Entspannt weite Strecken mit dem Zug reisen

Abenteuer Eisenbahn – wer hat nicht schon einmal davon geträumt?


Tagelang dem beruhigenden Rattern des Zuges zu lauschen; die Steppen, Berglandschaften oder Wälder vorbeiziehen zu lassen, während man selbst genug Zeit hat, um gemütlich zu Speisen oder sich ins Gespräch mit Mitreisenden zu vertiefen?

Entlang der historischen Seidenstrasse etwa, in der Transsibirischen Eisenbahn oder quer durch Afrika – die Auswahl ist schier unendlich. Wer ein kleines Budget hat oder sich unter die Einheimischen mischen möchte, reist jedoch nicht im Luxus- oder Sonderzug. Doch Achtung: Damit das Abenteuer dann nicht zum Albtraum wird, sollte man einige Punkte beachten. 

Zeitig buchen

Man hat sich wochenlang eingelesen, alle Sehenswürdigkeiten herausgesucht – und erlebt plötzlich die böse Überraschung: In der gewünschten Preisklasse sind alle Plätze besetzt! Gerade die beliebten Strecken sind oft schnell ausgebucht. Darum: Gleich als erstes buchen!

Früh genug am Perron erscheinen

Auf vielen Fernstrecken belegt jeder Besucher einen festen Platz. Oft darf man nur in seinen Wagen einsteigen. Da die Züge jedoch meist mehrere Hundert Meter lang sind und nicht selten durcheinander geraten, sollte man mindestens 20 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof sein. 

Verpflegung

Meist sind Speisewagen vorhanden, die jedoch keine besonderen Ansprüche erfüllen – so etwa bei der Transsibirischen Eisenbahn. Aus diesem Grund verpflegen sich die meisten Reisenden an den Bahnhöfen selbst. Dort stehen Kioske und kleine Stände Tag und Nacht bereit. Einige Händler verkaufen ihre Ware auch direkt im Zug – man sollte unbedingt auf ihre Lizenz achten, wenn man sich nicht wegen mangelnder Hygiene den Magen verderben will. 

Gepäck

Sperrige Reise- und vor allem Hartschalenkoffer sind für mehrtägige Zugreisen nicht wirklich praktisch. Das Gepäck passt meistens weder unter, zwischen noch über die Ablageflächen der Sitze. Am besten Sie packen alles in einen robusten, aber flexiblen Reiserucksack. Wenn man über längere Zeit aus dem Rucksack lebt, ist es praktisch, Kleidungsstücke eng aufzurollen und zu sortieren. Damit kommt weniger Unordnung auf und man findet rasch, wonach man sucht. 

  • Ein Leinen- oder Inlayschlafsack schützt vor schlecht gereinigter Bettwäsche.
  • Da man sich nicht in jedem Zug auf einwandfrei funktionierende Klimaanlagen oder Heizung verlassen kann, sollten unbedingt warme Kleidung für kühle Nächte und leichte Freizeitkleidung mitgenommen werden.
  • Leicht zu tragen und unheimlich wertvoll: Da auch die sanitären Einrichtungen nicht immer unseren Hygienestandards genügen, empfiehlt sich ein WC-Sitzschutz aus Papier mitzunehmen.
  • Ein kleines schnelltrocknendes Handtuch ist ebenfalls von Vorteil.
  • Es empfiehlt sich alle Hygieneartikel selbst mitzubringen – auch das WC-Papier. Nicht immer wird gleich nachgefüllt.
  • Tragetaschen nicht vergessen – die benötigt man zum Einkaufen am Bahnsteig.
  • Campinggeschirr und Besteck sind hilfreich.
  • Eiskratzer für die Fenster im Winter. Die frieren nämlich an einigen Zügen bei kalten Temperaturen von innen zu.
  • Um sich für Einladungen zu bedanken oder Bekanntschaften eine Freude zu machen, sind kleine Geschenke und Süssigkeiten ideal.
  • Beschäftigung! Natürlich wird es viel zu sehen geben. Aber auf langen Strecken ohne Halt wird man sich auch einmal an der schönsten Landschaft sattgesehen haben. Froh ist man in solchen Momenten über universalverständliche Spiele (z.B. Karten), ein gutes Buch auf dem E-Reader und eine Herausforderung für den Geist: Rätsel lösen, Stricken lernen, usw. 
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