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17.06.2025

Kunst am Weg

Wandern ist schön und noch grossartiger, wenn es etwas Besonderes zu sehen gibt.

Text Juliane Lutz 
Illustration L’atelier Cartographik, Photos Juliane Lutz

Drei Touren, bei denen Kunst im Mittelpunkt steht, von Kirchenfenstern bis zu Plastiken im Fluss.

Die Stadt Romont FR ist ein Zentrum der Glaskunst und Ausgangspunkt für den vierstündigen Glas­malereipfad. Er führt hauptsächlich zu Kirchen. Wer zeitgenössische Kunst schätzt, sollte einmal den ­Kulturweg Limmat (AG) vom Neuenhofer Stausee bis Ennetbaden oder umgekehrt gehen. Auf beiden Seiten des Flusses sind Skulpturen und Plastiken von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Für den hundert Hektar grossen Skulpturenpark von Kloster Schönthal BL bringt man am besten mehrere Stunden Zeit mit. Derzeit sind dort 33 Werke auch internationaler Künstler zu sehen, die sich dafür mit der Landschaft des Schönthals befasst haben.

Glasmalereipfad

Kühen begegnet man auf der Route, die vom Vitro­musée in Romont über Mézières, La Nei­rigue, Berlens und Mottex wieder nach Romont führt, ständig. Ansonsten dreht sich alles um Glaskunst, die auch jene begeistert, die sich wenig aus Religion machen. Tipp: gleich die feine Kollegiatkirche in Romont mit ihren jahrhun­derte­-alten, aber auch relativ neuen Fenstern besuchen. Sehr sehenswert sind das auf einem Hügel ge­legene Kirchlein Saint Maurice in Grangettes-­près-Romont (erfordert einen Umweg) und die Fenster von Brian Clarke in der Abtei La Fille-­Dieu. Noch ein Plus: der sich ständig ändernde Blick auf Romont.

fribourg.ch/de/romontregion

Art

Skulpturenpark Kloster Schönthal

Der romanische Klosterbau, etwa 1,5 Kilo­meter ausserhalb von Langen­bruck, ist für sich schon ein magischer Ort. Verteilt auf hundert Hektar befinden sich derzeit 33 grossartige Werke auf Wiesen, an Hängen oder unter Bäumen, wie die Bronzefiguren von Martin Disler. Der Künstler aus Seewen SO gab der vielteiligen Figurengruppe den Titel «Häutung und Tanz». Man kann leicht Stunden durch die schöne Juralandschaft wandern und über das Ausgestellte nachdenken. Bei Bedarf werden Gummistiefel verliehen.

schoenthal.ch

Art

Kulturweg Limmat

Dieser im Flusswasser liegende Gegenstand ist der «Steinring» des Schweizer Künstlers Heiner Richner. Die Kalksteinellipse ist eines von 31 Werken auf dem Kulturweg Limmat. Er führt vom Neuenhofer Stausee über die Wettinger Klosterhalbinsel durch die Badener Altstadt bis Ennetbaden. Die Strecke ist ideal für den Sommer, denn sie verläuft im schattigen Grünen. Auf beiden Ufer­seiten sind die Arbeiten zu sehen. Tipp: in die heissen Thermalwasserbrunnen in Baden oder Ennetbaden steigen.

kulturweg-limmat.ch

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