Wagenheber im Test



Der TCS hat 10 Wagenheber-Modelle aus dem Zubehörmarkt einem Praxistest unterzogen. Die Resultate waren dabei so unterschiedlich wie die Produkte selbst.

Radwechsel bleibt aktuell: der richtige Wagenheber

Aufgrund der relativ geringen Wahrscheinlichkeit einer Reifenpanne verfügen viele Neuwagen heute über keine Not- oder Reserveräder mehr. Gemäss Herstellerangaben lässt sich durch die Gewichteinsparung auch der Treibstoffverbrauch reduzieren. So findet man in vielen Autos oft nur noch ein Reifen-Reparaturset, beispielsweise bestehend aus einem 12-Volt-Kompressor und flüssigem Dichtmittel.

Dennoch sind Reifenpannen die zweithäufigste Pannenursache nach Batterieproblemen – der TCS verzeichnet jedes Jahr rund 20'000 Einsätze wegen platter Reifen. Es sollte also weiterhin damit gerechnet werden, dass man hin und wieder einen Reifen wechseln muss. Dabei ist ein geeigneter Wagenheber natürlich von grosser Bedeutung, entweder als Trolley für Zuhause oder als kompaktes und leichtes Modell für Unterwegs. Die richtige Wahl ist abhängig vom Fahrzeug, genauer von dessen Gewicht und der Bodenfreiheit.

Die Trolley-Wagenheber: für zu Hause

Die Transport-Wagenheber: für unterwegs

Tipps des TCS

  • Beim Neuwagenkauf darauf achten, ob man ein leichtes Notrad oder ein Reserverad anstelle des Reifenreparatur-Sets bestellen kann. Dabei werden Noträder auch als günstigere Alternative zum vollwertigen Ersatzrad angeboten. Sie sind kleiner, dadurch wird nicht so viel Platz beim Verstauen benötigt. Ein Notrad kann nach fast allen Reifenschäden angewendet werden. Allerdings ist eine Weiterfahrt nur mit höchstens 80 km/h möglich.
  • Ein Not- oder Reserverad lässt sich auch nachträglich bei Garagen und Pneu-Händlern bestellen. Diese gibt es schon ab rund CHF 80.–. Unbedingt prüfen, ob man im Auto auch einen Wagenheber dabei hat. Ohne den nützt auch das Reserverad nichts.
  • Weder Ersatzrad noch Pannen-Set braucht, wer auf speziellen Run-Flat-Pneus fährt. Diese Pneus verfügen über selbsttragende Seitenwände oder ein Stützring-System. Das ermöglicht die Weiterfahrt auch ohne Luft – allerdings mit maximal 80 km/h. Sie kosten jedoch deutlich mehr als ähnliche Reifen der gleichen Dimension. Das Auto muss zudem über ein Reifendruck-Überwachungssystem verfügen.
  • Wer ein Reifenreparatur-Set im Auto mitführt, sollte vorher die Bedienungsanleitung durchlesen und ein paar «Trockenübungen» machen.
  • Räderwechsel ist etwas für «Fachkundige»: Ein Räderwechsel braucht einen guten Wagenheber, aber auch einen Drehmomentschlüssel um das richtige Anzugsmoment der Schrauben zu garantieren. Zudem muss auch der Reifendruck eingestellt werden.
  • Der TCS bietet in verschiedenen Sektionen auch Pannenhilfe-Kurse an.

Ergebnis im Überblick

"Der TCS hat 6 Trolley-Modelle für zu Hause und 4 Wagenheber für unterwegs getestet. Positiv ist das allgemein tiefe Preisniveau. Aber leider sind viele Wagenheber mangelhaft verarbeitet."

Alle Testergebnisse im Überblick [PDF, 0.1MB]
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