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Zyklon, Hurrikan oder Taifun?

Hurrikan, Taifun oder Zyklon: Wo liegt der Unterschied zwischen diesen tropischen Wirbelstürmen? Erfahren Sie mehr über Regionen, Saisons und richtiges Verhalten auf Reisen.

Tropische Wirbelstürme können starke Winde, heftige Niederschläge, Überschwemmungen und Sturmfluten verursachen. Wer in eine gefährdete Region reist, sollte deshalb die Wetterlage und mögliche Warnungen im Auge behalten.

Was ist der Unterschied zwischen Hurrikan, Taifun und Zyklon?

Bezeichnung

Region

Typische Reiseziele

Hurrikan

Nordatlantik, Karibik, östlicher und zentraler Nordpazifik

USA, Mexiko, Kuba, Bahamas

Taifun

Westlicher Nordpazifik

Japan, Philippinen, Taiwan

Zyklon

Indischer Ozean und Teile des Südpazifiks

Mauritius, Madagaskar, Indien, Australien

Bezeichnung

Hurrikan

Region

Nordatlantik, Karibik, östlicher und zentraler Nordpazifik

Typische Reiseziele

USA, Mexiko, Kuba, Bahamas

Bezeichnung

Taifun

Region

Westlicher Nordpazifik

Typische Reiseziele

Japan, Philippinen, Taiwan

Bezeichnung

Zyklon

Region

Indischer Ozean und Teile des Südpazifiks

Typische Reiseziele

Mauritius, Madagaskar, Indien, Australien

Wann ist Hurrikan-, Taifun- und Zyklonsaison?

Tropische Wirbelstürme treten nicht überall zur gleichen Jahreszeit auf. Die Hauptsaison hängt von der jeweiligen Weltregion ab. Auch ausserhalb dieser Zeiträume können einzelne Wirbelstürme entstehen. Eine Reise ist während der Wirbelsturmsaison grundsätzlich möglich. Reisende sollten sich jedoch bereits vor der Abreise über die aktuelle Wetterlage informieren und die Entwicklung während des Aufenthalts verfolgen. Besonders wichtig ist dies während der jeweiligen Hauptsaison. Bei einer Sturmwarnung sollten die Anweisungen der Behörden unbedingt befolgt werden.

Region

Beispiele

Hauptaison

Atlantik/Karibik

Florida, Mexiko, Kuba, Dominikanische Republik

Juni-November

Westlicher Nordpazifik

Japan, Philippinen, Taiwan

ganzjährig, Schwerpunkt Juli-November

Südwestlicher und indischer Ozean

Mauritius, La Réunion, Madagaskar

November-April

Region

Atlantik/Karibik

Beispiele

Florida, Mexiko, Kuba, Dominikanische Republik

Hauptaison

Juni-November

Region

Westlicher Nordpazifik

Beispiele

Japan, Philippinen, Taiwan

Hauptaison

ganzjährig, Schwerpunkt Juli-November

Region

Südwestlicher und indischer Ozean

Beispiele

Mauritius, La Réunion, Madagaskar

Hauptaison

November-April

Wie entstehen tropische Wirbelstürme?

Tropische Wirbelstürme entstehen über sehr warmem Meer. Dafür braucht es in der Regel eine Wassertemperatur von mindestens 26 bis 27 °C. Die Wärme lässt viel Wasser verdunsten. Feuchte Luft steigt auf, Gewitterwolken bilden sich und am Boden entsteht ein Tiefdruckgebiet. Durch die Erdrotation beginnt sich das System zu drehen und kann sich weiter verstärken. Dabei kann ein Auge entstehen. Die stärksten Winde und Niederschläge treten in der umliegenden Augenwand auf. Über kühlerem Wasser oder über Land verliert der Wirbelsturm meist an Energie und schwächt sich ab.

Tropischer Wirbelsturm
 

Wie wird die Stärke eine Hurrikans eingestuft?

Hurrikane werden anhand ihrer maximalen anhaltenden Windgeschwindigkeit in fünf Kategorien eingeteilt. Dafür wird die sogenannte Saffir-Simpson-Skala verwendet.

  • Kategorie 1: ab 119 km/h
  • Kategorie 2: ab 154 km/h
  • Kategorie 3: ab 178 km/h
  • Kategorie 4: ab 209 km/h
  • Kategorie 5: ab 252 km/h

Auch ein Hurrikan einer niedrigeren Kategorie kann durch Starkregen, Überschwemmungen oder Sturmfluten sehr gefährlich sein.

Welche Gefahren gehen von tropischen Wirbelstürmen aus?

Tropische Wirbelstürme können weit mehr als starke Winde verursachen. Je nach Region, Stärke und Verlauf des Sturms können mehrere Gefahren gleichzeitig auftreten.

Starke Winde

Sie können Dächer abdecken, Bäume entwurzeln und Gegenstände durch die Luft schleudern. Auch Strom- und Verkehrsverbindungen können unterbrochen werden.

Starkregen und Überschwemmungen:

Intensive Niederschläge können innerhalb kurzer Zeit zu Überschwemmungen führen – auch weit entfernt von der Küste.

Sturmfluten

Starke Winde können grosse Wassermassen gegen die Küste drücken. Dadurch können Küstengebiete und tiefer gelegene Regionen überflutet werden.

Erdrutsche

In hügeligen oder bergigen Gebieten kann anhaltender Starkregen Erdrutsche und Schlammlawinen auslösen.

Hohe Wellen und gefährliche Strömungen

Auch wenn sich der Sturm noch weit entfernt befindet, können an den Küsten hohe Wellen und starke Strömungen auftreten.

Wie gross die Gefahr tatsächlich ist, hängt nicht allein von der Kategorie des Wirbelsturms ab. Auch langsam ziehende oder weniger starke Stürme können durch lang anhaltenden Regen, Überschwemmungen oder Sturmfluten erhebliche Schäden verursachen.

Wo finde ich aktuelle Warnungen?

Zunächst sollten Touristen die aktuelle Wetterlage verfolgen. Wer sich schon vor Reiseantritt informieren möchte, findet Informationen auf der Webseite der Weltorganisation für Meteorologie (WMO - World Meteorological Organization) oder bei den zuständigen meteorologischen Organisationen je nach Region.

Warnungen gehen so früh wie möglich raus, damit die Bewohner der Gefahrenzonen rechtzeitig Vorkehrungen treffen können. Ob sich ein Sturm über dem Meer zu einem Hurrikan, Zyklon oder Taifun entwickelt, lässt schon einige Tage im Voraus ausmachen. Über die Entwicklung eines Sturms informieren der Nationale Wetterdienst und der lokale Wetterkanal im Fernsehen. Es gibt fünf Stärke-Kategorien von Hurrikans. Kategorie 5 beginnt bei einer Windgeschwindigkeit von 252 km/h und hat keine Obergrenze.

Was tun, wenn sich ein tropischer Wirbelsturm nähert?

Wer in eine Region reist, in der tropische Wirbelstürme auftreten können, sollte die Wetterentwicklung im Auge behalten. Wird ein Sturm angekündigt, können eine gute Vorbereitung und das richtige Verhalten entscheidend sein.

Vor der Reise

  • Informieren Sie sich über die aktuelle Wetterlage und mögliche Warnungen für Ihr Reiseziel.
  • Prüfen Sie kurz vor der Abreise den Status Ihrer Flüge sowie Informationen Ihrer Unterkunft oder Ihres Reiseveranstalters.
  • Informieren Sie sich darüber, wie Sie im Notfall Ihre Airline, Ihren Reiseveranstalter und Ihre Reiseversicherung erreichen.
  • Speichern Sie wichtige Reiseunterlagen und Kontaktdaten zusätzlich digital ab.
  • Verfolgen Sie bei einer sich abzeichnenden Gefahrenlage die offiziellen Informationen der lokalen Behörden und Wetterdienste.

Wenn eine Warnung ausgegeben wird

Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden. Wird eine Evakuierung angeordnet, sollten Sie das betroffene Gebiet möglichst frühzeitig über die vorgesehenen Evakuierungsrouten verlassen.

Informieren Sie sich in Ihrer Unterkunft über den nächstgelegenen sicheren Schutzraum und klären Sie, wie Sie diesen erreichen können. Warten Sie mit einer Evakuierung nicht bis zum Eintreffen starker Winde oder Überschwemmungen.

Besonders wichtig beim Camping: Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile bieten bei einem tropischen Wirbelsturm keinen ausreichenden Schutz. Suchen Sie rechtzeitig ein stabiles Gebäude oder einen von den Behörden bezeichneten Schutzraum auf.

Halten Sie wichtige Dinge griffbereit:

  • Ausweisdokumente und Reiseunterlagen
  • Medikamente
  • Trinkwasser und etwas haltbare Verpflegung
  • Mobiltelefon und Powerbank
  • Taschenlampe
  • Bargeld
  • wichtige Telefonnummern und Adressen

Während des Sturms

Bleiben Sie in einem stabilen Gebäude und halten Sie sich von Fenstern und Glastüren fern. Ein innenliegender Raum ohne Fenster bietet in der Regel den besten Schutz.

  • Verlassen Sie das Gebäude nur, wenn die Behörden dazu auffordern.
  • Verfolgen Sie weiterhin offizielle Warnungen und Informationen.
  • Sparen Sie den Akku Ihres Mobiltelefons für wichtige Mitteilungen und Notfälle.
  • Fahren Sie nicht durch überflutete Strassen und betreten Sie keine überschwemmten Gebiete.
  • Halten Sie sich von Küsten, Flüssen und anderen überschwemmungsgefährdeten Gebieten fern

Achtung beim Auge des Sturms: Eine vorübergehende Windstille bedeutet nicht, dass der Sturm vorbei ist. Nach dem Durchzug des Auges können erneut sehr starke Winde einsetzen.

Nach dem Sturm

Auch wenn der Sturm vorüber ist, können weiterhin Gefahren bestehen. Strassen können überflutet oder durch umgestürzte Bäume blockiert sein, Gebäude beschädigt und Stromleitungen heruntergerissen sein.

  • Verlassen Sie Ihren Schutzort erst, wenn die Behörden Entwarnung geben.
  • Meiden Sie überflutete Strassen und beschädigte Gebäude.
  • Berühren Sie keine herunterhängenden oder am Boden liegenden Stromleitungen.
  • Prüfen Sie vor einer Weiter- oder Rückreise den Status von Flügen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Strassen.
  • Informieren Sie Ihre Angehörigen, sobald dies möglich ist.

Planen Sie genügend Zeit ein: Nach einem schweren tropischen Wirbelsturm können Flughäfen, Strassen, Unterkünfte sowie Strom- und Kommunikationsnetze noch längere Zeit beeinträchtigt sein.

Wenn der Wirbelsturm Ihre Reise beeinträchtigt

Ein tropischer Wirbelsturm kann zu Flugausfällen, geschlossenen Flughäfen, Evakuierungen oder Änderungen der Reisepläne führen. Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrer Fluggesellschaft, Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Unterkunft über die aktuelle Situation.

Ihr Flug fällt aus oder wird verschoben

Prüfen Sie den aktuellen Flugstatus direkt bei der Fluggesellschaft. Bei einem Flugausfall oder einer erheblichen Verspätung ist die Airline Ihre erste Anlaufstelle für eine Umbuchung oder weitere Informationen.

Bewahren Sie Buchungsbestätigungen, Mitteilungen der Fluggesellschaft sowie Belege für zusätzliche Ausgaben auf.

Sie müssen Ihre Reise ändern oder abbrechen

Müssen Sie aufgrund der Situation vor Ort Ihre Reise ändern, verlängern oder vorzeitig abbrechen, nehmen Sie möglichst früh Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter und Ihrer Reiseversicherung auf.

Für Inhaberinnen und Inhaber eines TCS ETI Schutzbriefs gilt: Kontaktieren Sie bei einem Notfall während der Reise unverzüglich die ETI-Einsatzzentrale. Die Case Manager des TCS unterstützen Sie bei der Organisation der nächsten Schritte.

Sie benötigen vor Ort Hilfe

Bei einem Notfall steht die TCS ETI-Einsatzzentrale rund um die Uhr zur Verfügung:

+41 58 827 22 20

Je nach Situation kann der TCS beispielsweise Hilfe vor Ort oder eine notwendige Weiter- beziehungsweise Rückreise organisieren.

Wichtig: Welche Kosten übernommen werden, hängt vom Ereignis und vom individuellen Versicherungsschutz ab. Prüfen Sie deshalb die Leistungen Ihres Reiseschutzes und sprechen Sie grössere Ausgaben oder organisatorische Massnahmen möglichst vorgängig mit Ihrer Versicherung ab.

TCS Heilungskosten: Ideal für Weltenbummler

Und falls auf der Reise doch mal etwas nicht nach Plan verläuft? Dann schliesst die Heilungskostenversicherung von TCS Versicherungslücken in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung – auch in den USA.

Voraussetzung für den Heilungskosten-Zusatz «ausserhalb Europa» ist ein gültiger TCS ETI Schutzbrief mit «Welterweiterung». Mit der Versicherung werden zum Beispiel die Kosten bei Notfallbehandlungen im Ausland vollumfänglich übernommen – unabhängig der von der versicherten Person gewählten Spitalkategorie und ihrer Kranken- bzw. Unfallversicherungsdeckung in der Schweiz.

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