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Grimselpass: Verkehr, aktuelle Lage & Infos

Der Grimselpass verbindet Innertkirchen (BE) — Gletsch (VS) / 2'164 m.ü.M
 
 

Der Grimselpass verbindet das Berner Oberland mit dem Oberwallis und zählt zu den eindrucksvollsten Alpenpässen der Schweiz. Die Passstrasse führt durch eine karge Hochgebirgslandschaft mit Stauseen, Felsformationen und weiten Panoramablicken. Besonders in den Sommermonaten ist der Grimselpass ein beliebtes Ziel für Reisende, Motorradfahrende und Velotouren, während er im Winter aufgrund einer Wintersperre geschlossen ist.

Was Sie auf der Grimsel-Passhöhe erwartet

Eckdaten

  • Höhe: 2'164 m ü. M.
  • Wintersperre: meist von Ende Oktober bis Juni (je nach Schneelage)
  • Max. Steigung: ca. 9 %
  • Streckenlänge: Innertkirchen (BE) — Gletsch (VS), 32.5 km
  • Belag: Asphalt
  • Schwierigkeit (Einschätzung) – 🏍️ 4/5 | 🚴 4/5 | 🚐 3/5

Erleben

  • Der Triftbahn und die Triftbrücke: Die Triftbahn bringt Besucherinnen und Besucher ins hochalpine Triftgebiet, von wo aus ein Wanderweg zur spektakulären Triftbrücke führt – einem der eindrucksvollsten Aussichtspunkte der Region.
  • Der Totensee am Grimselpass gilt als besonders mystischer Bergsee. Oft in Nebel gehüllt und von karger Hochalpenlandschaft umgeben, strahlt er eine stille, fast geheimnisvolle Atmosphäre aus und ist ein beliebter Ort für kurze Stopps und stimmungsvolle Fotos.
  • Die Kraftwerkswelt Grimsel verbindet eindrucksvoll alpine Landschaft mit moderner Wasserkraft und prägt mit Staumauern und Stauseen das Bild rund um den Grimselpass. Besucherführungen Kraftwerkswelt Grimsel

Essen und Übernachten

Historische Tremola - Gotthard
Grimsel Passhöhe
 
Historische Tremola - Gotthard
Grimsel Passstrasse

Mit dem Fahrzeug über den Grimselpass – das müssen Sie wissen

Auto, Camper & Wohnmobile »

  • Die Passstrasse ist breit und gut ausgebaut. Auf der Passhöhe stehen Parkplätze zur Verfügung, die jedoch meist ohne Infrastruktur sind. Da die Strecke im Sommer sehr beliebt ist, empfiehlt es sich, früh zu starten.

Motorrad >>

  • Die kurvenreichen Strassen des Grimselpasses mit langen Kehren auf beiden Seiten sorgen für ein besonders fahraktives Erlebnis. Unterwegs eröffnet sich ein eindrucksvolles Panorama mit Staumauern, den Aarequellen und Blicken auf Gletscher. Der Grimselpass ist zudem ein beliebter Bestandteil kombinierter Touren und lässt sich ideal mit Furkapass und Sustenpass zur sogenannten Berner Alpenrunde verbinden.

Velofahren am Grimselpass >>

  • Die Nordrampe ab Meiringen führt über 26 km mit rund 1’565 hm bei Ø 6 %, die Südrampe ab Oberwald über 13 km mit ca. 870 hm bei 6–7 % Steigung zur Passhöhe. Dank gutem Asphalt und weiter Aussicht ist der Pass bei Rennrad- und E-Bike-Fahrenden beliebt und lässt sich ideal mit Furkapass und Sustenpass zu einer Tagestour mit 120 km und ungefähr 3'500 hm kombinieren. 

>> Auffahrtsprofil und ausführliche Informationen zum Grimselpass für Velofahrende

Wandern am Grimsel >>

  • Zu den Klassikern rund um den Grimselpass zählen der Gelmersee mit seiner markanten Staumauer, das traditionsreiche Grimsel Hospiz auf der Passhöhe sowie die Möglichkeit, von hier aus zur spektakulären Triftbrücke weiterzuwandern. 

ÖV-Verbindungen zum Grimsel >>

  • Die Postauto-Linie B161 (Meiringen – Grimsel – Oberwald) fährt über den Grimselpass. 

Hinweis: Die ÖV-Verbindungen laufen typischerweise nur in der Sommerperiode, wenn der Pass offen ist — andernfalls ist die Strasse gesperrt und die Busverbindungen entfallen. Bevor es los geht bitten wir Sie immer nachzuschauen auf der entsprechenden Website des Anbieters.

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Geschichte der Grimselpass

Der Grimselpass war bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Alpenverbindung der Schweiz, wenn auch nicht so bedeutend wie der Gotthard oder die Bündner Pässe. Er verband das östliche Oberland und die Innerschweiz mit Märkten in der Lombardei und im Piemont. Schon römische Nutzungen sind nur hypothetisch nachweisbar. Erste sichere Quellen stammen aus dem 14. Jahrhundert: 1397 wurde ein Abkommen zur Pflege von Saumweg und Handel zwischen Hasli, Goms, Val d’Ossola und Städten wie Bern, Thun abgeschlossen. Obwohl der Grimselpass nie zur Haupttransitroute wurde – politische Konflikte, konfessionelle Spannungen und Pest-Grenzsperren behinderten den Verkehr – spielte er über Jahrhunderte im regionalen Warenhandel eine bedeutende Rolle. Vor allem für den Export von Käse wie Sbrinz war er zentral; von Meiringen aus ging Vieh und Käse nach Domodossola und teilweise weiter nach Bellinzona oder Lugano, während Wein, Reis, Mais und Geräte in die Haslitaler Regionen gelangten. Mit der Eröffnung der Gotthardbahn 1882 verlor der Saumverkehr über die Grimsel-Gries-Achse an Bedeutung. Der Pass wandelte sich zusehends zur touristischen Route. Eine eigentliche Passstrasse wurde erst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts gebaut: 1894 war die Strecke von Guttannen bis Gletsch eröffnet. In den Jahren 1920–1950 sowie in den 1980er Jahren wurde sie im Zuge von Kraftwerksbau und Strassen-Ausbau weiter modernisiert und zur beliebten, aber auch unfallträchtigen Alpenroute.

Grimsel Postauto
Ein Postauto auf der Fahrt zum alten Grimselhospiz, um 1925 (Museum für Kommunikation, Bern).
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Richtig und sicher auf Bergstrassen fahren

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