TCS Drohnentest 2019

Drohnen erfreuen sich derzeit grosser Beliebtheit. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine letztes Jahr mehr als 100'000 Drohnen an Hobbypiloten verkauft wurden. Der Touring Club Schweiz, der seit längerem Drohnenkurse für Anfänger und Profis anbietet, hat nun fünf 4K-fähige Videodrohnen getestet. Neben einer günstigen und einer teuren Drohne, wurden auch drei vergleichbare Drohnen aus dem Mittleren-Preissegment genauer unter die Lupe genommen.

30. April 2019

Im TCS Drohnentest wurden die Flugobjekte in den fünf Kategorien (1) Flugeigenschaften, (2) Bedienung und Handlichkeit, (3) Kamera, (4) Verarbeitung und Sicherheit sowie (5) Effizienz getestet. Dabei schnitt die günstigste und leichteste Drohne im Test (Wingsland S6) am schlechtesten ab. Sie überzeugte zwar punkto Verarbeitung und Sicherheit, schnitt aber bei den Foto- und Videoaufnahmen schlecht ab. Auch die sechs Minuten Flugzeit konnten im Vergleich zu den deutlich teureren anderen vier Drohnen nur bedingt überzeugen und führten zur Gesamtbewertung „bedingt empfehlenswert“. Negativ aufgefallen ist zudem, dass die Fernbedienung für die Drohne nur optional erhältlich ist.  

Drohnen im Mittleren-Preissegment erzielen bereits sehr akzeptable Resultate
Von den drei getesteten Drohnen im Mittleren-Preissegment wurden zwei mit „sehr empfehlenswert“ und eine mit „empfehlenswert“ bewertet. Gründe für die leicht tiefere Gesamtwertung der Mantis Q von Yuneec sind der fehlende mechanische Bildstabilisator, sowie Probleme bei der Flugstabilität. Während Fotoaufnahmen noch gut gelingen sind Videos stark verwackelt. Besonders positiv fällt hingen die zweitlängste Flugzeit mit rund 27 Minuten auf. Mit „sehr empfehlenswert“ abgeschlossen hat die Parrot Anafi. Sie überzeugte durch sehr gute Flugeigenschaften, die ausführlichste Bedienungsanleitung aller getesteten Drohnen, sowie einer einfachen und übersichtlichen App. Die Flugzeit von rund 24 Minuten reicht für gutes Flugvergnügen, wird aber von der langen Akkuladezeit getrübt. Leider fehlt ein 230 Volt Netzadapter im Lieferumfang. Ebenfalls „sehr empfehlenswert“ abgeschlossen hat die DJI Mavic Air. Die Mavic Air überzeugt durch hervorragende Flugeigenschaften, der umfangreichsten App, ihrer guten Verarbeitung und punktete im Bereich Sicherheit durch das Hinderniserkennungssystem. In der Flugzeit liegt die Mavic Air mit rund 18 Minuten hinter den beiden direkten Konkurrenten. Zudem ist zur Verwendung der App eine Registrierung notwendig.

Teuerste Drohne schneidet am besten ab
Die DJI Mavic 2 Pro war die grösste und teuerste Drohne im Test. Sie erreichte die Gesamtbewertung „hervorragend“. Sie überzeugte durch die besten Flugeigenschaften, einer Fernbedienung mit Infodisplay, der fortschrittlichsten Kamera und ein rundum Hinderniserkennungssystem. Zudem überzeugte die Mavic 2 Pro mit einer Flugzeit von rund 28 Minuten. Durch die Verwendung der gleichen App wie bei der Mavic Air, ist auch bei der Mavic 2 Pro eine Registrierung notwendig. Mit einem Gewicht von über 500 Gramm ist zudem eine Haftpflichtversicherung notwendig, die einen Deckungsbedarf von mindestens 1 Million Schweizer Franken aufweist.

Fazit
Der Vergleichstest hat aufgezeigt, dass die Qualität ihren Preis hat. So schnitt die teuerste Drohne am besten ab und die günstigste Drohne am schlechtesten. Wer den Fokus auf das Fliegen legt, findet mit der Mantis Q eine gute und preiswerte Alternative. Liegt der Fokus auf der Verwendung der Kamera, so empfiehlt sich eine Drohne die mindestens das Gesamtergebnis sehr empfehlenswert im Test erreicht hat. Diese Drohnen bieten auch ein vielfältiges Angebot an automatischen Flugprogrammen.
 

Lukas Reinhardt
Lukas Reinhardt
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