TCS Test: Hybride unter der Lupe

In der Schweiz wurden 2018 knapp unter 300‘000 Neuwagen zugelassen. Der Anteil der teil- und vollelektrischen Fahrzeuge nahm weiter zu: rund 7% der Neuwagen sind elektrifiziert. Bei Herr und Frau Schweizer am beliebtesten sind dabei die Benzin Hybriden, bei welchen es 2018 rund 14‘500 Neuzulassungen gab. Somit werden Benzin Hybride rund 3 mal häufiger gekauft als rein elektrische Fahrzeuge. Vor diesem Hintergrund hat der TCS mit dem Toyota C-HR Hybrid und dem Kia Niro Hybrid zwei aktuelle Vertreter der Benzin Hybride auf Herz und Nieren geprüft.

07. März 2019

Die beiden getesteten Fahrzeuge, ein Toyota C-HR Hybrid und ein Kia Niro Hybrid, verfügen über jeweils einen Benzin- und einen Elektromotor. Bei beiden Fahrzeugen handelt es sich um sogenannte „Voll – Hybriden“, da mit den Fahrzeugen teilweise ein rein elektrisches Fahren möglich ist. Jedoch nur, wenn bestimmte Parameter wie Geschwindigkeit, Beschleunigung, Batterieladezustand oder auch Heizungsanforderung dies zulassen. Die rein elektrische Reichweite beträgt beim Toyota C-HR 2.9 km. Der Kia Niro Hybrid kommt 4.1 km weit, auch dank der grösseren Batteriekapazität.  

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Der Test

Beide Fahrzeuge wurden einem TCS-Fahrzeugtest unterzogen und können somit direkt miteinander verglichen werden. Da der Fokus bei diesem Test auf dem Treibstoffverbrauch liegt, wurden zusätzlich eine Konvoi-Fahrt auf der TCS-Normrunde sowie Verbrauchsmessungen auf dem Prüfstand durchgeführt. Der Verbrauch auf der gesamten TCS Normrunde lag beim Kia Niro Hybrid bei 5.1 l/100 km, beim Toyota bei 4.9 l/100km. Am deutlichsten war der Unterscheid auf der Überland-Etappe; der Toyota C-HR kam mit 3.8 l/100km aus, der Kia Niro Hybrid mit 4.2 l/100km. Somit liegen diese beiden SUV’s beim Verbrauch auf ähnlichen Niveau wie bereits getestete Hybrid-Fahrzeuge.

Fazit

Der Toyota C-HR Hybrid polarisiert mit extravagantem Design. Verglichen mit dem herkömmlich gestylten Kia Niro Hybrid zeigt dieses jedoch bezüglich Sichtverhältnissen und dem Platzangebot im Fond Nachteile. Der Kia-Antrieb mit Doppelkupplungsgetriebe ist fahraktiv und bietet Fahrspass. Der Toyota punktet bei Fahrkomfort und Verbrauch. Letzteres dürfte bei einem Hybridfahrzeug ein Hauptkriterium sein.  

Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybrid- oder Elektromotor: Was ist heute die richtige Wahl?

Der Fortschritt bei Verbrennungsmotoren hat den Treibstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen sowohl bei Benzin als auch bei Diesel reduziert, was insbesondere für längere Fahrten eine gute Option ist. Je nach Nutzung bieten Hybridmotoren aber eine bessere Leistung. Bei kompletten Hybriden ist der Verbrauch besonders gering, wenn die meisten Fahrten in städtischen Gebieten oder auf dem Land über kurze Strecken durchgeführt werden.
TCS-Tests an Plug-in-Hybriden zeigen, dass der Kraftstoffverbrauch deutlich niedriger ist als bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Die Tests haben jedoch auch gezeigt, dass niedrige Umgebungstemperaturen die elektrische Reichweite deutlich reduzieren. Es sind daher grössere Batterien erforderlich, wenn auch in der kalten Jahreszeit weitere Strecken rein elektrisch zurückgelegt werden sollen. Ausserdem ist eine genügend hohe Leistung des E-Motors notwendig, damit ein möglichst grosser Anteil des täglichen Fahrbedarfs rein elektrisch absolviert werden kann. Dies ist eine selbstverständliche Anforderung an vollelektrische Autos. Moderne Elektroautos können heute eine akzeptable Reichweite haben, auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Dennoch sind viele Elektroautos noch nicht für lange Urlaubsreisen geeignet, bzw. verlangen eine vorbereitende Planung der Reise. Dieser Nachteil wird jedoch durch ein immer dichteres und leicht zugängliches Ladenetz laufend verringert.

Der komplette Test findet sich hier.

Lukas Reinhardt
Lukas Reinhardt
Telefon +41 58 827 34 44
Telefon +41 58 827 34 03
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