Wenn sich die Atemwege entzünden

Winterzeit ist nicht nur Grippezeit: Auch eine Entzündung der unteren Atemwege, die akute Bronchitis, hat in dieser Periode Hochkonjunktur.


Oft beginnt es als viraler Infekt, der vorerst nur die oberen Atemwege betrifft: die Nase ist verstopft, der Hals tut weh. Diese Entzündung kann sich aber leicht weiter ausbreiten. Man spricht von einem Etagenwechsel: Vor allem im Schlaf kann der mit Viren belastete Schleim nahezu unbemerkt Richtung Luftröhre fliessen und erreicht so auch die unteren Atemwege, die Bronchien. Eine Bronchitis kann die Folge sein.

Husten: ein Kraftakt

Das typische Symptom der akuten Bronchitis ist ein oftmals hartnäckiger Husten. Er ist wichtig, um die Atemwege zu befreien. Denn auch wenn die auslösenden Viren längst weg sind, dauert es noch eine Weile bis sich die entzündeten Bronchien beruhigt haben.

Beim Husten wirken verschiedene Muskelpartien zusammen. Zuerst atmen wir ein und schliessen den Kehlkopf. Dadurch wird im Bauchraum grosser Druck aufgebaut. Mithilfe von Bauch- und Rückenmuskulatur, vor allem aber des Zwerchfells, wird die Luft sodann mit hoher Geschwindigkeit ausgestossen. Husten ist ein wahrer Kraftakt für den Körper!

Muskeltraining für die Atmung

Geschwächte Menschen und insbesondere Menschen ohne Kehlkopf, z.B. nach einer Operation wegen eines Tumors, schaffen es nicht mehr, den hierfür notwendigen Druck aufzubauen. Das sich laufend bildende Sekret bleibt dadurch in der Lunge liegen und erschwert das Atmen zunehmend – manche Patienten drohen fast daran zu ersticken. Zugleich steigt das Risiko, eine Lungenentzündung zu entwickeln.

Hier kann die Atemphysiotherapie helfen. Ähnlich wie für den Wiederaufbau von Arm- oder Beinmuskulatur werden die relevanten Muskelgruppen mit gezielten Übungen aktiviert und gestärkt. Zusätzlich helfen Medikamente den Schleim zu verflüssigen, damit das Abhusten mit geringerem Kraftaufwand gelingt. In seltenen Fällen muss der Schleim letztlich aber sogar aktiv mittels Endoskop aus den Bronchien abgesaugt werden.

Sich und andere schützen ist nicht schwer

Bis zu einem gewissen Grad haben wir es wortwörtlich in der eigenen Hand, uns vor solchen Infekten zu schützen: Händewaschen ist das A und O. Unsere Mitmenschen schützen wir durch Husten und Niesen in die Armbeuge. Und schliesslich dient ein gesunder Lebensstil auch der Immunabwehr: Bewegung an der frischen Luft, nicht rauchen, ausgeglichene Ernährung und genügend Schlaf sind perfekte Immunabwehrverstärker.

Quelle und mehr Infos: www.usz.ch

Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: mdtcsch

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