Warum Sie sich vor der Sonne schützen sollten

Ein Sonnenbrand ist unangenehm und auch gefährlich. Er fördert die Hautalterung und erhöht das Hautkrebsrisiko. Guter Schutz ist daher zentral.


Ein Sonnenbrand entsteht durch die ultravioletten Anteile der Sonnenstrahlung, die tief in die Haut eindringen können. Dort kann die UV-Strahlung das Zellgewebe schädigen, was zu einer lokalen Entzündungsreaktion führt, die durch die Freisetzung von Wachstumsproteinen ausgelöst wird. Durch die Entzündung werden die Gefässe erweitert und die Haut färbt sich rot. Ebenfalls wird aufgrund der Erwärmung die Durchblutung erhöht und Flüssigkeit tritt in das Gewebe aus, wodurch Blasen entstehen können. Die kurzwelligen und somit energiereicheren UVB-Strahlen sind schädlicher für die Haut. Sie brechen die Stränge der DNS und schädigen das Kollagen der Haut. Die Hautelastizität nimmt so ab und die Falten nehmen zu. In sehr hoher Dosis verursacht aber auch UVA Sonnenbrand und DNS-Schäden.

Sonnenschutz

Ein unerlässlicher Schutz vor Sonnenbrand ist gutes Eincremen mit einer Sonnencreme. Je nach Hauttyp braucht es einen anderen Schutzfaktor. Ein Lichtschutzfaktor von 15 sollte es aber unbedingt sein. Bei Kindern ist ein Mindestfaktor von 30 empfohlen. Ebenfalls ein guter Schutz vor Sonnenbrand ist lange Kleidung – diese sollte luftig sein und bequem sitzen. Wer länger draussen unterwegs ist, sollte den Kopf und die Gesichtshaut mit einem Hut schützen. Auch die Augen müssen vor der Sonneneinstrahlung geschützt sein – und die Sonnenbrille sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch einen guten UV-Schutz bieten. Ein geeignetes Modell erkennt man an den Bezeichnungen «UV-400» oder «UV 100 Prozent». Während Hitzetagen ist es zudem ratsam, sich zwischen 11 und 15 Uhr nicht an der direkten Sonne aufzuhalten. 

Von Quark und schwarzem Tee

Bei Sonnenbrand kennt manch einer ein Hausmittelchen, das helfen soll. Viele sind gemäss Hautärzten jedoch ungeeignet. Kühlpads beispielsweise können die Reizung der Haut aufgrund eines möglichen Kälteschocks sogar verschlimmern. Auch Essig und Zitronensaft sind bei Sonnenbrand keine geeigneten Helfer. Häufig wird auch Kortison verwendet. Eine solche Behandlung sollte niemals ohne die Empfehlung eines Arztes erfolgen. Besser geeignet ist eine Quarkkompresse, bei welcher kühler Quark auf ein feuchtes Tuch aufgetragen wird. Dieser sollte feucht bleiben und nicht auf der Haut antrocknen, da das Ablösen sonst sehr schmerzhaft sein kann. Besser als Quark ist schwarzer Tee. Er wirkt entzündungshemmend und kühlend. Und so funktioniert es: Nachdem der Tee abgekühlt ist, wird er auf die Haut aufgetragen. Auch hier eignen sich Kompressen sehr gut.

Bei Blasenbildung den Arzt aufsuchen

Wie bei den After-Sun-Lotionen werden bei den diversen Hausmittelchen lediglich die Symptome gelindert. Die zerstörte Haut wird auf diese Weise nicht repariert. Handelt es sich um einen Sonnenbrand mit Blasenbildung, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden, da es sich um eine schwere Verbrennung handelt. Vorbeugung ist nach wie vor der beste Schutz.


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht

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