Drogen am Steuer

Drogen jeder Art sind unvereinbar am Steuer, vor allem wenn sie mit Alkohol, Medikamenten oder anderen Stoffen vermischt werden.


Zwei Drittel der 2011 in Europa registrierten Substanzen betrafen synthetische Cannabinoide und synthetische Cathinone. Alle in diesem Jahr neu entdeckten Substanzen waren synthetischen Ursprungs. Die Drogen werden in ansprechenden Verpackungen über das Internet verkauft oder in Discos und auf der Strasse. Die meisten Konsumenten, hauptsächlich 18 bis 24-jährige, beziehen die Substanzen jedoch von Freunden.

Doch Drogen sind nicht harmlos, im Gegenteil. Neben den Gefahren, die sie für die Gesundheit des Konsumenten darstellen, haben sie verheerende Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit. Der Konsum von Alkohol, Medikamenten und Drogen ist in der Schweiz die zweit häufigste Ursache von tödlichen Unfällen, direkt nach überhöhter Geschwindigkeit. Totale Abstinenz am Steuer ist daher ein Muss.

Welches sind die häufigsten Drogen?

Es existiert heute auf dem Markt eine Vielzahl von unerlaubten Drogen. Die bekanntesten sind Folgende:

  • THC (Tetrahydrocannabinol, die aktive Substanz des Cannabis)
  • Morphine (z. B. nach dem Konsum von Heroin)
  • Kokain
  • Amphetamine
  • Methamphetamine
  • Partydrogen wie MDEA (Eve) oder MDMA (Ecstasy)

Der Konsum von Cannabis stellt für die 18 bis 24-jährigen eine reelle Gefahr dar. Zu häufig in Kombination mit Alkohol erhöht diese Droge das Risiko eines Unfalls markant. Auch wenn der Effekt der Droge nicht mehr spürbar ist, lässt sich die aktive Substanz im Cannabis, das THC, im Blut noch immer nachweisen und beeinflusst so auch das Verhalten des Konsumenten.

Kokain verursacht einen subjektiven Eindruck von Leistungsfähigkeit, führt zu Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und schliesslich zu Realitätsverlust. Ein Fahrzeuglenker, der Kokain konsumiert hat, bedeutet eine wahre Gefahr, unabhängig vom Grad seiner Euphorisierung.

Partydrogen (Ecstasy, Eve, usw.) geben das Gefühl, wach und leistungsfähig zu sein, aber sie beeinträchtigen die Reflexe, erweitern die Pupillen, sorgen für verschwommene Sicht usw. Sie machen fahruntüchtig. Regelmässiger und andauernder Konsum dieser Drogen kann das Gehirn schädigen.

Welche Grenzwerte gibt das Gesetz vor?

Der Grenzwert liegt bei 1.5 Mikrogramm THC pro Liter Blut und bei anderen Substanzen bei 15 Mikrogramm pro Liter. Wer unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug lenkt und diese Grenzwerte übertrifft (Nulltoleranz), wird als fahruntüchtig angesehen. Es droht der Entzug des Führerscheins, denn es handelt sich hier um eine grobe Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes.

Welche Sanktionen drohen bei Drogen am Steuer?

Wenn Sie unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug lenken und die gesetzlichen Grenzwerte verletzen, riskieren Sie viel. Die Sanktionen sind Folgende:

  • Entzug des Führerscheins
  • Hohe Busse
  • Freiheitsentzug (bedingt oder unbedingt)

Dauer des Führerscheinentzugs:

  • Mindestens drei Monate für Personen, die das erste Mal positiv getestet werden
  • Mindesten zwölf Monate für Personen, die in den fünf Jahren nach einem ersten Führerscheinentzug erneut positiv getestet werden
  • Mindestens zwei Jahre für Personen, die innert 10 Jahren drei Mal positiv getestet werden
  • Definitiver Führerscheinentzug für Personen, die nach einem zweijährigen Führerscheinentzug erneut positiv getestet werden

Wie verhalten sich die Versicherungen im Falle eines Unfalls?

Versicherungen reduzieren ihre Leistungen, wenn der Unfall durch einen Fahrer verursacht wurde, der unter Drogeneinfluss stand. Kosten für Schäden beim fehlbaren Lenker z.B. werden von den Versicherungen nur teilweise oder gar nicht übernommen. Ebenso Schäden bei Dritten: der fehlbare Lenker kann bis zu 70% des Betrages, den Versicherungen an geschädigte Dritte ausbezahlen, aus eigener Tasche berappen müssen. Weiss man, dass ein Unfall unter diesen Umständen schnell Kosten von mehreren Zehntausend Franken verursacht oder sogar in die Millionen geht, lässt man besser die Finger vom Lenkrad.

Tipps des TCS zu «Drogen am Steuer»

Der Konsum von Drogen oder Alkohol im Strassenverkehr kann verheerende Folgen haben. Wenn Sie sich hinters Steuer setzen, befolgen Sie die goldene Regel: «No drinks, no drugs, no problems!».

TCS Verkehrssicherheit
Telefon +41 58 827 23 90
Fax +41 58 827 51 24
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