





Auch in der kühleren Jahreszeit bietet das Tessin gute Gelegenheiten, im Freien unterwegs zu sein und noch einmal Sonne zu tanken. Im Luganese und im Mendrisiotto führen die Wege durch ganz unter-schiedliche Landschaften: vom historischen Dorf über Berghänge mit Aussicht bis zu den Rebbergen im äussersten Süden der Schweiz.
Dabei geht es nicht allein um die zurückgelegten Kilometer. Natur, Geschichte, Weinbau und regionale Kultur begleiten die Wandernden auf Schritt und Tritt. Drei Touren zeigen, wie abwechslungsreich sich der Tessiner Herbst zu Fuss entdecken lässt.
Zwischen dem historischen Dorfkern von Sonvico und den bewaldeten Hängen am Eingang zum Val Colla lässt sich auf dieser Route vieles entdecken. Kastanienbäume, alte Mauern und wechselnde Ausblicke prägen den Weg.
Inhaltlich orientiert sich die Strecke an den vier Elementen Wasser, Feuer, Erde und Himmel. An verschiedenen Stellen vermitteln Informationstafeln Wissenswertes über die lokalen Besonderheiten. So verbindet die Wanderung Spuren aus vergangenen Zeiten mit Fragen zum heutigen Umgang mit der Natur.
Wer in Corticiasca startet, erreicht die Capanna Monte Bar nach rund anderthalb Stunden. Bereits von der Terrasse der modernen Berghütte reicht der Blick über Lugano und die umliegende Bergwelt.
Wer noch höher hinauswill, wandert weiter zum Gipfel. Dort öffnet sich ein Panorama, das über den Monte Tamaro bis zu den Walliser Viertausendern reicht. Damit bietet die Tour Berggenuss, eine Einkehrmöglichkeit und grossartige Aussichten.
Wein, mediterran geprägte Landschaft und Kultur liegen im Mendrisiotto nahe beieinander. Die Wanderung verläuft durch
Rebberge und kleinere Ortschaften im südlichsten Teil des Tessins. Weil verschiedene Wegabschnitte miteinander kombiniert werden können, lässt sich die Länge der Tour an die verfügbare Zeit anpassen.
Unterwegs zeigt sich, wie stark der Weinbau das Gebiet und die Dörfer der Region geprägt hat. In der Nähe befindet sich zudem der als Unesco-Welterbe ausgezeichnete Monte San Giorgio, eine der weltweit wichtigsten Fossillagerstätten.
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Text: Sandra Egli
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