Reisemobil oder Wohnwagen richtig heizen

Welches Heizsystem ist beim Campen das Richtige? Heizsysteme, richtig heizen und isolieren


Heizsysteme

Autor: Olivier Lucy, Leidenschaftlicher Camper und Gründungsmitglied von Campingberatung.ch

Energie in Wärme umwandeln - bei den aktuellen Temperaturen ein beliebtes Thema. Jedes Reisemobil und jeder Wohnwagen hat eine integrierte Heizung, bei 99 % ist es eine Gasheizung. Aber es gibt auch Diesel- oder Strom-Systeme.

Welches Heizsystem ist das Richtige?

Standardmässig lautet die Antwort: «Es gibt für jede Art von Camping die richtige Heizung». Je nachdem macht das eine oder das andere System mehr Sinn.

Wintercampnig - Welches Heizsystem ist das Richtige?
 

Das Campingverhalten ist entscheidend – ein paar Beispiele

  1. Elektroheizung
    Eine Familie hat ein Reisemobil und nutzt dies ausnahmsweise in den Herbstferien im Engadin. Verbaut ist eine Gas-Heizung. In der Familie gibt es Stimmen, welche sich mit Gas an Bord nicht wohlfühlen. Hier kann – auch bei den sehr hohen Strompreisen auf diversen Campingplätzen – auf ein Elektroofen ausweichen. Ein Umbau auf eine Diesel-Heizung rechnet sich mit diesem Nutzungsmuster allerdings nie.
  2. Dieselheizung
    Für ein Ehepaar, welches das ganze Jahr unterwegs ist und auch den Winter im Wohnwagen verbringt, macht ein Umbau auf Diesel wiederum Sinn, da Strom aufgrund der hohen Kosten überhaupt nicht in Frage kommt. Auch Gas wird bei einer intensiveren Nutzung teuer. Also kann ein Umbau sich in 4 Jahren amortisieren. Noch besser ist natürlich, wenn man sich bereits beim Kauf darüber Gedanken gemacht hat und eine Kombi-Heizung bestellt.
  3. Wintercamping
    Im Falle von Wintercamping ist es eindeutig: hier macht sich ein Warmwasser-Heizsystem absolut bezahlt. Der Raum muss mit einem Warmwasser-Heizsystem nicht gleich hoch aufgeheizt werden wie mit einem Luftgebläse, um dieselbe Wohlfühltemperatur zu erreichen.

Richtig heizen – wirksame Tipps

  1. Schubladen und Kästchen während des Aufheizens öffnen, selbst wenn alle Einrichtungsgegenstände hinterlüftet werden.
    Bei geschlossenen Schubladen wird zum Beispiel oft das Besteck mit Kondenswasser beschlagen, wenn von von -5°C auf 21°C aufgeheizt wird. Ein netter Nebeneffekt von geöffneten Schränken und Schubladen: auch die Ersatzkleider haben „Raumtemperatur“.
  2. Nicht auf der höchsten Stufe aufheizen.
    Insbesondere bei Heizungen mit Lüftersystem macht das keinen Sinn. Die Heizung heizt nur den unmittelbaren Ort stark auf, denn der Lüfter vermag die Wärme nicht effizient genug zu verteilen.
  3. Lüfter auf höchster Stufe laufen lassen, um die Wärme von der Heizung weg in alle Ecken im Wohnraum zu verteilen.
    Denn nicht die Heizung braucht Wärme, sondern die Menschen im Wohnraum.
  4. Wer eine fernsteuerbare Heizung (z.B. mit einer iNetBox) hat, kann bereits vor Ankunft mit einem sanften Aufwärmen beginnen. Deine solche kann man relativ kostengünstig nachrüsten lassen. Campingberatung.ch stellt sich gerne zur Verfügung die Möglichkeiten mit Ihnen zu prüfen.

Richtig isolieren

Wintercamping - Richtig isolieren

Geschafft - die Heizung läuft und gibt ihr Bestes. Aber jetzt bläst plötzlich ein rauer Wind durch die Ritzen und nimmt die schöne Wärme wieder weg. Wer regelmässig so campiert, sollte sich deshalb unbedingt Bodenschürzen zulegen, welche verhindern, dass der Wind den Boden abkühlt. 

Auch Isomatten für die Fenster sind empfehlenswert, da die Fenster bei Campingfahrzeugen nicht wirklich aus Isolierglas sind und somit auch den grössten Wärmeverlust ausweisen.

Auf gar keinen Fall sollte man die Be- und Entlüftung weglassen. Der Mensch benötigt frische Luft, denn der CO2-Gehalt steigt bereits durch den Verbrauch der Atemluft und ganz besonders, wenn dazu Gasofen oder der Gasherd noch zusätzlich Sauerstoff verbrauchen. Ein vernünftiges Mass an Be- und Entlüftung sollte also sein, damit Kopfschmerzen und Unwohlsein verhindert werden.

Wir beraten Sie gerne!

Sind Sie unsicher oder haben Sie noch Fragen zum Thema Heizen und Isolieren? Campingberatung.ch hilft gerne. 

Campingberatung.ch
Telefon: +41 32 511 11 52
Email: nfcmpngbrtngch

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