Darauf kommt es bei Batterien an

In modernen Autos, mit zahlreichen Assistenzsystemen an Bord, werden Batterien immer mehr beansprucht.


Mit jeder Autogeneration gibt es neue Sicherheits und Assistenzsysteme. Moderne Autos haben teilweise zahlreiche Helfer an Bord, die alle mit elektrischer Energie funktionieren. So wird die Batterie mehr denn je beansprucht. 

Etwa durch Start-Stopp-Systeme sind die Anforderungen derart gestiegen, dass die Batteriehersteller die besonders leistungsfähigen AGM-(Absorbent Glass Mat) und EFB-Batterien (Enhanced Flooded Batteries) entwickelten. Für einfacher ausgerüstete Autos ohne Start-Stopp-System bleibt die konventionelle Blei-Säure-Batterie eine wirtschaftliche Lösung.

Kalte Temperaturen

Im Schnitt hält eine Autobatterie etwa 5 Jahre. Meist gibt sie ihren Geist dann auf, wenn es draussen kalt wird. Denn die Batterie hat ihr grösstes Leistungsvermögen bei etwa 25° C. Je kälter es wird, desto schwächer wird sie, weil die chemischen Vorgänge langsamer ablaufen. Gleichzeitig ist das Motorenöl bei kalten Temperaturen dickflüssig, der Energiebedarf zum Motorstart ist deutlich grösser. Dazu erhöhen im Winter viele aktivierte Verbraucher den Strombedarf.

Starterbatterien tragen heute meist das Prädikat «wartungsfrei». Trotzdem kann ein Check nicht schaden. Zu prüfen ist der Flüssigkeitsstand. Die Bleiplatten müssen gut bedeckt sein. Wenn Flüssigkeit ergänzt wird, muss es destilliertes oder entmineralisiertes Wasser sein. Oft sind die heute verbreiteten gekapselten Batterien aber gar nicht nachfüllbar. 

Achtung: AGM-Batterien dürfen nicht geöffnet werden. Die Polklemmen müssen fest sitzen und sauber sein. Das Batteriegehäuse sollte sauber sein, damit keine Kriechströme entstehen, welche die Selbstentladung erhöhen. 

Passender Typ

Wenn sich beim Dreh des Zündschlüssels nichts mehr rührt, können Überbrückungskabel aus der Patsche helfen. 

Achtung: Eine falsche Vorgehensweise kann dabei zu Schäden führen. 

Wichtig: Die Gebrauchsanweisungen von Starterkabel und Auto beachten. Bei einer zu alten Autobatterie oder zu vielen Tiefentladungen hilft allerdings nur noch ein Ersatz. 

Dabei gilt: Wo original eine AGM-Batterie verbaut ist, muss eine solche nachgerüstet werden. Bei EFB-Batterien braucht es mindestens eine solche; zur Verlängerung der Lebensdauer geht auch eine AGM. Ist eine konventionelle Batterie montiert, funktionieren im Prinzip alle drei Typen. Wer eine Batterie selber wechseln möchte, sollte dabei über die nötigen Grundkenntnisse verfügen. 

Unsere Batterie-Tipps

  • Eine Batterie hält meist über vier Jahre. Wer sicher sein möchte, dass er im Winter nicht stehen bleibt, kann in einer Garage oder beim TCS einen Batterie-Check durchführen lassen.
  • Elektrische Verbraucher wie z.B. Heckscheiben- oder Sitzheizungen sollten nur so lange wie nötig eingeschaltet werden.
  • Ein periodischer Check des Flüssigkeitsstandes (wo möglich) und ein Sauberhalten des Gehäuses ist auch bei wartungsfreien Batterien sinnvoll.
  • Tiefentladungen sind zu vermeiden.
  • Überbrückungskabel im Kofferraum können aus der Patsche helfen.
  • Vor dem Kauf sollten Batterie-Typ (AGM, EFB oder konventionell) Gehäuse- Dimensionen und elektrische Werte (Spannung, Kapazität, Kaltstartstrom) unbedingt beachtet werden.

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