Pakistan


Pakistan
Pakistan, am Arabischen Meer (Indischer Ozean) gelegen, grenzt an den Iran, an Afghanistan, China und Indien.

Auf den ersten Blick

Allgemeines

Klima

Wüstenklima, gemässigtes Klima im Nordwesten des Landes.

Beste Reisezeit: Juni - September im Norden, November - April im Südwesten.

Währung

Landeswährung: Pakistanische Rupie - PKR

Sicherheit unterwegs

Sicherheitslage

Bei Reisen nach Pakistan ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Von Reisen in einzelne Landesteile wird abgeraten.

Es bestehen politische und soziale Spannungen, namentlich zwischen verschiedenen muslimischen Glaubensrichtungen oder zwischen religiösen Extremisten und dem Staat. Politisch-religiös motivierte Gewalttaten und Unruhen können jederzeit unvermittelt ausbrechen. Demonstrationen sind oft von gewaltsamen Ausschreitungen begleitet. Bei Demonstrationen und gelegentlichen Streiks errichten die Protestierenden manchmal Strassenblockaden, bei denen es ebenfalls zu Gewaltanwendung kommen kann. Auch Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs können die Folge sein.

Terroristische Akte sind jederzeit im ganzen Land möglich. Die Anschläge fordern regelmässig zahlreiche Todesopfer und Verletzte und richten sich gegen Behörden und staatliche Einrichtungen, religiöse Minderheiten und belebte Orte wie Märkte, Einkaufszentren, öffentlichen Verkehr etc. Es sind auch Anschläge gegen Ausländer und ausländische Einrichtungen verübte worden (z.B. Restaurants).

Das Entführungsrisiko durch terroristische Gruppierungen ist in gewissen Regionen hoch(siehe Kapitel spezifische regionale Risiken), es kann aber auch in den übrigen Landesteilen nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Das Risiko ist nicht nur für die einheimische Bevölkerung gross, sondern auch für ausländische Staatsangehörige mit oder ohne pakistanische Abstammung.

Informieren Sie sich vor und während der Reise über die aktuelle Sicherheitslage in Ihren Zielgebieten, sei es über die Medien oder die lokalen Sicherheitsbehörden. Lassen Sie sich von einer lokalen Vertrauensperson oder einem anerkannten Reiseveranstalter beraten und begleiten. Meiden Sie Menschenansammlungen, grössere Gruppen von Sicherheitskräften sowie Demonstrationen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Verschiedene Gebiete dürfen nur mit einer Sondergenehmigung (no objection certificate) besucht werden - auch solche, die in diesem Kapitel nicht aufgezählt werden. Zuwiderhandlungen können mit mehreren Tagen Haft bestraft werden. Die pakistanischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaft in Bern und Generalkonsulat in Zürich) erteilen nähere Auskunft über die betroffenen Gebiete. 
In regionalen Konfliktgebieten und in Gebieten, die nur mit einer Sondergenehmigung zugänglich sind, hat die Schweizer Botschaft in Islamabad nur begrenzte oder gar keine Möglichkeit zur Hilfe bei Notsituationen.

Gilgit-Baltistan: Gilgit und Chilas sind wiederholt Schauplatz von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern verschiedener Religionsgemeinschaften geworden sowie von terroristischen Angriffen. Zum Beispiel wurden im August 2018 mehrere Schulen zerstört, und ein Überfall auf einen Polizeiposten forderte mehrere Todesopfer. Es kann kurzfristig eine Ausgangssperre über die Region verhängt werden, welche wiederum zum Unterbruch des Verkehrs sowie einem vollständigen Ausfall der Kommunikationsmittel führen kann. Wie die Ermordung mehrerer ausländischer Bergsteiger im Basislager Diamer am Nanga Parbat im Juni 2013 zeigt, können sich terroristische Akte auch gezielt gegen Ausländer richten.
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Gilgit-Baltistan wird abgeraten. Wenn Sie aus zwingenden Gründen nach Gilgit-Baltistan reisen müssen, informieren Sie sich vor und während der Reise über die aktuelle Sicherheitslage, und meiden Sie grosse Menschenansammlungen.Wählen Sie das Flugzeug, um nach Gilgit und Skardu zu reisen; von Autofahrten an diese Destinationen wird abgeraten. Die Hauptstrasse Karakorum Highway führt durch unruhige Gebiete, und auf den Nebenrouten ist die Überfallgefahr hoch. Die Flugverbindungen können wetterbedingt während mehreren Tagen ausfallen.

Khyber Pakhtunkhwa KPK: Die vorwiegend autonomen Stammesgebiete (ehemals Federally Administered Tribal Areas FATA) gelten als Rückzugsgebiet afghanischer Talibankämpfer und pakistanischer Terrorgruppen. Militärische Einsätze und Gefechte sind häufig. Ausserdem besteht in einzelnen Regionen die Gefahr von Landminen. Die bewaffneten Auseinandersetzungen in den Stammesgebieten strahlen vermehrt in die übrigen Gebiete dieser Provinz aus. Die Sicherheitslage in der Provinz ist gespannt. Es sind wiederholt Attentate verübt worden, und es besteht ein hohes Entführungsrisiko. Von Reisen nach KPK wird abgeraten, einschliesslich Swat Valley.

Grenzgebiete zu Indien: Das Grenzgebiet zu Indien ist stark militarisiert und teilweise vermint; dies gilt in besonderem Masse entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control) in der Region Kashmir. Trotz eines im November 2003 erklärten Waffenstillstands kommt es regelmässig zu bewaffneten Zwischenfällen entlang der Line of Control, die auch zivile Todesopfer fordern. Es gibt immer wieder gegenseitige Artilleriebeschüsse, die auf beiden Seiten der Line of Control zahlreiche Opfer fordern. Von Reisen entlang der Waffenstillstandslinie wird abgeraten. Das Gebiet ist ausserdem nur mit offizieller pakistanischer Genehmigung zugänglich.
Der einzige, für Ausländer geöffnete Grenzübergang zwischen Indien und Pakistan befindet sich in Wagah zwischen Lahore und Amritsar.

Lahore: In Lahore werden immer wieder tödliche Anschläge gegen religiöse Stätten und gegen Märkte verübt.

Balochistan: Es besteht ein hohes Entführungsrisiko, und die Gefahr von bewaffneten Überfällen ist gross. Wiederholt ist es zu Massenentführungen und der Ermordung von Busreisenden gekommen.
Ausserdem haben bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der Armee und aufständischen Stammesgruppen sowie religiös motivierte Gewalttaten die Sicherheitslage massiv verschlechtert. Anschläge sind häufig und richten sich vor allem gegen Regierungseinrichtungen, gegen die Sicherheitskräfte und gegen die öffentliche Infrastruktur, z.B. Strassen- und Bahnverkehr, Stromleitungen und Pipelines. Teile der Provinz sind vermint.
Von Reisen nach Balochistan wird abgeraten.

Nördlicher Sindh und südlicher Punjab: In weiten Teilen dieser Regionen besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko, und die Gefahr von bewaffneten Überfällen ist gross. Am 13. September 2015 hat ein Bombenanschlag auf eine Bushaltestelle in Multan mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert.
In der Provinz Sindh wird abgeraten von Reisen in die Stadt Nawabshah und die Gebiete nördlich davon.

Karachi: Die Gewaltkriminalität ist in gewissen Stadtteilen sehr hoch. Der Besitz von Schusswaffen ist verbreitet. Latente politische und religiöse Spannungen sowie Spannungen zwischen kriminellen Banden können unvermittelt aufflammen und zu Ausschreitungen, Anschlägen und anderen Gewalttaten führen. In solchen Fällen werden häufig alle Geschäfte in den betroffenen Quartieren geschlossen und der Verkehr kommt zum Erliegen. Die Gefahrenzonen können sich laufend ändern. Meiden Sie die Stadtteile, in denen das Risiko besonders hoch ist: Baldia Town, Orangi Town, Lyari, Kharadar, Jail Road, Malir, Khakrapar, Sohrab Goth, Korangi, Liaquatabad, Pak Colony, Azizabad, Sujrani Town, Central District.

Weitere Informationen finden Sie auf: Reisehinweise EDA

Kriminalität

Taschen- und Entreissdiebstähle, Raubüberfälle und Autodiebstähle kommen häufig vor und können von Gewalt begleitet sein, teils mit Todesfolge. Entführungen durch kriminelle Gruppen zwecks Lösegelderpressung kommen im ganzen Land häufig vor. Vor allem gegenüber Ausländern geben sich Diebe manchmal als Polizisten oder als Mitarbeiter der Nachrichtendienste aus.

Sexualverbrechen kommen vor.

Beachten Sie unter anderem nachstehende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Lassen Sie sich von einer lokalen Vertrauensperson oder einem anerkannten Reiseveranstalter beraten und begleiten.
  • Benutzen Sie in den Grossstädten für Flughafen-Transfers Hotelbusse oder lassen Sie sich von einer Kontaktperson abholen.
  • Setzen Sie Ihre Kreditkarte mit Vorsicht ein, denn Missbrauch ist verbreitet.

Weitere Informationen finden Sie auf: Reisehinweise EDA

Naturbedingte Risiken

Das Land liegt in einer Erdbebenzone.

Das Land ist geprägt von verschiedenen Zonen mit teils extremen geologischen und klimatischen Bedingungen, in denen die Witterungsverhältnisse rasch ändern können.

Während des Sommermonsuns (Juli/August) muss im Norden des Landes mit starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Die Küste wird vereinzelt von heftigen Wirbelstürmen heimgesucht. Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden:

Pakistan Meteorological Department

National Disaster Management Authority

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizer Botschaft in Islamabad oder das Generalkonsulat in Karachi.

Auszug aus: Reisehinweise EDA

Reisevorbereitung & Formalitäten

Einreisedokumente

Von Reisen nach diesem Reiseziel rät das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ab. Nähere Informationen zur politischen Lage und Sicherheit entnehmen Sie bitte unter «Allgemeines».

Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger.

  • Für die Einreise in dieses Land ist ein gültiger Schweizerpass erforderlich.
  • Ein Visum ist ebenfalls erforderlich.

Vorzuweisen sind das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise und die gültigen Papiere zur Reisefortsetzung ins nächste Land. Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Es werden keine Flughafengebühren erhoben.

Maut & Verkehrsregeln

Verkehrsregeln

Linksverkehr.

Kindersicherung

Keine Vorschriften bezüglich Kindersicherung.

Im Notfall

Notfallnummern

 

Notrufnummern
Polizei15
Ambulanz115
Feuerwehr16

Die touristischen Informationen für dieses Reiseziel wurden mit grösster Sorgfalt zusammengetragen und werden regelmässig aktualisiert. Indessen wird hinsichtlich der Genauigkeit und Vollständigkeit des Inhaltes keine Garantie gewährt.
Unsere Reiseinfos richten sich spezifisch an Schweizer Staatsbürger oder in der Schweiz wohnhafte Personen bzw. gelten für in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge. Für anderweitige Reisende und Fahrzeuge können die Bestimmungen abweichen.
Die Informationen zu den folgenden Themen wurden vom EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) zur Verfügung gestellt: Sicherheit & Politik, Gesundheitsinfrastruktur, Kriminalität und naturbedingte Risiken.

Reiseziel ändern

Reisehinweis

Das EDA rät teilweise von Reisen in dieses Land ab.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Netzspannung: 220 V
Vorwahl: +92
Polizei: 15
Ambulanz: 115
Feuerwehr: 16
 

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