Ozon kann Kopf, Lunge und Augen reizen

Geringe Windgeschwindigkeiten und niedrige Luftfeuchtigkeit lassen die Ozonwerte in die Höhe schnellen.


Die Ozonbelastung setzt so manchem erheblich zu

Prof. Dr. med. Thomas Geiser, Chefarzt und Klinikdirektor Universitätsklinik für Pneumologie (Inselspital Bern), zum Thema Ozon.

Herr Geiser, wie schädlich ist es, bei hohen Ozonwerten im Freien Sport zu treiben?

Auf sportliche Anstrengungen wie Joggen oder Biken sollte um die Mittagszeit verzichtet und sie nach Möglichkeit in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Sportler mit gesunden Lungen haben bei hohen Ozonwerten keine bleibenden Schäden zu befürchten. Bei Vorliegen von Sportlerasthma kann es jedoch bei hohen Ozonwerten eher zu Asthmaanfällen oder Husten kommen, insbesondere bei grossen körperlichen Anstrengungen.

Man hört immer wieder, Kinder seien besonders anfällig. Stimmt das?

Kinder und auch ältere Leute haben ein empfindlicheres Bronchialsystem, welches bei Exposition gegenüber inhalativen Umweltfaktoren wie beispielsweise Ozon zu einer sogenannten bronchialen Überreaktivität mit Husten und Atemnot führen kann.

Kann Ozon die Lungen dauerhaft beschädigen?

Nein. Hohe Ozonwerte können vielmehr zu akuten Symptomen wie Husten, Atemnotsattacken oder pfeifender Atmung führen.

Bei welchen Symptomen sollte man zum Arzt oder auf den Notfall?

Bei einer neu aufgetretenen, akuten Hustensymptomatik, Atemnot in Ruhe oder bei körperlichen Anstrengungen oder pfeifender Atmung, bei brennenden Augen oder auch Kopfschmerzen sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Der Hausarzt wird dann entscheiden, ob eine Weiterweisung an eine Notfallstation oder zum Lungenfacharzt notwendig ist.


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: mdtcsch

Inselspital Bern

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Thomas Geiser, Chefarzt und Klinikdirektor Universitätsklinik für Pneumologie (Universitätsspital Bern), realisiert.

www.insel.ch

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