





Für touristische oder geschäftliche Aufenthalte bis zu 90 Tagen benötigen Schweizer Bürger in der Regel kein Visum, müssen jedoch zwingend eine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) beantragen. Diese Genehmigung ist zwei Jahre gültig oder bis zum Ablauf des Reisepasses, je nachdem, was zuerst eintritt. Wer länger bleiben möchte, keinen biometrischen Reisepass besitzt oder spezielle Reisegründe hat, muss ein konventionelles Visum bei der US-Botschaft beantragen.
Der Antrag wird ausschliesslich online über die offizielle Webseite der US-Behörden (Department of Homeland Security) gestellt. Sie benötigen dazu Ihren biometrischen Reisepass, eine gültige Kreditkarte zur Begleichung der Gebühr und Ihre Reisedaten. Es wird dringend empfohlen, den Antrag mindestens 72 Stunden vor dem Abflug auszufüllen, um Probleme beim Check-in zu vermeiden.
Die USA gelten grundsätzlich als sicheres Reiseland, jedoch ist die Kriminalitätsrate in gewissen Grossstädten höher als in der Schweiz. Reisende sollten Wertsachen nie sichtbar im Mietwagen lassen und nachts bestimmte Stadtviertel meiden, die als unsicher gelten. Es lohnt sich, vorab lokale Sicherheitshinweise zu recherchieren und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen.
Das amerikanische Gesundheitssystem gehört zu den teuersten der Welt, wobei schon einfache Arztkonsultationen mehrere hundert Dollar kosten können. Ein Tag im Spital oder eine Operation kann schnell Beträge im fünf- oder sechsstelligen Bereich verschlingen. Ohne ausreichende Versicherungsschutz müssen diese Kosten oft sofort per Kreditkarte beglichen werden.
Die obligatorische Grundversicherung deckt im Ausland maximal den doppelten Betrag dessen, was die gleiche Behandlung im Wohnkanton kosten würde. Da die Tarife in den USA jedoch vielfach höher sind, entstehen oft massive Deckungslücken, auf denen Sie ohne Zusatzversicherung sitzen bleiben. Eine ergänzende Reiseversicherung ist für die USA daher absolut unverzichtbar.
Spezielle Impfungen sind für die Einreise aus Europa meist nicht vorgeschrieben, aber der Standard-Impfschutz sollte aktuell sein. In einigen Regionen können Mücken Krankheiten wie das West-Nil-Virus übertragen, weshalb Mückenschutz in den Sommermonaten ratsam ist. Beachten Sie zudem die teilweise extremen Klimabedingungen wie Hitze in Wüstenregionen oder die starke Klimatisierung in Gebäuden.
Der Schweizer Führerausweis im Kreditkartenformat wird in den meisten US-Bundesstaaten akzeptiert, sofern er in lateinischer Schrift ausgestellt ist. Dennoch empfiehlt der TCS dringend die Mitnahme eines internationalen Führerscheins, da dieser als offizielle Übersetzung dient und Missverständnisse bei Kontrollen verhindert. Einige Autovermieter verlangen dieses Dokument zudem explizit bei der Fahrzeugübernahme.
Detaillierte Reiseinformationen des TCS zu Fahrzeugdokumenten für Fahrten im Ausland.
Die in den USA gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtdeckung ist oft viel zu niedrig, weshalb Sie unbedingt eine Zusatzhaftpflicht (z. B. LIS oder SLI) bis zu 1 Million Dollar abschliessen sollten. Achten Sie zudem darauf, dass Schäden am eigenen Mietfahrzeug durch eine Vollkaskoversicherung (CDW/LDW) ohne Selbstbehalt gedeckt sind. Prüfen Sie vorab, ob Ihr ETI Schutzbrief oder Ihre Kreditkarte bereits Leistungen für Mietwagen beinhaltet.
Aufgrund der extrem hohen Gesundheitskosten in den USA kann ein medizinischer Notfall ohne Zusatzschutz schnell zum finanziellen Ruin führen. Auch die Kosten für einen medizinisch betreuten Rücktransport (Repatriierung) in die Schweiz sind immens und werden von der Grundversicherung nicht übernommen. Ein umfassender Schutzbrief sichert Sie gegen diese unkalkulierbaren finanziellen Risiken ab.
Besonders wichtig sind die Übernahme von Heilungskosten im Notfall sowie die Organisation und Bezahlung eines Rücktransports in die Schweiz. Auch die Annullierungskostenversicherung ist bei teuren USA-Reisen zentral, falls die Reise wegen Krankheit nicht angetreten werden kann. Zudem hilft der ETI bei Problemen mit dem Mietwagen oder Verlust von Reisedokumenten.
Ja, die ETI Einsatzzentrale ist rund um die Uhr erreichbar und kann gegenüber amerikanischen Spitälern Kostengutsprachen abgeben, damit Sie behandelt werden. Das medizinische Team des TCS überwacht den Behandlungsverlauf und steht in Kontakt mit den Ärzten vor Ort. Dies verhindert oft, dass Patienten vor Ort hohe Vorauszahlungen leisten müssen.
Absolut, denn der ETI Schutzbrief übernimmt je nach Deckungsvariante den Selbstbehalt bei Kaskoschäden am Mietfahrzeug. Zudem bezahlt der TCS die Pannenhilfe vor Ort, was in den weiten Distanzen der USA sehr wertvoll sein kann. Auch bei Diebstahl des Fahrzeugs bietet der Schutzbrief Unterstützung und Kostendeckung für die Weiterreise.
Wählen Sie bei lebensbedrohlichen Situationen sofort den lokalen Notruf und begeben Sie sich in Sicherheit. Kontaktieren Sie so rasch wie möglich die ETI Einsatzzentrale, noch bevor teure Behandlungen eingeleitet werden, um die Kostendeckung zu klären. Bewahren Sie alle Berichte, Polizeiprotokolle und Rechnungen sorgfältig für die spätere Abrechnung auf.
In den USA gilt landesweit die zentrale Notrufnummer 911 für Polizei, Feuerwehr und Ambulanz. Diese Nummer ist gebührenfrei von jedem Telefon und Mobiltelefon aus erreichbar. Für spezifische Hilfe durch den TCS wählen Sie die auf Ihrer ETI-Mitgliedskarte vermerkte Notfallnummer der Einsatzzentrale in der Schweiz.
Die Ärzte der ETI Einsatzzentrale beurteilen die medizinische Qualität der Behandlung vor Ort und entscheiden, ob ein Transport in ein besseres Spital nötig ist. Wenn eine Rückkehr mit einem Linienflug nicht möglich ist, organisiert der TCS einen Ambulanzjet für die Repatriierung. Während des gesamten Prozesses werden auch die Angehörigen betreut und informiert.
Prüfen Sie frühzeitig die Gültigkeit Ihres Reisepasses und beantragen Sie das ESTA rechtzeitig vor der Buchung. Speichern Sie die Nummer der ETI Einsatzzentrale in Ihr Handy und führen Sie Ihre Mitgliedskarte sowie eine Kopie der Versicherungspolice mit sich. Klären Sie zudem das Limit Ihrer Kreditkarte, um für Kautionen (Mietwagen, Hotels) und Notfälle gerüstet zu sein.
