Wer teilt, spart Geld

Kein Auto besitzen und trotzdem auf der Strasse unterwegs sein. Wir haben getestet, wie man am schnellsten und günstigsten von A nach B gelangt.


Wie kommt man heute im Zeitalter der kollaborativen Mobilität, dem Teilen und Kombinieren von Verkehrsmitteln, von A nach B? Die Möglichkeiten sind vielfältig und insbesondere in Bezug auf die Fahrkosten interessant. Wir haben die 297 Kilometer lange Strecke von Bern via Bellinzona und Locarno nach Cevio im Maggiatal genauer unter die Lupe genommen.

Autobesitzer überlegen in der Regel nicht lange, setzen sich in Auto und fahren ins Tessin. Dieselbe Strecke ist aber auch entweder mit Zug und Postauto, Zug und Mobility oder als Mitfahrer in irgendeinem Auto zu bewältigen. Mit welchem Verkehrsmittel man nun in der Tat nach Cevio fährt, hängt von diversen Faktoren ab.

Mein Fahrzeug für alle, die mitfahren wollen

Einerseits sind da die effektiven Kosten, andererseits die Fahrzeit und der Komfort. Kurzum: Wer nicht im Stau stehen will, wählt wohl am besten den ÖV oder die Kombination ÖV/Carsharing. Diese beiden Mobilitätsformen sind im Vergleich zum Auto auch vom Preis her bei einem Fahrer attraktiv. Man kann sich aber auch eine Mitfahrgelegenheit organisieren oder gar auf privater Basis ein Auto mieten. 

Vernetzung wird besser

Immerhin wird für die Nutzer von kombinierter Mobilität das Vernetzen diverser Verkehrsmittel seit der Einführung des Swiss Pass im Herbst 2015 immer einfacher. Dieser ist nicht nur SBB-Generalabonnement oder Halbtax, sondern ermöglicht auch den Zutritt zu Sharing-Velos, die Drehkreuze der Skigebiete und Mobility-Autos. Besonders Mobility-Kunden profitieren von dieser Barrierefreiheit.

Kostengünstiges Mitfahren

Für Auto-Besitzer besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit, einen Teil der Betriebskosten mit Fahrgemeinschaften einzuspielen. Dazu braucht es ein gewisses Mass an Flexibilität, weil nicht voraussehbar ist, wann und zu welchem Zeitpunkt sich eine Mitfahrgelegenheit an einen Zielort bietet. Auf jeden Fall ist diese Mobilitätsform enorm kostengünstig.

Ein weiteres Angebot heisst Publiride, es wurde von Postauto in Zusammenarbeit mit dem Plattformentwickler Flinc gestartet. Dieses Angebot, welches als Projekt in vier Schweizer Orten läuft und über eine App funktioniert, ist als regionales Mitfahrnetzwerk konzipiert und vereint Fahrgemeinschaften mit dem ÖV.

Autos können aber auch zwischen Privatpersonen geteilt werden. Die etablierteste Plattform dafür ist Sharoo, die seit ein paar Jahren online ist und in der Schweiz gegen 10'000 User hat. 

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