





Text Juliane Lutz, Philippe Rawyler.
Fotos Romont, Schönthal, Limmat: Juliane Lutz. Diemtigtal: Céline Blanda. Düdingen: millefeuilles.ch. Séprais: Gaël Klein.
Der Kunstweg von Séprais JU
Im jurassischen Dorf Séprais haben die Künstler Liuba Kirova und Peter Fürst die Feldwege zu den Weiden mit beeindruckenden zeitgenössischen Skulpturen gestaltet. So entstand 1993 das Freilichtmuseum «La Balade de Séprais». Es ist ganzjährig kostenfrei zugänglich und umfasst vier Rundwege mit einer Gesamtlänge von etwa drei Kilometern, die beliebig kombiniert werden können. Die Ausstellung bleibt lebendig und entwickelt sich kontinuierlich weiter: Regelmässig ergänzen neue Werke die Sammlung und begeistern zahlreiche Besucher.
Sinn- und Klangweg, Düdingen FR
Zwischen Düdingen und Freiburg erstreckt sich der Sinn- und Klangpfad über elf Kilometer entlang des Schiffenensees. Er verbindet Natur, Kultur und akustische Erlebnisse auf besondere Weise. Zwei abwechslungsreiche Routen – Düdingen–Freiburg Poya und Düdingen–Campingplatz Schiffenen – führen an 21 interaktiven Klanginstallationen vorbei, die zum Berühren und Ausprobieren einladen. Natürliche Klänge wie Vogelgesang und Kuhglocken mischen sich mit künstlerischen Geräuschen und schaffen ein besonderes Erlebnis. Entlang des Weges laden Picknickplätze zur Pause ein, während der Blick auf den See und die Überquerung der Grandfey-Brücke zu den Höhepunkten zählen. Die Brücke verbindet dabei zwei Landschaften und Kulturregionen miteinander.
Skulpturenpark des Klosters Schönthal BL
Der romanische Klosterbau, etwa 1,5 Kilometer ausserhalb von Langenbruck, ist für sich schon ein magischer Ort. Verteilt auf hundert Hektar befinden sich derzeit 33 grossartige Werke auf Wiesen, an Hängen oder unter Bäumen, wie die Bronzefiguren von Martin Disler. Der Künstler aus Seewen SO gab der vielteiligen Figurengruppe den Titel «Häutung und Tanz». Man kann leicht Stunden durch die schöne Juralandschaft wandern und über das Ausgestellte nachdenken. Bei Bedarf werden Gummistiefel verliehen.
«Kultur- & Skulpturenwäg» im Diemtigtal BE
Im Naturpark Diemtigtal im Berner Oberland laden zwischen Oey und Grimmialp fünfzehn vielfältige Skulpturen zu einem aussergewöhnlichen Kunsterlebnis ein. Die meisten Werke sind traditionell gestaltet, meist aus Holz gefertigt und teilweise direkt in Baumstämme eingearbeitet. Daneben gibt es moderne Interpretationen wie neu gestaltete Bänke und zeitgenössische Kunstwerke. Die rund fünfzehn Kilometer lange Wanderung verläuft entlang des Flusses Chirel und führt durch eine eindrucksvolle Naturlandschaft. Der «Kultur- & Skulpturewäg» im Diemtigtal ist von Mai bis Oktober zugänglich und bietet Erholung und Kulturgenuss zugleich.
Kulturweg Limmat AG
Dieser im Flusswasser liegende Gegenstand ist der «Steinring» des Schweizer Künstlers Heiner Richner. Die Kalksteinellipse ist eines von 31 Werken auf dem Kulturweg Limmat. Er führt vom Neuenhofer Stausee über die Wettinger Klosterhalbinsel durch die Badener Altstadt bis Ennetbaden. Die Strecke ist ideal für den Sommer, denn sie verläuft im schattigen Grünen. Auf beiden Uferseiten sind die Arbeiten zu sehen. Tipp: in die heissen Thermalwasserbrunnen in Baden oder Ennetbaden steigen.
Glasmalereipfad in Romont FR
Kühen begegnet man auf der Route, die vom Vitromusée in Romont über Mézières, La Neirigue, Berlens und Mottex wieder nach Romont führt, ständig. Ansonsten dreht sich alles um Glaskunst, die auch jene begeistert, die sich wenig aus Religion machen. Tipp: gleich die feine Kollegiatkirche in Romont mit ihren jahrhunderte-alten, aber auch relativ neuen Fenstern besuchen. Sehr sehenswert sind das auf einem Hügel gelegene Kirchlein Saint Maurice in Grangettes-près-Romont (erfordert einen Umweg) und die Fenster von Brian Clarke in der Abtei La Fille-Dieu. Noch ein Plus: der sich ständig ändernde Blick auf Romont.
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