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Mit dem Velo im Zug

Worauf sollte man beim Veloselbstverlad im öV achten? Wie funktioniert er und was kostet er? Unsere Tipps und dazu unsere Umfrageresultate.

Herr und Frau Schweizer sind mit dem Veloselbstverlad im Zug wie auch in anderen Verkehrsmitteln grundsätzlich recht zufrieden. Das ergab eine Umfrage der TCS Mobilitätsberatung unter ÖV-Nutzern aus der ganzen Schweiz. Ihr zufolge werden Räder vor allem im Zug mitgenommen, während der Veloverlad in Trams, Stadt- und Überlandbussen, auf Schiffen und Seilbahnen eine geringe oder nur sehr lokale Rolle spielt.

Velo im Zug : was Sie beachten müssen

  • Planen Sie längere öV-Fahrten mit ihrem Velo im Voraus.
  • Achten Sie auf Velopiktogramme: Auf Strecken mit Velopiktogramm¹ ist eine Reservation obligatorisch, auf Strecken mit durchgestrichenem Velopiktogramm ist der Veloselbstverlad² verboten.
Velopiktogramm
1: Reservation für Velo obligatorisch
 
Velopiktogramm
2: Der Veloselbstverlad ist verboten
  • Für kürzere Fahrten lösen Sie für Ihr Velo ein gewöhnliches Halbtax-Streckenbillet.
  • Eine Velotageskarte kostet CHF 14.-. Diese ist auf allen Strecken des SBB-Netzes sowie bei Postauto gültig. Bei kleineren Verkehrsbetrieben muss die Gültigkeit im Detail abgeklärt werden. Es gibt ausserdem eine Velo-Multi-Tageskarte für CHF 84.- bei der man an 6 frei wählbaren Tagen das Velo im öV mitführen kann.
  • Für Vielfahrer empfiehlt sich der Velopass – so nennt sich das Generalabonnement fürs Velo – für CHF 240.- pro Jahr.
  • Informieren Sie sich vorgängig über den Geltungsbereich der Velobilette (Velo-Tageskarte und Velopass), da dieser nicht immer deckungsgleich mit jenem des regulären Generalabonnements (GA) ist. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf SBB.
  • Kindervelos von Kindern unter 6 Jahren gelten als Handgepäck und können gratis transportiert werden. Ältere Kinder (von 6 bis < 16 Jahren) können ihr Kinder- oder Windschattenvelo gratis mitnehmen, wenn sie von ihren Eltern mit einem gültigen Velobillett begleitet werden und eine Junior-Karte, eine Kinder-Mitfahrtageskarte, ein GA (Familia) Kind oder eine STS-Familienkarte besitzen.
  • Für Gruppen empfiehlt sich statt dem Veloselbstverlad der Veloversand oder die Velovermietung.

Unterwegs mit Velo und Zug: Unsere Tipps

  • Vorderrad abmontiert und in einer Velotasche (z.B: Tranzbag) verstaut, gilt das Velo als ganz normales Gepäckstück, das kostenfrei transportiert werden kann.
  • Veloversand: Velos können vorgängig verschickt werden. Der Versand von gewöhnlichen Velo sowie unbeladenen Veloanhängern (bis 25 kg) kosten CHF 20.-, das Aufgeben von Spezialvelos wie E-Bikes (max. 2.0 m x 0.8 m x 1.0 m) kostet CHF 30.- . Veloversand SBB
  • An vielen Bahnhöfen stehen Veos zur Vermietung bereit z.B. www.rentabike.ch.

Preise und Konditionen in den verschiedenen Transportmitteln

Ob im Zug, Tram oder Schiff: Unsere detaillierten Informationen zu Preisen, Reservation und Infos zum Veloselbstverlad:

Velo im Zug

- Beachten Sie bei Ihrer Reise mit dem Velo die Auslastungsprognose der SBB

- Seit dem 21. März 2021 :

Auf allen InterCity-Linien : FR - SO Reservationspflicht. Die Reservation kann bis kurz vor der Fahrt via App oder auf sbb.ch gebucht werden und kostet CHF 2.-.  

Im Regionalverkehr (R, S, RE-Züge) und Interregio-Zügen (IR): können Velos weiterhin ohne Reservation mit einem gültigen Velo-Billett transportiert werden (soweit Platz verfügbar ist).

Die Mitnahme von Faltvelos ist neu auch ohne Verpackung gratis.

Im Zürcher S-Bahnnetz: Der Veloverlad an Werktagen zwischen 6:00 – 8:00 Uhr und von 16:00 – 19:00 Uhr ist verboten.

Während der Sommermonate und Wochenenden :  auf beliebten Strecken wie z.B. Bern – Brig – Domodossola verkehren Zusatzzüge, in denen Velos oft problemlos mitgeführt werden können.

- Der Transport von Spezialvelos wie Tandems, Liegevelos oder Dreirändern: es gelten spezielle Vorgaben, so ist der Transport in IR-, IC- und EC-Zügen der SBB z.B. aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht möglich. Informieren Sie sich bitte im Voraus.

Stadtbus und Tram

- Informieren Sie sich vorgängig beim Transportunternehmen, ob ein Velotransport möglich ist und welches Billet dafür gelöst werden muss. 

Meist ist der Velotransport in städtischen Bus- und Tram-Linien ausserhalb der Stosszeiten erlaubt.

- Für das Velo muss ein Halbtax-Streckenbillet gelöst werden. Velotageskarten sind normalerweise nicht gültig



Postauto und Überlandbusse

- Informieren Sie sich vorgängig beim Transportunternehmen, ob ein Velotransport möglich ist und welches Billet dafür gelöst werden muss. 

Auf dem Postauto-Netz sind die Velotageskarte und der Velopass gültig, in anderen Regionalbussen wie beispielsweise bei den TPF (Freiburger Verkehrsbetriebe) nicht.

-  In Postautos und Überlandbussen ist der Abstellplatz beschränkt. Velos werden je nach verfügbarem Platz mitgeführt. Rollstühle und Kinderwagen werden prioritär transportiert. 

Zu Stosszeiten kann der Velotransport eingeschränkt sein. Achten Sie auf reservierungspflichtige Kurse.

- Während den Sommermonaten verkehren in touristischen Gebieten die Fahrzeuge mit Veloheckträgern oder Anhängern.

Seilbahn und  Schiff

Seilbahn

- Informieren Sie sich vorgängig, ob ein Velotransport möglich ist und welches Billet dafür gelöst werden muss – meist ist der Kauf von spezifischen Velo-Billeten Pflicht.

- Je nach touristischer Ausrichtung der Destination sind Velos willkommen oder auch verboten.

- Velotageskarten sind normalerweise nicht gültig.


Schiff

 - Informieren Sie sich vorgängig, ob ein Velotransport möglich ist und welches Billet dafür gelöst werden muss.

- Bei grossem Verkehrsaufkommen werden Kinderwagen und Rollstühle prioritär transportiert.

- Velotageskarten sind normalerweise nicht gültig.

 
 
Detaillierte Resultate der Umfrage: Veloselbstverlad im Zug
Die Resultate der Umfrage zum Zug

Bei linearer Gewichtung aller Testkriterien erreichte der Veloverlad im Zug eine Gesamtbewertung von 61,8 Prozent, d.h., die Nutzenden sind damit zufrieden. Bei diversen Kriterien gab es grosse Unterschiede. So bewerteten die Befragten etwa den Punkt Familienfreundlichkeit mit einer Zufriedenheit von 44,7 Prozent eher schlecht.

Grafik
Wie einfach haben Sie die Information gefunden, ob Sie das Velo im öffentlichen Verkehrsmittel mitnehmen können?

Insgesamt grosse Zufriedenheit (71.4%) bei nur zwei negativen Kommentaren.

Mussten Sie eine Reservation für Ihr Velo buchen?

Auf über 82.1% der rapportierten Fahrten war keine Reservierung notwendig. In vier Kommentaren beklagten sich Teilnehmende über notwendige Reservationen.

Wie einfach haben Sie beim Fahrzeug den für das Velo vorgesehenen Einstieg gefunden?

Dieses Kriterium wurde mit 73.4 % gut bewertet, scheint aber keine grosse Relevanz zu haben, da dazu kein einziger Kommentar verfasst wurde.

Tipp: Falls Sie Ihr Velo oder E-Bike keine Stufen hochtragen können, klären Sie mit dem SBB-Kundendienst (0848446688) telefonisch ab, bei welchen Verbindungen ein stufenloser Einstieg möglich ist.

Wie einfach konnten Sie das Velo in das Fahrzeug einladen?

Dieses Kriterium wird mit 70.4% gut bewertet. Allerdings kommentieren 13 Personen den Einstieg in das Fahrzeug als problematisch. Diverse Kommentierende wünschen sich mehr Niederflurwägen.

Laut Umfrage hatten Nutzer Probleme beim Einladen von Velos und schweren E-Bikes bei Zügen ohne Niederflureinstieg. Leider ist derzeit im Onlineplan oder in der SBB-App nicht zu erkennen, ob die gewählte Verbindung über einen Niederflureinstieg verfügt.

Tipp: Falls Sie Ihr Velo oder E-Bike keine Stufen hochtragen können, klären Sie mit dem SBB-Kundendienst (0848446688) telefonisch ab, bei welchen Verbindungen ein stufenloser Einstieg möglich ist.

Wie einfach liess sich das Velo im Fahrzeug fixieren?

Mit 61.3 % liegt die Bewertung dieses Kriteriums im Durchschnitt der Gesamtumfrage und ist insgesamt relativ gut. Bei der Auswertung der Kommentare beklagen sich 7 Teilnehmende über schlechte Fixierungsmöglichkeiten für ihre Velos. Der grösste Kritikpunkt sind die vertikalen Aufhängesysteme, speziell wenn die Velofahrer mit dem E-Bike unterwegs waren.

Hätte ausser Ihrem noch ein weiteres Velo im Fahrzeug Platz gehabt?

In 75.3% der Züge hätte noch mindestens ein weiteres Velo Platz gehabt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in fast einem Viertel der Züge kein weiteres Velo Platz gehabt hätte. Die Auswertung der Kommentare ergab zudem, dass 21 Personen oder über 10 % aller Teilnehmenden den für die Velos vorhandenen Platz in den Zügen als zu gering einschätzen. Viele beziehen ihre Aussage allerdings nicht auf ihre letzte Reise sondern auf Erfahrungen in Zügen während der Velo-Saison.

Könnte grundsätzlich ein Veloanhänger in das Fahrzeug eingeladen werden?

Dieses Kriterium schliesst mit 34.2% mit Abstand am schlechtesten ab. In fast zwei Dritteln der rapportierten Fahrten wäre also kein Transport von Veloanhängern möglich gewesen. Allerdings gab es nur einen negativen Kommentar zu dem Thema, womit die Relevanz vermutlich nicht allzu gross ist. Die schlechte Bewertung unterstreicht aber, dass mangelnder Abstellplatz in den Zügen ein Problem darstellt.

Wäre grundsätzlich genügend Platz im Fahrzeug für Fahrräder einer 4-köpfigen Familie?

Dieses Kriterium wird ebenfalls recht schlecht bewertet. In über der Hälfte der rapportierten Fahrten wäre es nicht möglich gewesen, Velos einer 4-köpfigen Familie zu transportieren. Da kein einziger Kommentar zu diesem Thema abgegeben wurde, scheint die Relevanz aber ebenfalls nicht allzu gross zu sein.

Wie bewerten Sie die Kosten für den Veloselbstverlad auf Ihrer Reise?

Die Kosten wurden mit 58.9% leicht unterdurchschnittlich bewertet. Sechs Antwortende empfanden die Kosten als zu hoch.

Für mein Velo bezahlte ich: 1) ein Halbtax-Streckenbillet, 2) eine Velo-Tageskarte oder 3) einen Velopass (GA für das Velo)

Bei der Auswertung zur Art des Velo-Billets wurden alle Streckenbillete mit 20%, alle Velotageskarten mit 60% und alle Velopässe mit 100% multipliziert. Dies unter der Annahme, dass der Preis pro gefahrenem Kilometer in dieser Reihenfolge abnimmt.

Insgesamt nutzen über die Hälfte der Antwortenden eine Velotageskarte für ihre Reise. Nur etwas mehr als 5% besitzen einen Velopass (Velo-GA), die restlichen 40% waren mit Halbtax-Streckenbilleten unterwegs.

© TCS Mobilitätsberatung
© TCS Mobilitätsberatung

Online: April 2021

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