Turbulenzen-Drama

Welche Tipps hat SWISS bezüglich Turbulenzen.


Karin Müller, Mediensprecherin der SWISS, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Turbulenzen im Flugzeug.

Frau Müller, wie gefährlich können Turbulenzen für ein Passagier-Flugzeug tatsächlich werden?
Vorfälle mit Verletzten an Bord betreffen vor allem die Kabinenbesatzung oder Fluggäste, welche nicht angeschnallt sind. Häufige Verletzungen sind dabei Prellungen, Kopfverletzungen oder Brüche. Bei rund 15 000 Flügen pro Jahr verzeichnet SWISS eine Handvoll solcher Vorfälle.

Warum werden immer wieder Menschen sogar bei geringen Turbulenzen verletzt?
Dies kann unter anderem bei Turbulenzen entstehen, die unerwartet auftreten und wenn die Fluggäste nicht angeschnallt sind. Bei SWISS führt die Crew vor jedem Flug ein ausgiebiges Wetterbriefing durch. Sollte es Anzeichen von starken Turbulenzen geben, werden diese schon in der Planungsphase in Betracht gezogen und umflogen. Zudem halten die Piloten die Kabinenbesatzung während des Fluges regelmässig über mögliche Turbulenzen auf dem Laufenden und aktivieren frühzeitig das Anschnallzeichen für die Fluggäste.

Und trotzdem kommt es zu Turbulenzen.

Ganz ausschliessen oder ausweichen kann man Turbulenzen nie – so gibt es zum Beispiel die so genannten Clear Air Turbulences, die unterwartet durch das Aufeinanderprallen von grossen Luftmassen entstehen. Diese sind auf Karten nicht erkennbar, werden allerdings von den Besatzungen proaktiv per Funk an die hinterher fliegenden Flugzeuge weitergegeben, so dass man sie umfliegen kann.

Was muss man als Passagier beachten, um sicher zu sein?
Weil auf einem Flug immer mit Turbulenzen gerechnet werden muss, kommunizieren wir unseren Fluggästen, sich im Sitz zu jedem Zeitpunkt anzuschnallen, insbesondere aber, wenn das entsprechende Zeichen aktiviert ist. Zudem ist es wichtig, den Anweisungen des Bordpersonals Folge zu leisten. Des Weiteren sollte man das Handgepäck, wenn immer möglich, unter dem Sitz oder in der Gepäckablage belassen und elektronische Geräte wie Mobiltelefone oder Tablets nicht offen herumliegen lassen.

Wer kümmert sich im Notfall um Turbulenzen-Verletzte?
Unsere Crews werden regelmässig über den Umgang mit Turbulenzen geschult. An Bord befindet sich ausserdem stets ein Ärztekoffer in dem verschiedene Medikamente und Geräte für medizinisch qualifiziertes Personal, zur Verfügung stehen. Unsere Crew Members erhalten ebenfalls regelmässig eine medizinische Basisschulung. Im Bedarfsfall ist zudem ein Care Team bei Ankunft vor Ort vorgesehen, um unsere Gäste und Crew Members auf emotionaler Ebene optimal zu betreuen.

Können Turbulenzen sogar zu einem Absturz führen?
Dass Turbulenzen zu schweren Schäden an Flugzeugen geführt haben, ist uns nicht bekannt.

Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: mdtcsch

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