Schlaganfall: Wissen kann Leben retten

Beim Schlaganfall zählt jede Sekunde.


Auf keinen Fall darf man versuchen, sich zuerst mit Hausmitteln selbst zu helfen. Bei Schlaganfall-Symptomen gilt immer: Ambulanz 144 rufen.  

Jede Minute zählt

Hinter einem Schlaganfall, auch Hirnschlag, Hirninfarkt oder Apoplex genannt, verbirgt sich am häufigsten eine plötzliche Unterbrechung der Blutversorgung in einem bestimmten Hirnareal. Sind die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt, drohen sie abzusterben. Der jeweilige Bereich des Gehirns kann seine Funktion nicht mehr erfüllen. Da Gehirnzellen beim Erwachsenen nicht nachwachsen sind diese unwiederbringlich verloren. Jede Minute zählt.

Verschiedene Symptome können ein Schlaganfall ankündigen

Ein Schlaganfall kündigt sich nicht unbedingt über einen längeren Zeitraum an und äusserst sich in vielen verschiedenen Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Desorientiertheit, unsicheren Gang, Seh- und Sprachstörungen, einseitige Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle. Sehr häufig sind die sogenannten «Aufwachschlaganfälle» welche in den frühen Morgenstunden auftreten.

Vorsicht bei «kleinen Schlaganfällen»

Das Tückische an einem «kleinen Schlaganfall» ist, dass die Symptome oft schon nach kurzer Zeit wieder von selbst verschwinden. «Das Risiko besteht jedoch weiter und es kann jederzeit zu einem grossen Schlaganfall mit bleibenden Schäden kommen», erklärt Prof. Dr. med. Aristomenis Exadaktylos, Chefarzt und Klinikdirektor Universitäres Notfallzentrum (Inselspital Bern).

Besteht der Verdacht eines Schlaganfalls, wählen Sie umgehend den Rettungsdienst unter 144 und leisten Sie Erste Hilfe.

Erste Hilfe bei Schlaganfall-Verdacht:

  • Betroffenen ansprechen und beruhigen
  • Bei Bewusstsein: in die Rückenlage bringen und Oberkörper etwa um 30 Grad anheben (Kissen oder ähnliches zum Lagern)
  • Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage anwenden
  • Atmung und Puls überprüfen
  • Kein Herzschlag: Herzdruckmassage zur Wiederbelebung
  • Keine Nahrung oder Flüssigkeit für den Patienten
  • Enge Kleidung öffnen
  • Eintreffen des Notarztes abwarten und den Patienten nicht allein lassen


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: mdtcsch

Inselspital

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Aristomenis Exadaktylos, Chefarzt und Klinikdirektor Universitäres Notfallzentrum Inselspital (Universitätsspital Bern), realisiert.

www.insel.ch

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