggeber wie die Rega. Ein weiterer Teil der Einsätze von TCS Ambulance fällt unter anderem auf die sanitätsdienstliche Betreuung von Anlässen.

Die Lancierung des Notfall-Schutzbriefes war das Resultat von Marktanalysen in der Notfallhilfe und des Bestrebens des TCS nach Verbesserungen im Gesundheitswesen. Mit dem Notfall-Schutzbrief wurde eine Lücke der eingeschränkten Mobilität nach einem medizinischen Ereignis und der Ambulanzkosten geschlossen. Dass diese Absicherung einem Bedürfnis der Mitglieder nachkommt, zeigen die gesteigerten Verkäufe und der fünfstellige Bestand nach weniger als zwei Jahren.

Hilfe für Zuhause

Neben der Mobilität und dem Gesundheitsbereich bildet das Zuhause den dritten Hauptbereich, bei dem auf die Hilfe des TCS gezählt werden kann.

Seit der Lancierung in 2020 wird TCS Home immer mehr in Anspruch genommen. Im Berichtsjahr wurden rund 2’400 Einsätze in der Schweiz geleistet. In Anlehnung an das Patrouillenmodell, das bei Autopannen erste Hilfe leistet, lancierte der TCS in Genf in einem Pilot seine erste Handwerkerpatrouille, die bei Pannen zu Hause rasch für die dringlichsten Fälle zur Stelle ist. Die übrigen Einsätze und Reparaturen werden von externen Handwerkern erledigt. Für den Einsatz steht der Handwerkerpatrouille ein speziell ausgerüstetes Fahrzeug zur Verfügung, welches das notwendige Material für eine effiziente und schnelle Abwicklung vor Ort bereithält.

Das Zuhause gilt es jedoch auch zu schützen. Nebst der Hilfe bei Pannen im Haushalt wird mit TCS Home Security das Eigenheim von Mitgliedern geschützt. Dabei sorgen professionelle Alarmsysteme in Kombination mit der Überwachungskompetenz des Partners Securitas Direct für einen Rund-um-die-Uhr-Schutz der eigenen vier Wände.

Nachdem Ende 2024 Genf und Waadt als Pilotkantone für die Lancierung von TCS Home Security ausgewählt worden waren – eine strategische Entscheidung, da diese Regionen am stärksten von Einbrüchen betroffen sind –, wurde aufgrund der erfolgreichen Testphase das Angebot von TCS Home Security 2025 auf die gesamte Schweiz ausgeweitet.

Vertikale Mobilität: Ausbau des Drohnenbereichs

Der TCS ist in der Schweiz der grösste Anbieter im Bereich Ausbildung von Drohnenpilotinnen und -piloten, insbesondere in der professionellen Anwendung. Diese Kurse werden seit mehreren Jahren auf den Anlagen der Fahrtrainingszentren durchgeführt.

Aufbauend auf der Überzeugung, dass die vertikale Mobilität in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen wird, wurden im Berichtsjahr neue Dienstleistungen im Drohnenbereich lanciert. TCS Drone Operations Services (DROPS) führen Inspektionsflüge und Transportflüge mit Lasten bis 40 Kilogramm mit Drohnen aus. Das neue Angebot wurde in Zusammenarbeit mit der Drone & Vertical Mobility Academy und der Mobilitätsakademie des TCS entwickelt. Drohnen können Bauvorhaben erleichtern, etwa beim Transport von Solarpanels, oder in der Logistik eingesetzt werden, insbesondere für Transporte in abgelegene Berggebiete oder ökologisch sensible Regionen. Im Berichtsjahr konnte DROPS bereits einige wichtige Kunden gewinnen.

Überzeugt von der Wichtigkeit dieser Einsätze war auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Bereits in der zweiten Jahreshälfte erteilte es dem TCS eine erweiterte Betriebsbewilligung für den Einsatz von Lastendrohnen auch in dicht besiedelten Gebieten. Damit können die Transportflüge in der gesamten Schweiz auch im urbanen Raum stattfinden. Die Genehmigung bedeutet einen wesentlichen Schritt für die Weiterentwicklung des Drohnengeschäfts.

Auch Fotoaufnahmen zu Versicherungszwecken sind Teil des Angebots von DROPS. Nach dem verheerenden Bergsturz in Blatten dokumentierte TCS Drone Operations Services im Auftrag und unter der Führung der Schadenorganisation Erdbeben mithilfe einer eigens dafür entwickelten digitalen Plattform alle noch stehenden Gebäude. Die präzisen Drohnenaufnahmen unterstützen Versicherer bei der Schadensabwicklung, was Betroffenen zugutekommt.

Tests, Studien und Forschung von TCS-Experten

Das Expertenteam von Test & Technik des TCS realisierte im Berichtsjahr 52 Projekte für Tests, Forschung und Beratung rund um Mobilität, Sicherheit, Umwelt und Konsumentenschutz. Ein starker Fokus lag auf Elektromobilität, Sicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsaspekten.

Im Bereich der Elektromobilität wurden Studien zu Ladeverlusten, Ladeverhalten und Parkhausladen realisiert sowie ein Praxistest zur Alltagstauglichkeit von E-Autos ohne eigene Wallbox. Weiter wurde eine Analyse des Schweizer Ökosystems zum Recycling von Elektroautobatterien durchgeführt. Für eine detaillierte Studie, wie sich die Lärmpegel von E-Autos und Verbrennern unterscheiden, arbeiteten die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der TCS erstmals gemeinsam an einem wissenschaftlichen Projekt.

Im Bereich Verkehrssicherheit und Konsumentenschutz wurden 2025 unter anderem Produktetest über Dashcams, Hundeboxen, Veloträger, Velokinderanhänger, Motorradgepäck sowie Waschboxen durchgeführt. Lebenswichtige Erkenntnisse zur Selbstrettung ergab der Auto-im-Wasser-Test in Zusammenarbeit mit dem ADAC. Umfangreiche Tests zu Sommer-, Winter-, Ganzjahres- sowie All-Terrain-Reifen wurden ebenfalls realisiert. Der Kindersitztest wurde weiterentwickelt und in den Kriterien verschärft. Aufgrund einzelner schlechter Testergebnisse gab der TCS Kaufwarnungen ab. Die Onlineportale für Reifen und Kindersitze wurden mit den neuen Produkten auf den neuesten Stand gebracht. Das Portal der TCS Autosuche, welches Transparenz bezüglich der Daten, Kosten sowie der Energie- und Klimabilanz von Schweizer Neuwagen gibt, erhielt 2025 ein Redesign.

Veröffentlichungen aller Studien- und Testergebnisse erfolgten über Medienmitteilungen sowie auf der Website des TCS mit Texten, Tabellen und in Videobeiträgen.

Immer wieder haben Mitglieder konkrete fachliche Fragen rund um die Mobilität, die vom Expertenteam direkt beantwortet werden. Im vergangenen Jahr waren es rund 600 an der Zahl.

Unfallreduktion durch Prävention und Ausbildung

Nicht nur durch seine Tests, sondern auch durch Verkehrsbildung, Aufklärung und Kampagnen sowie Fahrsicherheitstrainings setzt sich der TCS seit Jahrzehnten für die Verkehrssicherheit ein. Dem Engagement für einen sicheren Schulweg für Kinder und der Verkehrsbildung ist auf den Seiten 8 und 9 ein spezieller Artikel gewidmet.

Ein weiterer Beitrag zur Verkehrssicherheit bilden die Schulwegaudits, welche im Berichtsjahr wiederum in zehn Gemeinden durchgeführt wurden. Ziel ist es, in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der jeweiligen Gemeinde nach der ausgiebigen Analyse konkrete Massnahmen für eine optimale Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg vorzuschlagen.

Die TCS-Fahrtrainings zielen darauf ab, die Unfallzahlen durch verbesserte Fahrzeugbeherrschung und vorausschauendes Fahren zu senken. Das erste TCS-Fahrtrainingszentrum feierte im Berichtsjahr sein 25-jähriges Bestehen. Im Stockental im Berner Oberland begann im Jahr 2000 die Professionalisierung und Institutionalisierung von Fahrkursen. Das Jubiläum wurde anlässlich des traditionellen Youngtimer-Events gefeiert. Rund 900 ausgestellte Fahrzeuge aus den Jahren 1970 bis 2000 konnten an den Eventtagen bewundert werden.

Über alle Fahrtrainingszentren bewegten sich die Kursund Teilnehmerzahlen der obligatorischen wie der freiwilligen Weiterbildung 2025 insgesamt auf Vorjahresniveau. Nach wie vor gestaltete sich das 2-Phasen-Kursgeschäft gegenüber den Vorjahren schwierig. Der Rückgang von 8% in diesem Segment konnte durch eine sehr erfreuliche Entwicklung der freiwilligen Weiterbildung (+9%), sowohl im Zweiwie auch im Vierradsegment, ausgeglichen werden.

Immer mehr innovative Unternehmen setzen beim Fuhrpark auf alternative Antriebstechnologien. Einerseits, weil sie Interesse haben, die Emissionen zu senken, und einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten wollen. Andererseits gehen mit einem Umstieg auf alternative Antriebe auch Vergünstigungen einher, die bei hohen Treibstoffkosten interessant sein können. Entsprechend entstand die Nachfrage nach spezialisierten Fahrtrainings, der TCS Training mit einem neuen Kurs «ElectDrive» für Personenwagen nachkam und der sich in kurzer Zeit gut etablierte. Sehr erfreulich war auch die Entwicklung der Sportfahrtrainings in Lignières. Gesamthaft verzeichneten die rund 5’000 Kurse 42’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bei den weiteren Veranstaltungen in den Fahrtrainingszentren waren die Töff-Testtage in Derendingen sowie das Supermoto in Lignières gut besucht. Alle Veran staltungen sind auf gute Partnerschaften und auf Sponsoring angewiesen. Bedauerlicherweise mussten die traditionellen Drive-In Movies aufgrund fehlender Sponsoren abgesagt werden.

Engagiert in neue Mobilitätsformen

In seiner Geschichte hat der TCS seit jeher Entwicklungen begleitet, wenn es um Innovationen und Pionierprojekte für neue Mobilitätsformen ging. So war es keine Frage, sich auch am Projekt «AmiGo» zu beteiligen.

Das zukunftsweisende Angebot mit automatisierten Fahrzeugen auf Abruf steht unter der Federführung von PostAuto. «AmiGo» wird von den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Strassen (Astra), den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau, dem TCS sowie weiteren Partnern unterstützt.

Das Angebot soll künftig das heutige Angebot dort ergänzen, wo Gebiete mit dem klassischen Linienverkehr nicht optimal erschlossen sind, zum Beispiel in ländlichen und weniger gut erschlossenen Regionen oder zu Randzeiten. Ziel ist es, ein reguläres Mobilitätsangebot mit automatisierten Fahrzeugen im Einsatzgebiet aufzubauen und sukzessive weiterzuentwickeln.

Erfolge und Auszeichnungen

Bei allen Bestrebungen nach ausgezeichneter Dienstleistung und Qualität ist es für ein Unternehmen und für Organisationen, aber vor allem für die Mitarbeitenden eine schöne Bestätigung, wenn die Arbeit ausgezeichnet wird. Auch im Berichtsjahr konnten wieder Erfolge gefeiert werden.

Die deutsche Vereinigung der Caravaningund Touristik-Journalisten (CTJ) verlieh TCS Camping auf der Reise+ Camping-Messe in Essen den «Meilenstein». Die Auszeichnung würdigte das 75-Jahr-Jubiläum von 2024 und die kontinuierlichen Verbesserungen bei TCS Camping. Die CTJ zeichnet jährlich Personen oder Organisationen aus, die sich im Campingtourismus verdient gemacht haben.

Bei einer repräsentativen Umfrage von Moneyland im Frühjahr 2025 zur Kundenzufriedenheit mit Reiseversicherungen erreichte der TCS mit dem ETI-Schutzbrief mit herausragenden 8,4 Punkten die höchste Wertung aller Anbieter und erhielt die Bestnote «sehr gut». Dies übertraf den Branchendurchschnitt von 7,6 Punkten deutlich.

Ebenfalls führte Moneyland eine repräsentative Umfrage unter 1’500 Personen in der Deutschund Westschweiz zur Motorfahrzeugversicherung durch. Bei einer Skala von 1 bis 10 erhielt der TCS zusammen mit der Baloise die hervorragende Note von 8,1; sie belegten damit gemeinsam den ersten Platz.

Die Assista wiederum wurde vom Schweizer Institut für Qualitätstests (SIQT) mit dem «Schweizer B2B Award 2025/2026» für herausragenden Kundenservice sowie als Branchenchampion unter den Rechtsschutzversicherern geehrt.

Kommunikation nach aussen und Politik

Der TCS hat eine Stimme in der Öffentlichkeit. Testergebnisse, Statistiken und Experten gelten als verlässliche Quelle. Die sehr aktive Medienarbeit trägt dazu bei, die Leistungen des TCS über die Medien in der Öffentlichkeit zu verbreiten. 93 Medienmitteilungen wurden im Berichtsjahr veröffentlicht, womit eine sehr hohe Coverage erreicht wurde.

Die Diversität des TCS auf seinen Social-Media-Kanälen darzustellen, erfordert eine minutiöse Planung. Die Umsetzung der neuen Social-Media-Strategie zeigt sichtbare Erfolge: Die Community ist auch im Jahr 2025 gewachsen. So wurden die Reichweiten von Instagram (25’000 Follower), Facebook (über 4 Millionen Reichweite) und TikTok (2,5 Millionen Views) wiederum markant erhöht. Der YouTube-Kanal entwickelte sich besonders erfreulich. Per Ende 2025 zählte dieser über 46’000 Abonnenten. Dies ist auch ein Verdienst des hausinternen, professionellen Videoteams und dessen qualitativ hochwertiger Bewegtbilder.

Im Berichtsjahr wurde ebenfalls das Mammutprojekt des geplanten neuen Auftritts der TCS-Website tcs.ch fortgeführt. Über 40 Mitarbeitende vertieften das Konzept und arbeiteten an der Erstellung von über 200 klickbaren Modellen. Das Projekt wird auch im Jahr 2026 noch stark beschäftigen, ist doch das Go-live für 2027 geplant. Dann dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf ein modernisiertes Design und eine stark verbesserte Nutzerfreundlichkeit freuen.

Politisch verfolgte der TCS 2025 seinen statutarischen Auftrag, die Rechte und Interessen seiner Mitglieder im Strassenverkehr – und der Mobilität im Allgemeinen – zu wahren. Mit den von der Delegiertenversammlung festgelegten politischen Leitlinien als Kompass hat er hierzu im Rahmen von Vernehmlassungen geantwortet, an Anhörungen der parlamentarischen Kommissionen teilgenommen, sich in Gesprächen und Sitzungen mit Verwaltung und Politik eingebracht und medial mit gezielten Auftritten im Interesse der Mitglieder gewirkt.

Zu den zentralen Dossiers gehörte «Verkehr ’45». Damit will der Bundesrat nach dem Nein zum Autobahnausbau und den Mehrkosten bei der Bahninfrastruktur in Milliardenhöhe die Verkehrsinfrastrukturen politisch wieder auf Kurs bringen. Es braucht einen breit abgestützten und koordinierten politischen Entscheid, welche Infrastrukturprojekte bis 2045 prioritär zu verwirklichen sind. Der TCS teilt die Beurteilung des Bundesrates und des unabhängigen ETH-Gutachtens («Bericht Weidmann»), dass die koordinierte Weiterentwicklung aller Verkehrsinfrastrukturen zentral für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft bleibt. «Verkehr ’45» wird den TCS deshalb auch in den nächsten Jahren prioritär beschäftigen: Die Vernehmlassung für den nächsten Ausbauschritt ist für Juni 2026 angekündigt, darauf folgt die parlamentarische Beratung 2027 und eine mögliche Volksabstimmung im Jahr 2028.

Ebenso wichtig ist die gesicherte Finanzierung der Verkehrsinfrastrukturen. 2025 hat der Bundesrat einen ersten Vorschlag unterbreitet, wie er die Elektromobilität zukünftig einbinden möchte. Konkret will er eine den Mineralölsteuern gleichwertige Ersatzabgabe einführen, da diese Steuereinnahmen über Treibstoffe langfristig zurückgehen werden. Das macht die Ersatzabgabe auf Elektrofahrzeuge zu einer der wichtigsten Finanzierungsquellen für die Nationalstrassen, die Agglomerationsprogramme und die Bundesbeiträge an die Kantonsstrassen. Der TCS hält die finanzielle Beteiligung der Elektrofahrzeuge für zwingend, um Investitionen auch in Zukunft zu gewährleisten. Er zeigt sich offen für eine Übergangsphase, um sicherzustellen, dass die Abgabe sich technisch sinnvoll umsetzen lässt und die Elektrifizierung der Mobilität nicht vorzeitig ausgebremst wird. Mit diesem Geschäft wird sich der TCS nach der im Januar 2026 abgeschlossenen Vernehmlassung auch im Rahmen der weiteren politischen Arbeiten weiterhin befassen.

Parallel zur zukünftigen Ersatzabgabe positionierte sich der TCS entschieden gegen Sparmassnahmen innerhalb des Entlastungspakets 27, welche den bewährten, vom Schweizer Stimmvolk angenommenen Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) betreffen und den Handlungsspielraum für die nötigen Investitionen einschränken.

Schliesslich hat der TCS sein Engagement für eine konstruktive Lösung bei der Geschwindigkeitsregelung innerorts im 2025 fortgesetzt. Im Rahmen der Vernehmlassung zur Umsetzung der Motion Schilliger hat er die Vorschläge des Bundesrates weitestgehend begrüsst. Diese sollen dazu beitragen, die Möglichkeiten für eine Einführung von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen einzuschränken und so die Netzhierarchie des innerörtlichen Strassennetzes zu wahren. Auch dieses Dossier wird den TCS noch einige Zeit auf Trab halten.

Internationale Zusammenarbeit

Dank der Mitgliedschaft in zahlreichen internationalen Verbänden und der engen Zusammenarbeit mit Partnern inner- und ausserhalb Europas kann der TCS seinen Mitgliedern auch jenseits der Landesgrenzen helfen.

Im Rahmen seines Engagements in der Region I der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) nahm der TCS im Berichtsjahr wieder an den statutarischen Sitzungen teil, die auf Einladung des Gastgeberclubs Mobilité Club Maroc (MCM) in Marrakesch stattfanden. TCS-Zentralpräsident Peter Goetschi wurde dort als 5. Vizepräsident und Mitglied des Euroboards wiedergewählt. Ende des Jahres nahmen Vertreter des TCS zudem an der Generalversammlung der FIA in Taschkent in Usbekistan teil.

Das traditionelle Vierertreffen der Clubs aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz fand in Berlin statt und festigte die Zusammenarbeit zwischen dem TCS und den wichtigsten europäischen Akteuren im Bereich der Mobilität weiter. Die operative Zusammenarbeit mit Partnerclubs wurde auch durch mehrere strukturierende Initiativen verstärkt. So wurde die Plattform ARC Air Ambulance im Rahmen einer Partnerschaft zwischen vier europäischen Clubs (TCS, Touring, ÖAMTC, ANWB) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Anfragen für Sanitätsflüge zu bündeln und die verfügbaren Ressourcen zu optimieren.

Auch das Projekt Road Patrol Alliance stärkte die internationale Zusammenarbeit der Clubs, damit Pannenhilfe grenzüberschreitend effizienter gestaltet werden kann. Ziel ist es, durch den Einsatz von Patrouilleuren verschiedener Clubs die Reaktionszeit zu verkürzen, die Reparaturquote zu erhöhen und Standkosten sowie Repatriierungen zu reduzieren. Im Sommer 2025 startete einen Pilotversuch in der Region Genf/Thonon-les-Bains, bei dem TCS-Patrouilleure mit ihren Fahrzeugen Einsätze in Frankreich übernahmen. Die Disposition erfolgte über ARC France.

Nachdem das Schweizer Patrouillenteam am europäischen Wettbewerb «Road Patrol Training for Excellence» 2024 als Sieger hervorgegangen war, hatte der TCS die Ehre, Gastgeber für die Austragung 2025 zu sein. Vier Tage lang empfing der TCS im Verkehrssicherheitszentrum in Cossonay die besten europäischen Pannendienste. 16 Teams traten gegeneinander an und zeigten ihr technisches Know-how, das von Elektroautos bis hin zu Motorrädern reichte. Das TCS-Team mit Pius Kramer und Stefan Überschlag (Stützpunkte Luzern und Thun) erreichte einen guten 6. Platz. Der TCS konnte mit dem Anlass einen ausgezeichneten Eindruck auf der europäischen Bühne hinterlassen.

 
 

TCS-Sektionen: Regional vielfältig engagiert für Mitglieder und Sicherheit

TCS-Regenponchos

Dank ihrer lokalen Verankerung kümmern sich die 23 Sektionen des Touring Club Schweiz vor Ort um die Anliegen der Mitglieder, bieten ihnen Betreuung, Beratung sowie lokale Dienstleistungen und gestalten das Clubleben. In ihrem Sektionsgebiet engagieren sie sich auch verkehrs- und mobilitätspolitisch und fördern die Verkehrssicherheit.

Über ihre Aktivitäten legen die 23 TCS-Sektionen vor ihren Jahresversammlungen und in ihren Jahresberichten Rechenschaft ab. Die folgenden Angaben geben einen kleinen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Sektionen im Jahr 2025.

 
 

Politische Interessensvertretung

Im Berichtsjahr brachten sich die Sektionen an relevanten Vernehmlassungen sowie in den Diskussionen um Verkehrskonzepte und Gesetzesentwürfe ein und nahmen Einsitz in verschiedenen Gremien.

Die Sektion Appenzell Ausserrhoden beteiligte sich an der Velowegnetzplanung und unterstützte die Standesinitiative für den Rosenbergtunnel. Die Sektion Thurgau ist Gründungsmitglied von «Vernetzung Velo TG». Die Sektion Genf schloss eine Partnerschaft mit Pro Velo Genf ab und legte einen konkreten Vorschlag für die Gestaltung von Velowegen rund um die Mont-Blanc-Brücke vor. Die Sektion Wallis äusserte sich zum kantonalen Plan für Langsamverkehr und zur Veloinitiative.

Die Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden ist in der IG Engpassbeseitigung – «Ja zu einem leistungsfähigen Verkehrsnetz Region Appenzell–St. Gallen–Bodensee» engagiert und setzt sich für die Beseitigung des Verkehrsengpasses auf der A1 ein.

Die Ostschweizer Sektionen unterstützten das Standesbegehren der Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Schaffhausen, Thurgau und St. Gallen für die Weiterverfolgung der Ostschweizer Infrastrukturprojekte.

Die Sektion beider Basel lancierte im Berichtsjahr eine kantonale Volksinitiative, welche die Einführung einer Spezialfinanzierung Strasse verlangt und langfristig die überhöhten Motorfahrzeugsteuern für die Baselbieter Haushalte senken soll. Nachdem die Sektion beider Basel bereits im Jahre 2023 eine Initiative «Tempo 30 auf Hauptstrassen – nur mit Zustimmung des Volkes» lanciert hatte, hat der Baselbieter Landrat nun einen Gegenvorschlag angenommen. Die automatische Durchfahrtskontrolle (ADK) in Birsfelden bescherte der Sektion zahlreiche Zuschriften von Mitgliedern und gebüssten Personen.

Die Sektion Genf setzte sich bei den Gemeinde- und Kantonsbehörden für die Verbesserung des Verkehrsflusses bei Grossbaustellen ein. Sie schlug ausserdem vor, 1% der Oberflächenparkplätze der Stadt Genf für die Installation von Ladestationen zu reservieren. Zur Bekämpfung des «Autosolismus» und Reduktion des Pendlerverkehrs setzte sie sich ausserdem aktiv für die Roadmap für Pendlermobilität ein.

Die TCS Sektion Biel/Bienne-Seeland wirkte Anfang 2025 im Forum von Espace Biel/Bienne Nidau (EBBN) mit und engagierte sich bei der Unterschriftensammlung für die Bieler Parkinginitiative «Erste Stunde gratis». Die Petition der Sektion beider Basel gegen Willkürpreise bei den Parkkarten in Basel-Stadt wurde dem Regierungsrat überwiesen.

Die Sektion Schaffhausen initiierte einen Runden Tisch der Präsidenten der Verkehrs- und Gewerbeverbände. Die Sektion Wallis organisierte ihrerseits einen Runden Tisch zum Thema Mobilität für Gemeindevertreter.

Die Sektion Uri beteiligte sich an der Diskussion um das Siedlungsleitbild Altdorf und reichte eine Vernehmlassungsantwort zum Spar- und Massnahmenpaket 2027 ein. Sie kritisierte unter anderem die spätere Passöffnung und die Erhöhung der Motorfahrzeugsteuer. Die Sektion Glarus nahm an der Vernehmlassung zum Gesetz über die Strassenverkehrsabgaben teil.

Im Rahmen der Vernehmlassung zum Agglomerationsprogramm 5. Generation verlangte die Sektion Uri die Gleichbehandlung aller Verkehrsmittel und bemängelte die ungenügende verkehrstechnische Erschliessung des Gebiets Werkmatt in Altdorf. Die Sektion Bern engagierte sich in der Arbeitsgruppe Anschluss Wankdorf.

Die Sektion Waadt beteiligte sich an den Debatten über die Revision des Strassengesetzes und die kantonale Mobilitätsstrategie. Sie äusserte sich zu einem Autobahnprojekt und nimmt aktiv an den Sitzungen von VaudRoutes teil. Die Sektion Neuenburg beteiligte sich ihrerseits an NeuchâtelRoutes.

Die Sektion Waldstätte beteiligte sich an der Vernehmlassung zur Teilrevision der Strassenverkehrsordnung und konnte einen Gesetzesentwurf erwirken, damit für verkehrsorientierte Strassen in Luzern grundsätzlich Tempo 50 gilt. Die Sektion Zürich engagierte sich stark im Abstimmungskampf für ein Ja zur kantonalen Mobilitätsinitiative. Dank des positiven Resultats bleibt Tempo 50 die Norm auf den Zürcher Kantonsstrassen.

Die Sektionen Bern und Waldstätte organisierten TCS-Verkehrskonferenzen. In Luzern war sie der «Mobilität aus Sicht der Frauen» und in Bern der Stärkung der Verkehrssicherheit gewidmet. Die Sektion Solothurn ihrerseits führte erstmals einen Mobilitätstreff durch. Die Themenwahl (Tempo 30 und Autobahnausbau auf sechs Spuren) wurde aufgrund einer Umfrage bei den Mitgliedern getroffen. Die Sektion Waldstätte führte im Juni 2025 eine Mitgliederbefragung zu deren Bedürfnissen und Wünschen durch.

Förderung der Verkehrssicherheit

Die Sektionen nehmen jedes Jahr – zusammen mit der Polizei und der TCS Patrouille – am Tag des Lichts (6. November) teil. Dabei werden kostenlose Lichtchecks an Autos, Motorrädern und Velos vorgenommen. Sie unterstützten die Verkehrssicherheit mit zahlreichen Aktivitäten in den Schulen und gaben wieder Tausende von reflektierenden Leuchtwesten und -gürtel an Schulkinder ab. Die Sektion Tessin traf sich mit der Gemeinde- und Kantonspolizei zu den Sensibilisierungsaktivitäten in den Schulen.

Am Bahnhof Ilanz organisierte eine Regionalgruppe der Sektion Graubünden eine Standaktion zum Thema «Sichtbarkeit», und im Schulhaus Florentini in Chur führte die Sektion Graubünden eine Leuchtwerkstatt für Kinder durch. An der «Corrida bulloise» organisierte die Sektion Freiburg eine Sensibilisierungskampagne zur Sichtbarkeit.

Die Sektion Biel/Bienne-Seeland gab reflektierende Kleber bei Heimspielen des EHC Biels und des FC Biel ab, und die Sektion Solothurn tat dies bei einem Spiel des EHC Olten. Die Sektion Neuenburg verteilte ihrerseits während eines Spiels des Hockey Club La Chaux-de-Fonds (HCC) reflektierende Aufkleber. Im Rahmen der «Mach dich sichtbar»-Aktion mit dem HC Thurgau gab auch die Sektion Thurgau Reflektierkleber ab. Die Sektion Bern war am YB Kids Day mit einem Verkehrssicherheitsstand präsent.

Die Sektionen haben auch an den durch den Zentralclub durchgeführten Schulwegaudits mitgewirkt und beteiligten sich an der nationalen Schulwegkampagne «Luege. Brämse. Halte.» In Luzern machte die Sektion Waldstätte Buswerbung für die Sichtbarkeit im Verkehr.

An den Sicherheitstag der Sektion beider Basel kamen über 3’000 Besucherinnen und Besucher. Die Sektion Waldstätte organisierte für ihre Mitglieder eine Kindersitz- und Velohelmberatung sowie eine Infoveranstaltung zu den Ladestationen. Die Sektion Tessin führte eine Veranstaltung zu den Risiken bei falscher Verwendung von Kindersitzen und ein Event für Eltern und Sekundarschüler in Locarno zu den Gefahren von E-Trottinetten durch.

Die Sektion Appenzell Ausserrhoden ermöglichte es Viertklässlern, im Verkehrsgarten das Velofahren zu üben, während die Eltern von der Verkehrsexpertin über die Sicherheit beim Velofahren unterrichtet wurden. Die Sektion Schwyz pflegt die 23 TCS-Verkehrsgärten in ihrem Kanton, insbesondere durch Nachzeichnung und Anpassung an den Schulraum. Die Sektion Waldstätte finanzierte einen neuen Verkehrsgarten in Meierskappel und die Erneuerung der Anlage in Wauwil.

Bis Ende 2025 standen in der Schweiz fast 100 «TCS bike repAIR»-Stationen. Das Projekt wird von der Sektion Bern mit Unterstützung seitens des Zentralclubs betreut.

Aktivitäten zur Mitgliederbindung und sektionseigene Angebote

Die Sektionen betreuen TCS-Mitglieder persönlich, organisieren Veranstaltungen und lancieren Aktionen für Mitglieder und die interessierte Bevölkerung. Diese Angebote werden teils kostenlos oder zu sehr attraktiven Vorteilspreisen für TCS-Mitglieder zur Verfügung gestellt. Manche Angebote werden von den Sektionen über ihre Kanäle in den sozialen Medien verlost. Alle Sektionen vermittelten ihren Mitgliedern Rabatte des lokalen Gewerbes und sind an regionalen Messen, Ausstellungen und Sportveranstaltungen präsent.

Über 1’000 Mitglieder nahmen an der Verlosung der Sektion Thurgau für zwei Sitzplätze inklusive Parkplatz und Abendessen für einen Heimmatch des HCTG teil. Die Sektion Neuenburg vergab Eintrittskarten für Spiele des HCC und von Xamax.

Für die Mitgliederversammlung der Sektion Appenzell Ausserrhoden fanden über 300 Mitglieder den Weg auf den Säntis, und die Sektion Schwyz erreichte mit 600 Teilnehmenden an ihrer Generalversammlung eine schweizweite Rekordzahl. Die TCS Sektion Zug feierte ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Tag der Mobilität. Anlässlich ihres 100-Jahr-Jubiläums konnte die Sektion Biel/ Bienne-Seeland beim traditionellen Old-Wheels-Anlass als Hauptsponsor die doppelte Fläche belegen. Der von der Sektion Appenzell Ausserrhoden organisierte Oldtimertreff auf der Schwägalp erfuhr eine Rekordbeteiligung. Das Oldtimerrallye «Angel Ride» stand dieses Jahr unter dem Patronat der Sektion Schwyz. Zur Eröffnung des Bikeparks Airolo profitierten 100 Personen von einem Rabatt der Sektion Tessin.

Die Sektion Graubünden trat als Hauptsponsor der «Pässechallenge» in der Sommerserie der «Bündner Woche» auf und war Mitorganisator der Jubiläumsaktivitäten «100 Jahre Automobil in Graubünden». Die Sektion Wallis verschenkte Eintrittskarten für den Familientag in der Western City in Martigny und war mit zwei Ständen auf der Fugue Chablaisienne vertreten.

Unter dem Motto «Bewegung, Begegnung und Genuss!» lockte der Velo- und Skatingplausch der Sektion Schwyz zahlreiche Mitglieder an. Ein voller Erfolg waren auch die ersten Camper-Days der Sektion Schwyz. Die Sektion Genf war erneut Sicherheitspartnerin bei Volksläufen und war an der autoXperience sowie an der Velomesse präsent. Die Sektion Freiburg war im Zielgelände des Murtenlaufs vertreten.

Die Sektion Glarus verteilte Wasserflaschen mit TCS-Logo am eidgenössischen Schwing- und Älplerfest im Glarnerland. Bei einem Velowettbewerb gab es Gutscheine der Sektion Tessin für eine Übernachtung im TCS Camping Olivone zu gewinnen.

Anlässlich der Tour de Romandie 2025 wurden die UCI-Profiteams am Standort der Sektion Waadt in Cossonay empfangen. Das Zentrum war auch Austragungsort der Kids Bike Challenge und des Road Patrol Training for Excellence.

In den Technischen Zentren der Sektionen werden zahlreiche Tests und Kontrollen angeboten. Mit tcsdispo.ch führte die Sektion Bern eine neue Plattform zur Buchung und Verwaltung von Terminen für Kontrollen ein. Die Sektion Zürich hat in ihren vier Mobilitätszentren erstmals die Marke von 50‘000 Fahrzeugprüfungen übertroffen.

Die Sektionen bieten Kurse verschiedenster Art an: E-Bike-Kurse, Fahren im Alter, Kreiselfahren, Wohnmobil- und Wohnwagenkurs, aber auch Anfängerkurs für KI als Reise- und Alltagshelfer und vieles mehr.

Bauten und Gebäude

Die Sektion Aargau hat ihr Technisches Zentrum in Birr per Ende Oktober 2025 geschlossen und die Liegenschaft verkauft. Sie bezog einen neuen Hauptsitz in Aarau am Schlossplatz 1 und erweiterte ihre Öffnungszeiten. Die Sektion Bern weihte ihr neues Mobilitätszentrum in Thun-Allmendingen mit einem Tag der offenen Tore ein. Das Zentrum verfügt neu über eine Waschanlage und ist mit Solaranlage und Wärmepumpe ausgestattet.

Das Neubauprojekt für ihre neue Geschäftsstelle an der Engadinstrasse 33 in Chur wurde von der Sektion Graubünden in Angriff genommen, und die Eröffnung ist im Mai 2026 geplant. Die Sektion Solothurn baute ein Reifenlager für rund 400 Räder und schaffte zehn zusätzliche Parkplätze für den TCS Autoverkauf.

Die Sektion Genf renovierte die Halle ihres Technischen Zentrums. Die Sektion Waadt asphaltierte die FT3Bahn neu, und durch die Aufwertung des Standorts in Cossonay erhielt sie das Label «Entreprise engagé vers un avenir durable» («Für eine nachhaltige Zukunft engagiertes Unternehmen»). Der Standort der Sektion Waldstätte in Luzern ist nach 61 Jahren von der Burgerstrasse 22 an den Hirschgraben 7 in Luzern verlegt worden. Die Sektion Biel/Bienne-Seeland erwarb einen modernen Leistungsprüfstand, und die Sektion Tessin baute den Leistungsprüfstand für Autos und Motorräder im Hinblick auf den Bau einer neuen Prüfstrecke zurück.

Organe und Personelles

Nach dem Rücktritt ihres Präsidenten Christoph Erb wählte die Sektion Bern ein Co-Präsidium: Sibylle Plüss-Zürcher und Lars Guggisberg leiten seit dem 10. Mai 2025 gemeinsam die Sektion. Lars Guggisberg vertritt die Sektion im Verwaltungsrat des TCS-Zentralclubs. 

Der Präsident der Sektion Zürich – und Vizepräsident des TCS-Zentralclubs –, Thomas Lüthy, gab sein Amt ebenfalls ab, und sein Nachfolger, Roman Lehmann, wurde an der Delegiertenversammlung der Sektion gewählt. Die Generalversammlung der Sektion Schwyz ihrerseits wählte Christian Schnyder aus Brunnen als Nachfolger von Markus Reichmuth. Der Präsident der Sektion Biel/Bienne-Seeland, Peter Bohnenblust, trat per Ende 2025 zurück. Sein Nachfolger, Markus Jordi, wurde in Anbetracht seines Amtsantritts per 1. Januar 2026 bereits anlässlich der Mitgliederversammlung der Sektion im Mai 2025 gewählt. Im Hinblick auf den 2026 geplanten Rücktritt des amtierenden Präsidenten der Sektion beider Basel, Christophe Haller, stellte die Sektion den vorgeschlagenen neuen Präsidenten, Andreas Zbinden, bereits im Juni 2025 als ihren Vertreter in den Verwaltungsrat des TCS-Zentralclubs zur Wahl.

Die Sektion Thurgau passte ihre Statuten an, löste dabei insbesondere ihre Regionalgruppen auf und schaffte die Stelle einer Geschäftsführung.

 
 

Corporate Governance und Organe: Grundsätze und Strukturen

Die Grundsätze sowie die Zusammensetzung der Organe können Sie in der pdf-Version ersehen.

Ansicht und Download des Jahresberichts

 
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